In Oberhausen liegt die Kaltmiete bei 6,50 € pro Quadratmeter, die Nebenkosten erreichen 3,46 € pro Quadratmeter. Grundlage sind 100 Prüfungen von Mietverträgen und Nebenkostenabrechnungen - beide Hälften der Rechnung.

Kurz: In Oberhausen fallen 3,46 € Nebenkosten pro Quadratmeter und Monat beziehungsweise 3.039 € im Jahr an. Die ausgewerteten Wohnungen sind im Schnitt 73,1 m² groß und liegen bei den jährlichen Nebenkosten 363 € unter dem Bundesschnitt. Die Fehlerquote beträgt 97 %, der durchschnittliche Fehler 458 €.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Was Mieter tatsächlich zahlen, ist jedoch die Warmmiete. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir für Oberhausen Kaltmiete und Nebenkosten zusammen ausweisen. Das ermöglicht einen einzigartigen Einblick in die tatsächlichen Wohnkosten, den sonst niemand bieten kann.
In Alt-Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld treffen unterschiedliche Bauepochen und Gebäudetypen aufeinander. Ältere Gebäude können höhere Heizkosten verursachen, wenn Fassade, Fenster oder Heiztechnik noch nicht umfassend modernisiert wurden.
Heizkosten stehen in 95 % der geprüften Abrechnungen und erreichen 1,46 € pro Quadratmeter im Monat. Ob ein Haus mit einer eigenen Anlage oder über ein Wärmenetz versorgt wird, beeinflusst Preisbildung, Abrechnung und die Möglichkeiten der Bewohner, ihren Verbrauch zu steuern.
Energetische Arbeiten können den Verbrauch senken, lösen aber nicht automatisch jedes Kostenproblem. In modernisierten Beständen können neue technische Anlagen, Wartung und Gebäudedienste die Betriebskostenstruktur verschieben, während die Kaltmiete ebenfalls steigt.
Die jährlichen Nebenkosten liegen in Oberhausen mit 3.039 € um 363 € unter dem bundesweiten Wert von 3.402 €. Sie stiegen um +3,6 % und damit langsamer als im Bund mit +4,5 %; der Abstand beim Tempo beträgt -0,9 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die Städte waagerecht nach der Kaltmiete und senkrecht nach den Nebenkosten ein. Oberhausen ist rot markiert. So wird sichtbar, ob vor allem die erste Miete oder die laufenden Betriebskosten den Wohnpreis bestimmen.
Wer in Leverkusen 7,54 € Kaltmiete und 3,68 € Nebenkosten zahlt, gibt anteilig mehr für Betriebskosten aus als jemand in Düsseldorf mit 12,00 € Kaltmiete und 3,67 € Nebenkosten. In Oberhausen machen die Nebenkosten 35 % der Warmmiete aus.
Bei 6,50 € Kaltmiete und 3,46 € Nebenkosten pro Quadratmeter ergibt sich für die ausgewertete Wohnfläche eine Warmmiete von 728 €. Davon entfallen 475 € auf die Kaltmiete und 253 € auf die Nebenkosten.
Zur Einordnung: Oberhausen liegt bei den jährlichen Nebenkosten 363 € unter dem Bundesschnitt und verzeichnet mit +3,6 % ein geringeres Wachstum als der Bund mit +4,5 %. Für Mieter bedeutet das keine Entwarnung: In 97 % der geprüften Abrechnungen wurde ein Fehler gefunden.
Die einzelnen Positionen zeigen, welche Leistungen die zweite Miete treiben und wie häufig sie in den geprüften Abrechnungen vorkommen. Besonders hohe Veränderungen sollten anhand von Belegen, Leistungszeiträumen und Verteilerschlüsseln geprüft werden.
Mit -66,5 % verzeichnen die Sonstigen Betriebskosten den stärksten Rückgang in Oberhausen. Trotzdem erscheinen sie in 53 % der geprüften Abrechnungen und kosten im Schnitt 68 € im Jahr. Auch Straßenreinigung mit -60,3 %, Hauswart mit -31,7 % und Versicherungen mit -6,3 % gingen zurück.
Sonstige Betriebskosten müssen im Mietvertrag konkret benannt sein; eine unbestimmte Sammelposition reicht für die Umlage nicht aus. Alles zu Sonstigen Betriebskosten »
Die Heizung ist mit 1,46 € pro Quadratmeter im Monat der größte ausgewiesene Kostenposten in Oberhausen. Sie erscheint in 95 % der Abrechnungen und ist um +67 % gestiegen. Mieter zahlen hier insbesondere für Energie, Betrieb und die laufende Betreuung der Heizungsanlage.
Der wichtigste Prüfpunkt: Nach der Heizkostenverordnung müssen Heiz- und Warmwasserkosten grundsätzlich verbrauchsabhängig verteilt werden. Unsere Prüfer gleichen Verbrauchswerte, Verteilerschlüssel, Abrechnungszeitraum und Vorauszahlungen ab. Auffällig sind geschätzte Verbräuche, unplausible Zählerstände und Kosten, die nicht zum Betrieb der Anlage gehören. Alles zu Heizkosten »
Die Entwässerung kostet in Oberhausen 0,43 € pro Quadratmeter im Monat und steht in 93 % der Abrechnungen. Der Anstieg um +23,7 % erhöht einen Posten, den Mieter kaum allein durch sparsamen Wasserverbrauch steuern können. Abgerechnet werden insbesondere Gebühren für die Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser, soweit sie dem Mietobjekt zugeordnet werden dürfen.
Worauf unsere Prüfer achten: Entwässerung gehört nach der Betriebskostenverordnung grundsätzlich zu den umlagefähigen Wasserkosten. Die Abrechnung muss jedoch zum Gebäude, zum Abrechnungszeitraum und zum vereinbarten Verteilerschlüssel passen. Geprüft werden doppelt angesetzte Wasserpositionen, fehlerhafte Flächenanteile und Kosten, die bereits in einer anderen Gebührenposition enthalten sind. Alles zu Wasserkosten »
Die Gartenpflege weist mit +89,8 % den stärksten Anstieg der hervorgehobenen Kostenarten auf. Sie kostet 0,34 € pro Quadratmeter im Monat und erscheint in 53 % der Abrechnungen. Bezahlt werden laufende Arbeiten an gemeinschaftlich nutzbaren Außenflächen, nicht deren erstmalige Anlage.
Häufigster Fehler: Nach der Betriebskostenverordnung sind laufende Pflegearbeiten umlagefähig, einmalige Neugestaltungen und Instandsetzungen dagegen nicht. Unsere Prüfer trennen regelmäßiges Mähen, Schneiden und Pflegen von baulichen Arbeiten oder der erstmaligen Bepflanzung. Auch nicht zugängliche Flächen und pauschale Rechnungen ohne erkennbare Leistung können Anlass zur Prüfung geben. Alles zu Gartenpflege »
Für die Gebäudereinigung fallen in Oberhausen 0,32 € pro Quadratmeter im Monat an. Die Position steht in 47 % der Abrechnungen und ist um +21,2 % gestiegen. Sie betrifft regelmäßig gereinigte Gemeinschaftsflächen wie Treppenhäuser und Zugänge, nicht Arbeiten innerhalb der Wohnung.
Worauf unsere Prüfer achten: Laufende Gebäudereinigung kann nach der Betriebskostenverordnung umgelegt werden, sofern sie mietvertraglich vereinbart und tatsächlich erbracht wurde. Kontrolliert werden Leistungsumfang, Reinigungsrhythmus, Verteilerschlüssel und mögliche Überschneidungen mit Hauswartkosten. Verwaltungs-, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten dürfen nicht als Reinigung weitergegeben werden. Alles zu Hausmeisterkosten »
Die Grundsteuer erreicht in Oberhausen 0,30 € pro Quadratmeter im Monat und ist in 93 % der Abrechnungen enthalten. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Position um +11,6 %. Mieter tragen dabei den auf das Gebäude entfallenden Anteil, wenn die Umlage im Mietvertrag vereinbart ist.
Der wichtigste Prüfpunkt: Die Grundsteuer ist nach der Betriebskostenverordnung grundsätzlich umlagefähig. Entscheidend sind der richtige Bescheid, der passende Abrechnungszeitraum und eine korrekte Verteilung auf Wohn- und gegebenenfalls Gewerbeflächen. Nachlässe, Erstattungen oder nicht zur Wohnung gehörende Grundstücksteile müssen sachgerecht berücksichtigt werden. Alles zu Grundsteuer »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Oberhausen. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 100 Nebenkostenabrechnungen aus Oberhausen, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 97 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 97 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Oberhausen" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
34,7 %. Bei einer Warmmiete von 728 € für 73,1 m² entfallen 475 € auf die Kaltmiete und 253 € auf die Nebenkosten. Damit ist mehr als jeder dritte Euro zweite Miete.
Nein. Den offiziellen Mietspiegel für Oberhausen gibt die zuständige Kommune heraus; er weist ausschließlich die Nettokaltmiete aus. Unsere Auswertung ist eine unabhängige Erhebung auf Basis echter, geprüfter Abrechnungen und deckt zusätzlich die Betriebskosten ab.
Im Schnitt 728 € pro Monat für eine 73,1 m² große Wohnung. Das sind 6,50 € Kaltmiete und 3,46 € Nebenkosten je Quadratmeter. Der offizielle Mietspiegel zeigt nur den Kaltmieten-Teil, wir zeigen beide Hälften der Rechnung.
Aus 100 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Oberhausen 3,46 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.035 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 73,1 m². Das liegt 367 € unter dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
Nutzen Sie Deutschlands größte Datengrundlage zu kalten und warmen Nebenkosten für Recherchen, Auswertungen und Kooperationen.
Sie recherchieren zu Mietpreisen oder Nebenkosten? Gerne stellen wir Ihnen unsere Datengrundlage, Diagramme, Pressematerialien und weitere Auswertungen zur Verfügung.
Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
Sie möchten unsere Daten für Ihr Unternehmen nutzen oder interessieren sich für Kooperationen? Sprechen Sie mit unserem Team.
Abrechnung hochladen, in 48 Stunden Prüfbericht und Widerspruchsschreiben erhalten.
Bei über 16 Rechtsschutzversicherungen inbegriffen, sonst kostenlose Prüfung - nach Prüfung entscheiden Sie, ob Sie Prüfbericht und Widerspruchsschreiben ab 49 € erwerben möchten.
Bei Gewerbe zählt der Mietvertrag, nicht die BetrKV. Wir prüfen Vertrag und Abrechnung zusammen, rückwirkend bis zu drei Jahre. Individuelles Angebot.
Für gewerbliche Mieter bieten wir eine kostenlose Ersteinschätzung an.