In Solingen liegt die Kaltmiete bei 7,74 € pro Quadratmeter, die Nebenkosten betragen 3,52 €. Grundlage sind 72 geprüfte Abrechnungen. Erst beide Hälften der Rechnung zeigen, was Wohnen tatsächlich kostet.

Kurz: Die Nebenkosten in Solingen liegen bei 3,52 € pro Quadratmeter und 2.987 € im Jahr, gerechnet für 70,6 m² Wohnfläche. Das sind 415 € weniger als im Bundesschnitt. In 96 % der geprüften Abrechnungen fanden sich Fehler, im Schnitt in Höhe von 614 €.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Mieter zahlen jedoch die Warmmiete, in Solingen im Schnitt 795 € aus 546 € Kaltmiete und 249 € Nebenkosten. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir beide Hälften der Wohnkosten zusammen ausweisen. Das ermöglicht einen einzigartigen Einblick in die tatsächlichen Wohnkosten, den sonst niemand bieten kann.
In Vierteln wie Wald, Höhscheid und rund um die Innenstadt treffen ältere Mehrfamilienhäuser auf unterschiedlich modernisierte Bestände. Schlechtere Dämmung und ältere Heiztechnik können den Verbrauch erhöhen, während eine Sanierung über neue Betriebs- und Wartungskosten ebenfalls in der Abrechnung sichtbar werden kann.
Schornsteinfegerkosten erscheinen nur in 29 % der geprüften Abrechnungen. Das spricht dafür, dass zentrale Versorgungsformen wie Fernwärme in Solingen eine relevante Rolle spielen. Bei solchen Gebäuden hängen die Heizkosten stark vom Liefervertrag und von der korrekten Verteilung auf die Wohnungen ab.
Zwischen Grünewald, Ohligs und Wald werden Bestände schrittweise erneuert. Neue Anlagen können den Energieverbrauch senken, zugleich entstehen umlagefähige Kosten für Betrieb, Wartung oder Gebäudedienste. Deshalb sagt ein modernisiertes Haus allein noch wenig über die spätere Warmmiete aus.
Mit jährlichen Nebenkosten von 2.987 € liegt Solingen 415 € unter dem Bundeswert von 3.402 €. Während die Nebenkosten bundesweit um +4,5 % stiegen, gingen sie in Solingen um -18,9 % zurück. Der Abstand im Veränderungstempo beträgt -23,4 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die Städte nach zwei Kostenblöcken: Waagerecht steht die Kaltmiete, senkrecht stehen die Nebenkosten. Solingen ist rot markiert und lässt sich dadurch direkt mit Städten mit ähnlicher erster oder zweiter Miete vergleichen.
Die Kaltmiete beträgt 7,74 € pro Quadratmeter, die Nebenkosten liegen bei 3,52 €. Zusammen ergeben sie für die ausgewertete Wohnfläche eine Warmmiete von 795 €. Nebenkosten machen davon 31 % aus.
Zur Einordnung: Solingen liegt bei den jährlichen Nebenkosten 415 € unter dem Bundesschnitt. Der Rückgang um -18,9 % steht einer bundesweiten Entwicklung von +4,5 % gegenüber. Für Mieter bleibt dennoch die einzelne Abrechnung entscheidend, denn die Fehlerquote beträgt 96 %.
Die Einzelpositionen zeigen, warum die gesamten Nebenkosten trotz deutlicher Anstiege in einzelnen Bereichen gesunken sind. Heizung bleibt mit 1,44 € pro Quadratmeter der größte Posten, während Versicherungen, Gebäudereinigung und Gartenpflege kräftig zulegen.
Allgemeinstrom verzeichnet den stärksten Rückgang unter den ausgewerteten Kostenarten. Trotzdem entstehen in Solingen im Schnitt 57 € pro Jahr. Abgerechnet werden darf nur Strom für gemeinschaftlich genutzte Bereiche und Anlagen, nicht der Verbrauch einzelner Wohnungen.
Auch Wasserversorgung und Hauswart gingen jeweils um -27,9 % zurück, Heizung um -12,4 %. Ein Rückgang belegt jedoch nicht automatisch eine korrekte Zuordnung und Verteilung. Alles zu Allgemeinstrom »
Versicherungen kosten in Solingen 0,48 € pro Quadratmeter im Monat und erscheinen in 94 % der Abrechnungen. Der Anstieg um +74,7 % macht sie zur am stärksten gestiegenen Detailposition. Mieter zahlen dabei für umlagefähige Policen, die das Gebäude und bestimmte Haftungsrisiken betreffen.
Der wichtigste Prüfpunkt: Nach der Betriebskostenverordnung dürfen nur umlagefähige Sach- und Haftpflichtversicherungen angesetzt werden. Nicht umlagefähig sind Policen für Rechtsschutz, Mietausfall oder Risiken des Vermieters. Die Abrechnung sollte Versicherungsart, Gesamtkosten und Verteilerschlüssel nachvollziehbar ausweisen. Auffällige Steigerungen sind mit Rechnungen und Verträgen abzugleichen. Alles zu Versicherungen »
Die Gebäudereinigung liegt in Solingen bei 0,28 € pro Quadratmeter im Monat und betrifft 43 % der Abrechnungen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Kosten um +34,8 %. Abgerechnet werden dürfen ausgeführte Reinigungsarbeiten an gemeinschaftlich genutzten Gebäudeflächen.
Worauf unsere Prüfer achten: Die Betriebskostenverordnung erlaubt die Umlage laufender Kosten für die Reinigung gemeinsam genutzter Gebäudeteile. Reparaturen, Entrümpelungen und einmalige Sonderreinigungen gehören nicht ohne Weiteres in diese Position. Wird zugleich ein Hauswart abgerechnet, muss eine doppelte Berechnung derselben Reinigungsleistung ausgeschlossen sein. Leistungsnachweise und Rechnungen zeigen, ob die angesetzten Arbeiten tatsächlich erbracht wurden. Alles zu Gebäudereinigung und Hausmeisterkosten »
Für Gartenpflege fallen in Solingen 0,22 € pro Quadratmeter im Monat an. Die Position steht in 43 % der geprüften Abrechnungen und ist um +70,8 % gestiegen. Dazu können laufende Arbeiten an gemeinschaftlichen Grünflächen gehören, nicht jedoch jede Umgestaltung des Grundstücks.
Häufigster Fehler: Umlagefähig sind nach der Betriebskostenverordnung laufende Pflegearbeiten wie Rasenpflege, Gehölzschnitt und die Pflege gemeinschaftlich nutzbarer Flächen. Neuanschaffungen, grundlegende Umgestaltungen und Instandsetzungen sind davon zu trennen. Auch bei pauschalen Dienstleisterrechnungen muss erkennbar bleiben, welche Arbeiten ausgeführt wurden. Mieter können Belege und Leistungsbeschreibungen einsehen. Alles zu Gartenpflege »
Sonstige Betriebskosten betragen in Solingen 0,12 € pro Quadratmeter im Monat und erscheinen in 49 % der Abrechnungen. Der Anstieg liegt bei +47 %. Die Bezeichnung allein erklärt noch nicht, welche konkrete laufende Leistung bezahlt wird.
Der wichtigste Prüfpunkt: Sonstige Betriebskosten sind nur umlagefähig, wenn die konkrete Kostenart im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart wurde. Ein pauschaler Verweis auf sonstige Kosten reicht regelmäßig nicht aus. Außerdem muss es sich um laufende Betriebskosten handeln, nicht um Verwaltung, Reparatur oder Instandhaltung. In der Abrechnung muss die Position so bezeichnet sein, dass Mieter sie dem Vertrag und den Belegen zuordnen können. Alles zu sonstigen Betriebskosten »
Die Straßenreinigung kostet in Solingen 0,11 € pro Quadratmeter im Monat und taucht in 89 % der Abrechnungen auf. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Anstieg +38,2 %. Umlagefähig können kommunale Gebühren oder laufende Kosten eines beauftragten Dienstleisters sein.
Worauf unsere Prüfer achten: Die Betriebskostenverordnung erfasst laufende Kosten der öffentlichen und nicht öffentlichen Straßenreinigung. Nicht in diese Position gehören Kosten, die bereits über eine andere Kostenart abgerechnet wurden. Bei privaten Dienstleistern müssen Rechnung, Leistungszeitraum und ausgeführte Arbeiten zusammenpassen. Auch der verwendete Verteilerschlüssel muss dem Mietvertrag und der Abrechnung entsprechen. Alles zu Straßenreinigung und Müll »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Solingen. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 72 Nebenkostenabrechnungen aus Solingen, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 96 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 96 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Solingen" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
31,3 %. Bei einer Warmmiete von 795 € für 70,6 m² entfallen 546 € auf die Kaltmiete und 249 € auf die Nebenkosten. Damit ist fast jeder dritte Euro zweite Miete.
Nein. Den offiziellen Mietspiegel für Solingen gibt die zuständige Kommune heraus; er weist ausschließlich die Nettokaltmiete aus. Unsere Auswertung ist eine unabhängige Erhebung auf Basis echter, geprüfter Abrechnungen und deckt zusätzlich die Betriebskosten ab.
Aus 72 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Solingen 3,52 € pro Quadratmeter und Monat, also 2.982 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 70,6 m². Das liegt 420 € unter dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
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Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
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Bei Gewerbe zählt der Mietvertrag, nicht die BetrKV. Wir prüfen Vertrag und Abrechnung zusammen, rückwirkend bis zu drei Jahre. Individuelles Angebot.
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