Der Mietspiegel für Mönchengladbach zeigt beide Hälften der Rechnung: Die Nettokaltmiete liegt bei 7,31 € pro Quadratmeter, die Nebenkosten bei 3,81 €. Grundlage sind 141 von Mineko geprüfte Abrechnungen.

Kurz: In Mönchengladbach zahlen Mieter 3,81 € Nebenkosten pro Quadratmeter und Monat, bei 78,8 m² sind das 3.599 € im Jahr. Damit liegen die jährlichen Nebenkosten 197 € über dem Bundesschnitt. In 99 % der geprüften Abrechnungen fand Mineko Fehler. Der durchschnittliche Fehlerbetrag beträgt 628 €.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Mieter zahlen jedoch die Warmmiete. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir Kaltmiete und Nebenkosten gemeinsam ausweisen. Das kann sonst niemand.
In Vierteln wie Eicken und Rheydt stehen ältere Mehrfamilienhäuser neben modernisierten Beständen. Dass Aufzugskosten nur in 38 % der Abrechnungen vorkommen, spricht für einen beträchtlichen Anteil an Gebäuden ohne Aufzug. Dort entfällt diese Kostenart, während energetischer Zustand und Heiztechnik die Warmmiete stärker beeinflussen können.
Schornsteinfegerkosten erscheinen nur in 15 % der geprüften Abrechnungen, Heizkosten dagegen in 96 %. Diese Kombination deutet auf einen hohen Anteil zentral versorgter Gebäude und auf Fernwärme hin. Für Mieter entscheidet dann nicht allein der Verbrauch, sondern auch der Versorgungsvertrag des Hauses über die Höhe der Abrechnung.
Modernisierte Gebäude können den Energiebedarf senken, zugleich aber neue umlagefähige Betriebskosten verursachen. Ein Aufzug oder eine zentrale Warmwasserversorgung verbessert den Wohnkomfort, erweitert jedoch die laufende Abrechnung. In Mönchengladbach zeigt sich das besonders beim Warmwasser, dessen Kosten um 44,4 % gestiegen sind.
Die jährlichen Nebenkosten betragen in Mönchengladbach 3.599 € und liegen damit 197 € über dem bundesweiten Wert von 3.402 €. Mit einem Anstieg von +1,6 % entwickeln sie sich zugleich langsamer als im Bund, wo die Nebenkosten um +4,5 % zulegten. Der Abstand beim Tempo beträgt -2,9 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die Städte nach ihren Wohnkosten ein. Auf der waagerechten Achse steht die Kaltmiete, auf der senkrechten Achse stehen die Nebenkosten. Mönchengladbach ist rot markiert und lässt sich so mit Städten vergleichen, deren erste oder zweite Miete ähnlich hoch ausfällt.
Eine Wohnung mit 78,8 m² kostet im Mittel 576 € kalt und 876 € warm. Davon entfallen 300 € auf die Nebenkosten. Sie bilden damit einen erheblichen Teil der monatlichen Wohnbelastung.
Zur Einordnung: Mönchengladbach liegt bei den jährlichen Nebenkosten 197 € über dem Bundesschnitt. Der Anstieg fällt mit +1,6 % jedoch niedriger aus als die bundesweiten +4,5 %. Für Mieter bleibt die Prüfung der Abrechnung relevant, denn der höhere Ausgangswert belastet die Warmmiete auch bei geringerem Wachstum.
Die einzelnen Kostenarten entwickeln sich sehr unterschiedlich. Während Warmwasser, Müllbeseitigung und Wasserversorgung deutlich teurer wurden, gingen andere Positionen zurück. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Gesamtsumme, sondern auch die sachliche und rechnerische Prüfung jedes Ansatzes.
Seit dem Ende des Nebenkostenprivilegs verzeichnet die Position Gemeinschaftsantenne und Kabel den stärksten Rückgang. Trotzdem taucht sie noch in 44 % der geprüften Abrechnungen auf und kostet dort im Mittel 95 € im Jahr.
Auch Straßenreinigung mit -37,6 %, Gartenpflege mit -21 % und sonstige Betriebskosten mit -20,6 % gingen zurück. Ob Kabelkosten noch angesetzt werden dürfen, hängt vom Abrechnungszeitraum und von der konkreten Leistung ab. Alles zu Kabelgebühren »
Warmwasser kostet in Mönchengladbach 0,69 € pro Quadratmeter im Monat und ist um +44,4 % gestiegen. Damit weist diese Position den stärksten Anstieg auf. Sie erscheint allerdings nur in 42 % der Abrechnungen, weil Warmwasser nicht in jedem Haus zentral über den Vermieter abgerechnet wird.
Der wichtigste Prüfpunkt: Bei zentraler Warmwasserversorgung richtet sich die Abrechnung nach der Heizkostenverordnung. Vermieter müssen Verbrauch und Verteilerschlüssel nachvollziehbar ausweisen. Häufig problematisch sind geschätzte Verbräuche, unklare Ablesewerte oder eine fehlerhafte Trennung von Heiz- und Warmwasserkosten. Alles zu Wasserkosten »
Die Wasserversorgung kostet in Mönchengladbach 0,27 € pro Quadratmeter im Monat und erscheint in 90 % der Abrechnungen. Der Anstieg beträgt +15,7 %. Zur Position gehören der Wasserverbrauch und laufende Kosten der Versorgungseinrichtungen, soweit sie umlagefähig sind.
Worauf unsere Prüfer achten: Die Betriebskostenverordnung erlaubt die Umlage laufender Kosten der Wasserversorgung. Ablesewerte, Zählerstände und Verteilerschlüssel müssen dennoch schlüssig sein. Typische Fehler sind vertauschte Zähler, nicht erklärte Schätzungen sowie Reparaturkosten, die als laufende Betriebskosten angesetzt werden. Alles zu Wasserkosten »
Aufzugskosten fallen in 38 % der Mönchengladbacher Abrechnungen an. Mit 0,32 € pro Quadratmeter im Monat und einem Anstieg von +11,3 % können sie die Nebenkosten in den betroffenen Gebäuden spürbar erhöhen. Abgerechnet werden vor allem Betrieb, Überwachung, Reinigung und laufende Wartung.
Häufigster Fehler: Nach der Betriebskostenverordnung sind laufende Aufzugskosten umlagefähig, Reparaturen und die Erneuerung von Bauteilen dagegen nicht. Wartungsverträge enthalten mitunter sowohl umlagefähige Arbeiten als auch Instandsetzungsanteile. Mineko prüft deshalb Rechnungen, Vertragspositionen und den verwendeten Verteilerschlüssel. Alles zu Aufzugskosten »
Die Müllbeseitigung steht in 97 % der geprüften Abrechnungen und kostet 0,29 € pro Quadratmeter im Monat. Gegenüber dem Vorjahr ist die Position um +16,7 % gestiegen. Sie umfasst die regelmäßige Abfuhr und weitere laufende Leistungen rund um die Abfallentsorgung des Gebäudes.
Der wichtigste Prüfpunkt: Regelmäßige Müllgebühren sind nach der Betriebskostenverordnung umlagefähig. Kosten für die Beseitigung von Sperrmüll dürfen nicht ohne Weiteres auf alle Mieter verteilt werden, wenn sie einzelnen Verursachern zugeordnet werden können. Prüfer achten außerdem auf überhöhte Behälterkapazitäten, doppelte Ansätze und sachfremde Hausmeisterleistungen. Alles zu Müllkosten »
Die Wasserversorgung kostet in Mönchengladbach 0,27 € pro Quadratmeter im Monat und erscheint in 90 % der Abrechnungen. Der Anstieg beträgt +15,7 %. Zur Position gehören der Wasserverbrauch und laufende Kosten der Versorgungseinrichtungen, soweit sie umlagefähig sind.
Worauf unsere Prüfer achten: Die Betriebskostenverordnung erlaubt die Umlage laufender Kosten der Wasserversorgung. Ablesewerte, Zählerstände und Verteilerschlüssel müssen dennoch schlüssig sein. Typische Fehler sind vertauschte Zähler, nicht erklärte Schätzungen sowie Reparaturkosten, die als laufende Betriebskosten angesetzt werden. Alles zu Wasserkosten »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Mönchengladbach. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 141 Nebenkostenabrechnungen aus Mönchengladbach, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 99 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 99 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Mönchengladbach" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
In der Regel nicht mehr. Das Nebenkostenprivileg für Kabelanschlüsse ist zum 30.06.2024 entfallen, seitdem dürfen Sammelverträge grundsätzlich nicht mehr pauschal über die Betriebskosten umgelegt werden. Steht in Ihrer Mönchengladbacher Abrechnung noch eine Kabelposition, lohnt der genaue Blick.
141. Alle Werte auf dieser Seite stammen aus echten, von unseren Prüfern durchgerechneten Abrechnungen und Mietverträgen aus Mönchengladbach, nicht aus einer Befragung. Ausgewiesen ist jeweils der Median.
34,3 %. Bei einer Warmmiete von 876 € für 78,8 m² entfallen 576 € auf die Kaltmiete und 300 € auf die Nebenkosten. Damit ist mehr als jeder dritte Euro zweite Miete.
Nein. Den offiziellen Mietspiegel für Mönchengladbach gibt die zuständige Kommune heraus; er weist ausschließlich die Nettokaltmiete aus. Unsere Auswertung ist eine unabhängige Erhebung auf Basis echter, geprüfter Abrechnungen und deckt zusätzlich die Betriebskosten ab.
Aus 141 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Mönchengladbach 3,81 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.603 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 78,8 m². Das liegt 201 € über dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
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Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
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Bei über 16 Rechtsschutzversicherungen inbegriffen, sonst kostenlose Prüfung - nach Prüfung entscheiden Sie, ob Sie Prüfbericht und Widerspruchsschreiben ab 49 € erwerben möchten.
Bei Gewerbe zählt der Mietvertrag, nicht die BetrKV. Wir prüfen Vertrag und Abrechnung zusammen, rückwirkend bis zu drei Jahre. Individuelles Angebot.
Für gewerbliche Mieter bieten wir eine kostenlose Ersteinschätzung an.