Der Mietspiegel für Regensburg bildet mit 11,56 € Kaltmiete und 3,97 € Nebenkosten beide Hälften der monatlichen Rechnung ab. Grundlage sind 74 Prüfungen von Mietverträgen und Nebenkostenabrechnungen.

Kurz: In Regensburg fallen 3,97 € Nebenkosten pro Quadratmeter und Monat beziehungsweise 3.297 € im Jahr an. Die zugrunde liegende Wohnung ist 69,2 m² groß. Damit liegen die jährlichen Nebenkosten 105 € unter dem Bundesschnitt. In 97 % der Prüfungen fanden sich Fehler, im Schnitt ging es um 661 €.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Mieter zahlen jedoch die Warmmiete, in Regensburg im Schnitt 1.075 €. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir 800 € Kaltmiete und 275 € Nebenkosten gemeinsam ausweisen. Das kann sonst niemand.
In der Regensburger Altstadt prägen historische Gebäude, kleinteilige Grundrisse und aufwendige Gebäudetechnik den Bestand. In Kumpfmühl oder Burgweinting stehen daneben modernisierte und jüngere Wohnanlagen, deren laufende Kosten anders verteilt sind.
Heizkosten stehen in 94 % der Abrechnungen und erreichen 1,16 € pro Quadratmeter im Monat. Energetische Modernisierungen können den Verbrauch senken, zugleich können neue technische Anlagen zusätzliche Wartungs- und Betriebskosten verursachen.
Aufzugskosten erscheinen in 51 % der geprüften Abrechnungen. Das verweist auf einen gemischten Gebäudebestand: Neben Häusern ohne Aufzug stehen größere oder modernisierte Anlagen, in denen technische Ausstattung die laufenden Wohnkosten erhöht.
Mit jährlichen Nebenkosten von 3.297 € liegt Regensburg 105 € unter dem Bundesschnitt von 3.402 €. Während die Nebenkosten bundesweit um +4,5 % stiegen, gingen sie in Regensburg um -0,7 % zurück. Der Abstand im Veränderungstempo beträgt -5,2 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die Städte nach Kaltmiete und Nebenkosten ein. Waagerecht steigt die Kaltmiete, senkrecht steigen die Nebenkosten. Regensburg ist rot markiert und lässt sich so direkt mit den übrigen Städten vergleichen.
Die durchschnittliche Kaltmiete beträgt 11,56 € pro Quadratmeter, die Nebenkosten liegen bei 3,97 €. Für die ausgewertete Wohnfläche von 69,2 m² ergibt sich eine Warmmiete von 1.075 €.
Zur Einordnung: Regensburg liegt bei den jährlichen Nebenkosten 105 € unter dem Bundesschnitt. Zugleich entwickeln sich die Kosten mit -0,7 % langsamer als der bundesweite Wert von +4,5 %. Für Mieter bleibt die Prüfung relevant, weil 97 % der untersuchten Abrechnungen Fehler enthielten.
Die Einzelpositionen zeigen, welche laufenden Leistungen die Nebenkosten prägen und wie häufig sie in den geprüften Abrechnungen vorkommen. Besonders auffällig sind starke Veränderungen bei Entwässerung, sonstigen Betriebskosten und Straßenreinigung.
Das Nebenkostenprivileg ist zum 30.06.2024 entfallen. Entsprechend verzeichnet die Position Gemeinschaftsantenne, Kabel mit -75,7 % den stärksten Rückgang.
Trotzdem taucht sie noch in 49 % der Abrechnungen auf und kostet im Schnitt 62 € im Jahr. Auch Allgemeinstrom mit -28,6 % und Heizung mit -27 % gingen zurück. Alles zu Kabelgebühren »
Die Gebäudereinigung kostet in Regensburg 0,43 € pro Quadratmeter im Monat und steht in 60 % der Abrechnungen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Position um +37,5 %. Bezahlt werden damit regelmäßig ausgeführte Reinigungsarbeiten an gemeinschaftlich genutzten Flächen.
Der wichtigste Prüfpunkt: Nach der Betriebskostenverordnung sind laufende Reinigungskosten grundsätzlich umlagefähig. Nicht darunter fallen einmalige Sonderreinigungen, Reparaturen oder Verwaltungsleistungen. Unsere Prüfer gleichen Leistungsumfang, Abrechnungszeitraum und Verteilerschlüssel ab und achten auf Überschneidungen mit Hauswartkosten. Alles zu Gebäudereinigung und Hausmeisterkosten »
Die Entwässerung erreicht in Regensburg 0,28 € pro Quadratmeter im Monat und 235 € im Jahr. Sie erscheint in 91 % der Abrechnungen und stieg um +137,8 %. Abgerechnet werden insbesondere laufende Gebühren für die Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser.
Worauf unsere Prüfer achten: Laufende Entwässerungsgebühren können nach der Betriebskostenverordnung umgelegt werden, private Reparaturen an Leitungen dagegen nicht. Entscheidend sind nachvollziehbare Gebührenbescheide, der korrekte Abrechnungszeitraum und ein zulässiger Verteilerschlüssel. Bei verbrauchsabhängiger Verteilung müssen die angesetzten Mengen zur Wasserversorgung und zu den Ablesedaten passen. Alles zu Wasser- und Entwässerungskosten »
Sonstige Betriebskosten liegen in Regensburg bei 0,22 € pro Quadratmeter im Monat und 181 € im Jahr. Die Position findet sich in 91 % der Abrechnungen und nahm um +98,2 % zu. Der Sammelbegriff verlangt eine besonders genaue Kontrolle, weil daraus allein nicht hervorgeht, welche laufende Leistung bezahlt wird.
Häufigster Fehler: Sonstige Betriebskosten dürfen nicht als offener Auffangposten für beliebige Ausgaben dienen. Die Kostenart muss im Mietvertrag konkret benannt sein und nach der Betriebskostenverordnung laufend anfallen. Reparaturen, Verwaltung und nicht vereinbarte Leistungen sind nicht umlagefähig. Unsere Prüfer verlangen deshalb eine eindeutige Bezeichnung und prüfen Belege sowie Vertragsgrundlage. Alles zu sonstigen Betriebskosten »
Für die Straßenreinigung werden in Regensburg 0,16 € pro Quadratmeter im Monat und 130 € im Jahr angesetzt. Die Kosten stehen in 69 % der Abrechnungen und stiegen um +84,7 %. Sie betreffen laufende kommunale Gebühren oder beauftragte Reinigungsleistungen für die dem Grundstück zugeordneten Flächen.
Der wichtigste Prüfpunkt: Straßenreinigung ist nach der Betriebskostenverordnung umlagefähig, wenn es sich um laufende Kosten handelt. Nicht auf Mieter abgewälzt werden dürfen Bußgelder, einmalige Räumungen oder Reparaturen an Wegen. Unsere Prüfer kontrollieren Gebührenbescheide, Rechnungen und die Abgrenzung zur Müllbeseitigung oder Gartenpflege. Auch der verwendete Verteilerschlüssel muss dem Mietvertrag entsprechen. Alles zu Straßenreinigung und Müllkosten »
Die Gartenpflege kostet in Regensburg 0,10 € pro Quadratmeter im Monat und 83 € im Jahr. Sie erscheint in 66 % der Abrechnungen und ist um +49,3 % gestiegen. Umlagefähig sind laufende Arbeiten an gemeinschaftlichen Außenflächen, nicht jede Veränderung der Anlage.
Worauf unsere Prüfer achten: Die Betriebskostenverordnung erlaubt die Umlage regelmäßig wiederkehrender Gartenarbeiten. Die erstmalige Anlage eines Gartens, grundlegende Umgestaltungen und Reparaturen gehören nicht in die Nebenkostenabrechnung. Geprüft werden Rechnungen, Leistungszeiträume und mögliche Doppelansätze mit Hauswart- oder Straßenreinigungskosten. Maßgeblich ist außerdem, ob die betroffenen Flächen dem Wohnobjekt zugeordnet sind. Alles zu Gartenpflegekosten »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Regensburg. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 74 Nebenkostenabrechnungen aus Regensburg, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 97 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 97 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Regensburg" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
74. Alle Werte auf dieser Seite stammen aus echten, von unseren Prüfern durchgerechneten Abrechnungen und Mietverträgen aus Regensburg, nicht aus einer Befragung. Ausgewiesen ist jeweils der Median.
25,6 %. Bei einer Warmmiete von 1.075 € für 69,2 m² entfallen 800 € auf die Kaltmiete und 275 € auf die Nebenkosten. Damit ist mehr als jeder vierte Euro zweite Miete.
Aus 74 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Regensburg 3,97 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.297 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 69,2 m². Das liegt 105 € unter dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
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Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
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Bei über 16 Rechtsschutzversicherungen inbegriffen, sonst kostenlose Prüfung - nach Prüfung entscheiden Sie, ob Sie Prüfbericht und Widerspruchsschreiben ab 49 € erwerben möchten.
Bei Gewerbe zählt der Mietvertrag, nicht die BetrKV. Wir prüfen Vertrag und Abrechnung zusammen, rückwirkend bis zu drei Jahre. Individuelles Angebot.
Für gewerbliche Mieter bieten wir eine kostenlose Ersteinschätzung an.