Die geprüften Wohnungen in Würzburg kosten im Schnitt 11,36 € Kaltmiete und 3,47 € Nebenkosten pro Quadratmeter im Monat. Grundlage sind 61 Prüfungen. Erst beide Hälften der Rechnung zeigen, wie hoch die laufenden Wohnkosten tatsächlich sind.

Kurz: In Würzburg liegen die Nebenkosten bei 3,47 € pro Quadratmeter und 3.206 € im Jahr, bezogen auf 76,9 m² Wohnfläche. Das sind 196 € weniger als im Bundesschnitt. Die Fehlerquote beträgt 97 %. Bei beanstandeten Abrechnungen lassen sich im Schnitt 704 € zurückholen.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Mieter zahlen jedoch die Warmmiete, in Würzburg im Schnitt 1.140 €. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir 874 € Kaltmiete und 267 € Nebenkosten zusammen ausweisen. Das kann sonst niemand.
In Würzburg liegen unterschiedliche Baualtersklassen eng beieinander. Gründerzeitliche Häuser in der Sanderau und in Grombühl stehen neben später verdichteten Wohnanlagen, während am Hubland jüngerer Bestand hinzugekommen ist. Dass Aufzugskosten nur in 40 % der Abrechnungen vorkommen, passt zu einem Bestand, in dem viele Gebäude ohne Aufzug auskommen.
In dicht bebauten Teilen der Stadt werden Wohnungen häufig zentral mit Wärme versorgt. Fernwärme und andere zentrale Anlagen bündeln Erzeugung, Verteilung und Abrechnung, wodurch Preisänderungen direkt in den Heizkosten ankommen. Heizung steht in 89 % der geprüften Abrechnungen und ist mit 1,29 € pro Quadratmeter der größte einzelne Posten.
Energetische Sanierungen können den Verbrauch senken, während neue Haustechnik zusätzliche Betriebs- und Wartungskosten verursacht. In modernisierten Häusern am Hubland oder in erneuerten Beständen der Zellerau entscheidet deshalb nicht allein der energetische Standard über die Warmmiete. Maßgeblich bleibt, welche laufenden Kosten der Vermieter tatsächlich umlegt.
Die jährlichen Nebenkosten liegen in Würzburg mit 3.206 € um 196 € unter dem Bundesschnitt von 3.402 €. Während der Bundeswert um +4,5 % gestiegen ist, gingen die Würzburger Nebenkosten um -0,6 % zurück. Der Abstand in der Entwicklung beträgt -5,1 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die untersuchten Städte nach zwei Kostenblöcken: Waagerecht steht die Kaltmiete, senkrecht stehen die Nebenkosten. Würzburg ist rot markiert. So wird sichtbar, ob hohe Gesamtwohnkosten vor allem aus der ersten oder der zweiten Miete entstehen.
Die Kaltmiete liegt bei 11,36 € pro Quadratmeter, die Nebenkosten bei 3,47 €. Für eine Wohnung mit 76,9 m² ergeben sich daraus im Schnitt 1.140 € Warmmiete.
Zur Einordnung: Würzburg liegt bei den jährlichen Nebenkosten 196 € unter dem Bundesschnitt. Der Rückgang um -0,6 % verläuft entgegen der bundesweiten Steigerung von +4,5 %. Für Mieter bleibt die Prüfung relevant, weil 97 % der untersuchten Abrechnungen fehlerhaft waren.
Die einzelnen Positionen zeigen, welche laufenden Ausgaben die Nebenkosten von 3,47 € pro Quadratmeter bilden. Entscheidend sind neben der Höhe auch die Häufigkeit, die Entwicklung zum Vorjahr und die vertragliche Umlagefähigkeit.
Die Grundsteuer verzeichnet mit -13,4 % den stärksten Rückgang. Sie taucht trotzdem in 100 % der geprüften Abrechnungen auf und kostet im Schnitt 173 € im Jahr. Auch die Wasserversorgung ging um -11,7 % zurück, kommt aber in 91 % der Abrechnungen vor und kostet 265 € jährlich.
Die Grundsteuer ist grundsätzlich umlagefähig, wenn der Mietvertrag dies vorsieht und der richtige Verteilerschlüssel angewendet wird. Alles zur Grundsteuer »
Die Heizung ist mit 1,29 € pro Quadratmeter der größte einzelne Kostenposten und steht in 89 % der Würzburger Abrechnungen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Kosten um +25,5 % gestiegen. Mieter zahlen hier insbesondere für die Wärmeerzeugung, die Verteilung im Gebäude und den Betrieb der Heizungsanlage.
Der wichtigste Prüfpunkt: Für zentrale Heizungsanlagen gelten die Vorgaben der Heizkostenverordnung. Die Abrechnung muss Verbrauch und umlagefähige Gesamtkosten nachvollziehbar trennen und den richtigen Verteilerschlüssel verwenden. Häufige Fehler entstehen durch falsche Ablesewerte, unpassende Wohnflächen oder Kosten, die nicht zum Betrieb der Anlage gehören. Alles zu Heizkosten »
Sonstige Betriebskosten liegen in Würzburg bei 0,33 € pro Quadratmeter und sind um +93,1 % gestiegen. Sie erscheinen in 71 % der geprüften Abrechnungen. Hinter der Sammelbezeichnung dürfen nur konkret vereinbarte, laufende Kosten stehen, nicht beliebige Ausgaben für das Gebäude.
Häufigster Fehler: Die Betriebskostenverordnung erlaubt Sonstige Betriebskosten nicht als Auffangposten für unklare Rechnungen. Die jeweilige Kostenart muss im Mietvertrag hinreichend konkret benannt sein und regelmäßig entstehen. Reparaturen, Verwaltung und einmalige Anschaffungen sind nicht umlagefähig. Prüfer gleichen deshalb Mietvertrag, Kostenbezeichnung und Beleg miteinander ab. Alles zu Sonstigen Betriebskosten »
Die Müllbeseitigung kostet in Würzburg 0,20 € pro Quadratmeter und kommt in 97 % der Abrechnungen vor. Der Anstieg beträgt +16,7 %. Abgerechnet werden dürfen laufende Kosten der Entsorgung und der dafür erforderlichen Einrichtungen, sofern sie dem Gebäude zugeordnet sind.
Worauf unsere Prüfer achten: Müllgebühren gehören nach der Betriebskostenverordnung grundsätzlich zu den umlagefähigen Betriebskosten. Der Vermieter muss jedoch den vereinbarten Verteilerschlüssel anwenden und darf keine Kosten fremder Grundstücke einbeziehen. Zusätzliche Ausgaben wegen Fehlbefüllung oder einmaliger Entrümpelungen sind gesondert zu prüfen. Auch ein Wechsel des Abrechnungsmaßstabs muss nachvollziehbar sein. Alles zu Müllkosten »
Allgemeinstrom steht in 86 % der Würzburger Abrechnungen und kostet 0,15 € pro Quadratmeter. Die Kosten sind um +7,7 % gestiegen. Gemeint ist Strom für gemeinschaftlich genutzte Gebäudebereiche und Anlagen, nicht der Verbrauch innerhalb der Wohnung.
Häufigster Fehler: Nach der Betriebskostenverordnung ist nur der Strom umlagefähig, der dem Betrieb gemeinschaftlicher Anlagen oder der Beleuchtung gemeinsamer Flächen dient. Baustrom, Wohnungsstrom und Strom für Reparaturarbeiten gehören nicht in diese Position. Unklare Sammelzähler können Verbräuche verschiedener Zwecke vermischen. Unsere Prüfer kontrollieren deshalb Rechnungen, Zählerzuordnung und Kostenbezeichnung. Alles zu Allgemeinstrom »
Die Straßenreinigung kostet in Würzburg 0,14 € pro Quadratmeter und findet sich in 97 % der Abrechnungen. Mit +54,5 % ist der Anstieg deutlich. Mieter tragen dabei umlagefähige laufende Gebühren oder vertraglich vereinbarte Kosten für die Reinigung der angrenzenden öffentlichen Flächen.
Der wichtigste Prüfpunkt: Straßenreinigung ist nach der Betriebskostenverordnung grundsätzlich umlagefähig, wenn die Kosten laufend entstehen. Die Abrechnung muss erkennen lassen, welche Gebühren oder Dienstleistungen dem Grundstück zugeordnet wurden. Nicht darunter fallen Reparaturen, Verwaltungsaufwand oder Arbeiten auf fremden Flächen. Bei einer gemeinsamen Position mit Müllkosten müssen beide Bestandteile anhand der Belege prüfbar bleiben. Alles zu Müll und Straßenreinigung »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Würzburg. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 61 Nebenkostenabrechnungen aus Würzburg, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 97 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 97 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Würzburg" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
Nein. Den offiziellen Mietspiegel für Würzburg gibt die zuständige Kommune heraus; er weist ausschließlich die Nettokaltmiete aus. Unsere Auswertung ist eine unabhängige Erhebung auf Basis echter, geprüfter Abrechnungen und deckt zusätzlich die Betriebskosten ab.
Im Schnitt 1.140 € pro Monat für eine 76,9 m² große Wohnung. Das sind 11,36 € Kaltmiete und 3,47 € Nebenkosten je Quadratmeter. Der offizielle Mietspiegel zeigt nur den Kaltmieten-Teil, wir zeigen beide Hälften der Rechnung.
Nein, sie sind sogar gefallen: -0,6 % gegenüber dem Vorjahr, während der bundesweite Vergleichswert um +4,5 % zulegte. Würzburg entwickelt sich damit deutlich günstiger als der Bundestrend.
Aus 61 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Würzburg 3,47 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.202 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 76,9 m². Das liegt 200 € unter dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
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Sie recherchieren zu Mietpreisen oder Nebenkosten? Gerne stellen wir Ihnen unsere Datengrundlage, Diagramme, Pressematerialien und weitere Auswertungen zur Verfügung.
Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
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Bei über 16 Rechtsschutzversicherungen inbegriffen, sonst kostenlose Prüfung - nach Prüfung entscheiden Sie, ob Sie Prüfbericht und Widerspruchsschreiben ab 49 € erwerben möchten.
Bei Gewerbe zählt der Mietvertrag, nicht die BetrKV. Wir prüfen Vertrag und Abrechnung zusammen, rückwirkend bis zu drei Jahre. Individuelles Angebot.
Für gewerbliche Mieter bieten wir eine kostenlose Ersteinschätzung an.