Halles Mietspiegel bildet mit 7,10 € Kaltmiete und 3,57 € Nebenkosten pro Quadratmeter beide Hälften der Rechnung ab. Grundlage sind 162 Prüfungen von Mietverträgen und Nebenkostenabrechnungen.

Kurz: Die Nebenkosten in Halle betragen 3,57 € pro Quadratmeter im Monat und 3.298 € im Jahr, bezogen auf 76,9 m² Wohnfläche. Das sind 104 € weniger als im Bundesschnitt. Bei 95 % der geprüften Abrechnungen fanden sich Fehler. Der durchschnittliche Fehlerbetrag lag bei 378 €.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Tatsächlich zahlen Mieter jedoch die Warmmiete aus Kaltmiete und Nebenkosten. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir beide Hälften gemeinsam ausweisen. Das ermöglicht einen einzigartigen Einblick in die tatsächlichen Wohnkosten, den sonst niemand bieten kann.
Im Paulusviertel und in Giebichenstein treffen Altbauten auf sanierte Mehrfamilienhäuser. Dass Aufzugskosten nur in 24 % der Abrechnungen vorkommen, passt zu einem Bestand, in dem viele Häuser ohne Aufzug errichtet wurden. Wo nachträglich Aufzüge eingebaut oder bestehende Anlagen modernisiert werden, können Betrieb, Wartung und Strom die laufenden Wohnkosten erhöhen.
Heizkosten erscheinen in 97 % der geprüften Abrechnungen und bilden den größten Kostenblock. Schornsteinfegerkosten kommen dagegen nur in 15 % vor. Dieses Verhältnis spricht für eine starke Rolle zentraler Wärmeversorgung und Fernwärme, wie sie besonders in größeren Wohnanlagen der Neustadt und der Südstadt verbreitet ist.
Sanierungen können den Energiebedarf senken, bringen aber nicht automatisch niedrigere Gesamtkosten. Neue Gebäudetechnik, Aufzüge und umfangreichere Gemeinschaftsflächen erzeugen zusätzliche Betriebs- und Wartungskosten. Für Mieter entscheidet deshalb nicht allein der bauliche Zustand, sondern auch, welche Technik im Haus betrieben und über die Abrechnung umgelegt wird.
Mit 3.298 € pro Jahr liegen die Nebenkosten in Halle 104 € unter dem Bundesschnitt von 3.402 €. Sie stiegen jedoch um +5,6 % und damit schneller als der bundesweite Anstieg von +4,5 %. Der Abstand beim Tempo beträgt 1,1 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die Städte nach zwei Kostenteilen: Waagerecht steht die Kaltmiete, senkrecht stehen die Nebenkosten. Halle ist rot markiert. So wird sichtbar, ob eine Stadt vor allem durch die erste oder durch die zweite Miete teuer wird.
Eine Wohnung mit 76,9 m² kostet im Mittel 546 € kalt und 821 € warm. Davon entfallen 275 € auf Nebenkosten. Die zweite Miete beansprucht damit 34 % der Warmmiete.
Zur Einordnung: Halle liegt bei den jährlichen Nebenkosten noch 104 € unter dem Bund. Der Anstieg von +5,6 % fällt jedoch stärker aus als die bundesweiten +4,5 %. Mieter sollten deshalb nicht nur die Kaltmiete vergleichen, sondern auch die Entwicklung der Betriebskosten und die Abrechnung selbst prüfen.
Die einzelnen Positionen zeigen, welche Leistungen den Anstieg der Nebenkosten treiben und welche Kosten seltener oder günstiger geworden sind. Entscheidend sind neben dem Betrag auch die vertragliche Grundlage, der Verteilerschlüssel und die zugrunde liegenden Belege.
Der Schornsteinfeger verzeichnet in Halle den stärksten Rückgang. Im Schnitt verbleiben 18 € pro Jahr. Der geringe Anteil passt zu einem Gebäudebestand, in dem zentrale Wärmeversorgung und Fernwärme eine große Rolle spielen.
Auch Wasserversorgung, Grundsteuer, Versicherungen und Müllbeseitigung wurden günstiger. Ob Schornsteinfegerkosten korrekt angesetzt sind, hängt von der Heiztechnik, den tatsächlich ausgeführten Arbeiten und ihrer Umlagefähigkeit ab. Alles zu Schornsteinfegerkosten »
Aufzugskosten liegen in Halle bei 0,28 € pro Quadratmeter im Monat und erscheinen in 24 % der Abrechnungen. Der Anstieg um +25,7 % betrifft damit vor allem Häuser mit entsprechender Technik. Mieter zahlen für Betrieb, Strom, Wartung und Prüfung, nicht jedoch für Reparaturen oder die Erneuerung der Anlage.
Der wichtigste Prüfpunkt: Nach der Betriebskostenverordnung sind laufende Kosten eines Personen- oder Lastenaufzugs grundsätzlich umlagefähig. Reparaturen, Ersatzteile und technische Erneuerungen gehören nicht in die Nebenkostenabrechnung. Unsere Prüfer kontrollieren außerdem den vereinbarten Verteilerschlüssel und trennen Wartungsanteile von nicht umlagefähigen Instandsetzungskosten. Alles zu Aufzugskosten »
Die Gebäudereinigung kostet in Halle 0,27 € pro Quadratmeter im Monat und findet sich in 60 % der Abrechnungen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Position um +21,8 %. Abgerechnet werden können etwa die Reinigung gemeinschaftlich genutzter Treppenhäuser, Flure und Zugänge.
Häufigster Fehler: Umlagefähig sind nach der Betriebskostenverordnung nur laufende Reinigungskosten für gemeinschaftlich genutzte Gebäudeteile. Sonderreinigungen nach Bauarbeiten, Entrümpelungen und Kosten für die Beseitigung einzelner Schäden dürfen nicht einfach auf Mieter verteilt werden. Bei Hausmeisterverträgen prüfen wir, ob Reinigungsleistungen zusätzlich berechnet und damit doppelt angesetzt wurden. Alles zu Gebäudereinigung und Hausmeisterkosten »
Die Gartenpflege weist mit +54 % den stärksten Anstieg der betrachteten Kostenarten auf. Sie kostet in Halle 0,13 € pro Quadratmeter im Monat und steht in 39 % der Abrechnungen. Mieter finanzieren dabei die laufende Pflege gemeinschaftlicher Grünflächen, nicht jede Umgestaltung des Grundstücks.
Worauf unsere Prüfer achten: Die Betriebskostenverordnung erlaubt die Umlage laufender Gartenpflege, darunter die Pflege von Rasen, Pflanzen und Gehölzen. Eine grundlegende Neuanlage oder Umgestaltung ist dagegen keine laufende Betriebsausgabe. Auffällige Einzelarbeiten, unklare Pauschalen und fehlende Belege werden deshalb gesondert geprüft. Alles zu Gartenpflege »
Sonstige Betriebskosten erreichen in Halle 0,13 € pro Quadratmeter im Monat und kommen in 89 % der Abrechnungen vor. Der Anstieg beträgt +28,7 %. Hinter der Sammelbezeichnung dürfen nur konkret vereinbarte, laufende Kosten stehen.
Der wichtigste Prüfpunkt: Sonstige Betriebskosten müssen im Mietvertrag ausdrücklich und nachvollziehbar benannt sein. Eine pauschale Klausel mit der bloßen Bezeichnung dieser Kostenart reicht für beliebige zusätzliche Positionen nicht aus. Verwaltung, Instandhaltung und Reparaturen werden auch durch eine Auffangposition nicht umlagefähig. Unsere Prüfer gleichen deshalb jede Unterposition mit dem Mietvertrag und den Belegen ab. Alles zu sonstigen Betriebskosten »
Allgemeinstrom steht in 96 % der Halleschen Abrechnungen und kostet 0,11 € pro Quadratmeter im Monat. Die Kosten stiegen um +30,9 %. Gemeint ist der Strom für gemeinschaftliche Bereiche und Anlagen, nicht der Verbrauch innerhalb der Wohnung.
Häufigster Fehler: Nach der Betriebskostenverordnung kann insbesondere die Beleuchtung gemeinschaftlich genutzter Flächen umgelegt werden. Baustrom, Strom für Reparaturarbeiten oder Verbrauch in vermietereigenen Räumen gehört nicht ohne Weiteres in diese Position. Auch Strom für Heizung oder Aufzug darf nicht nochmals als Allgemeinstrom erscheinen, wenn er bereits dort abgerechnet wurde. Alles zu Allgemeinstrom »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Halle. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 162 Nebenkostenabrechnungen aus Halle, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 95 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 95 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Halle" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
Ja. Die Nebenkosten in Halle legten um +5,6 % zu, der bundesweite Vergleichswert nur um +4,5 %. Halle steigt also rund 1,1 Prozentpunkte schneller als der Bund.
Sie beruhen auf 162 echten, geprüften Abrechnungen aus Halle. Da Mieter meist dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert; der belastbare Fehleranteil liegt daher etwas niedriger als die 95 % in unseren Prüfungen. Die Kostenhöhen selbst sind Medianwerte und robust.
Vergleichen Sie zuerst die Einzelpositionen mit den Halleer Medianwerten auf dieser Seite. Auffällig hohe Posten, eine fehlende Belegeinsicht oder eine verspätete Abrechnung sind häufige Ansatzpunkte für einen Widerspruch. Mineko prüft Ihre Abrechnung Position für Position.
In den geprüften Halleer Abrechnungen fanden unsere Prüfer im Schnitt 378 € an fehlerhaften oder strittigen Positionen. In 90 % der Fälle wurde eine Nachzahlung gefordert, im Schnitt 874 €. Eine Prüfung deckt solche Fehler auf, bevor Sie zahlen.
Aus 162 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Halle 3,57 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.294 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 76,9 m². Das liegt 108 € unter dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
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Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
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Bei über 16 Rechtsschutzversicherungen inbegriffen, sonst kostenlose Prüfung - nach Prüfung entscheiden Sie, ob Sie Prüfbericht und Widerspruchsschreiben ab 49 € erwerben möchten.
Bei Gewerbe zählt der Mietvertrag, nicht die BetrKV. Wir prüfen Vertrag und Abrechnung zusammen, rückwirkend bis zu drei Jahre. Individuelles Angebot.
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