Die durchschnittliche Kaltmiete in Augsburg liegt bei 11,65 €, die Nebenkosten bei 3,93 € pro Quadratmeter und Monat. Grundlage sind 106 geprüfte Abrechnungen. Damit werden beide Hälften der Rechnung sichtbar: die Miete für die Wohnung und die laufenden Kosten ihres Betriebs.

Kurz: In Augsburg betragen die Nebenkosten 3,93 € pro Quadratmeter und Monat sowie 3.161 € im Jahr bei 67,0 m² Wohnfläche. Das sind 241 € weniger als im Bundesschnitt. In 97 % der geprüften Abrechnungen fanden sich Fehler, im Schnitt ging es dabei um 579 €.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Was Mieter monatlich tatsächlich zahlen, ist jedoch die Warmmiete. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir Kaltmiete und Nebenkosten gemeinsam ausweisen. Das kann sonst niemand.
Augsburgs Wohnungsbestand reicht von Altbauten in der Innenstadt bis zu später entstandenen Quartieren in Lechhausen, Pfersee und Hochfeld. Unterschiedliche Bauweisen, Dämmstandards und Heizsysteme wirken sich direkt auf den laufenden Betrieb aus. Dass Aufzugskosten nur in 44 % der Abrechnungen vorkommen, passt zu einem Bestand, in dem viele Häuser ohne Aufzug auskommen.
Heizkosten stehen in 94 % der Abrechnungen und erreichen 1,44 € pro Quadratmeter im Monat. Ob ein Gebäude über Fernwärme oder eine eigene Anlage versorgt wird, beeinflusst Preisbildung, Wartung und Abrechnung. Für Mieter zählt deshalb nicht allein der energetische Zustand der Wohnung, sondern auch die Infrastruktur des gesamten Hauses.
Sanierungen können den Energiebedarf senken, zugleich entstehen in modernisierten Häusern neue Betriebs- und Wartungskosten. In gewachsenen Vierteln treffen erneuerte Gebäude auf unsanierte Nachbarhäuser. Zwei ähnlich große Wohnungen können deshalb trotz vergleichbarer Lage deutlich unterschiedliche Warmmieten haben.
Die jährlichen Nebenkosten liegen in Augsburg mit 3.161 € noch 241 € unter dem Bundesschnitt von 3.402 €. Sie steigen mit +7,7 % jedoch schneller als bundesweit mit +4,5 %. Der Unterschied beim Tempo beträgt 3,2 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die Städte nach zwei Teilen der Wohnkosten. Waagerecht steht die Kaltmiete, senkrecht stehen die Nebenkosten. Augsburg ist rot markiert und lässt sich so zugleich nach Grundmiete und laufenden Betriebskosten einordnen.
Wer in Leipzig 7,32 € Kaltmiete und 3,49 € Nebenkosten zahlt, gibt anteilig mehr für Betriebskosten aus als jemand in Regensburg mit 11,56 € Kaltmiete und 3,97 € Nebenkosten. In Augsburg entfallen 25 % der Warmmiete auf Nebenkosten.
Für eine Wohnung mit 67,0 m² ergeben sich im Schnitt 781 € Kaltmiete und 263 € Nebenkosten. Die Warmmiete liegt damit bei 1.044 €, der Nebenkostenanteil bei 25 %. Die hohe Fehlerquote zeigt, dass der ausgewiesene Betrag nicht ungeprüft übernommen werden sollte.
Zur Einordnung: Augsburg liegt bei den jährlichen Nebenkosten noch 241 € unter dem Bund. Der Anstieg von +7,7 % fällt jedoch stärker aus als die bundesweiten +4,5 %. Für Mieter bedeutet das: Der aktuelle Kostenvorteil kann kleiner werden, während Fehler in der Abrechnung zusätzlich belasten.
Die Einzelpositionen zeigen, welche Leistungen die Nebenkosten von 3,93 € pro Quadratmeter im Monat bestimmen. Neben der Höhe zählt, wie häufig eine Kostenart abgerechnet wird und wie sie sich gegenüber dem Vorjahr verändert hat.
Mit -39,1 % verzeichnet Allgemeinstrom den stärksten Rückgang unter den ausgewerteten Kostenarten. Trotzdem bleibt die Position nahezu flächendeckend und kostet im Schnitt 108 € pro Jahr.
Auch Grundsteuer, Hauswart, Straßenreinigung, Gebäudereinigung und sonstige Betriebskosten gehen zurück. Beim Allgemeinstrom sollten nur gemeinschaftlich verursachte Verbräuche angesetzt werden. Alles zu Allgemeinstrom »
Warmwasser kostet in Augsburg 0,70 € pro Quadratmeter im Monat und steht in 73 % der Abrechnungen. Mit +33,3 % fällt der Anstieg deutlich aus. Mieter zahlen hier für die Erwärmung des Wassers und die verbrauchsabhängige Verteilung im Gebäude.
Der wichtigste Prüfpunkt: Nach der Heizkostenverordnung müssen die Kosten für Warmwasser grundsätzlich verbrauchsabhängig verteilt werden. Zu prüfen sind Ablesewerte, Abrechnungszeitraum und die Trennung von Heizung und Warmwasser. Fehlen geeignete Messwerte, darf die Berechnung nicht ohne nachvollziehbare Grundlage erfolgen. Alles zu Wasserkosten »
Die Entwässerung kostet in Augsburg 0,20 € pro Quadratmeter im Monat beziehungsweise 158 € pro Jahr. Sie findet sich in 94 % der Abrechnungen und ist um +11,4 % gestiegen. Mieter tragen damit laufende Gebühren für die Ableitung von Schmutz- und gegebenenfalls Niederschlagswasser.
Der wichtigste Prüfpunkt: Entwässerungskosten können nach der Betriebskostenverordnung umgelegt werden, Instandsetzungskosten an Rohren und Anlagen dagegen nicht. Die Abrechnung muss erkennen lassen, welche Gebühren angesetzt und nach welchem Schlüssel sie verteilt wurden. Bei gemischten Bescheiden ist zu prüfen, ob nicht umlagefähige Bestandteile herausgerechnet wurden. Alles zu Wasserkosten »
Für die Müllbeseitigung fallen in Augsburg 0,22 € pro Quadratmeter im Monat und 178 € pro Jahr an. Die Position steht in 99 % der Abrechnungen und ist um +17,5 % gestiegen. Sie umfasst die laufende Abfuhr und zulässige Kosten für gemeinschaftlich genutzte Entsorgungseinrichtungen.
Häufigster Fehler: Umlagefähig sind nach der Betriebskostenverordnung die laufenden Kosten der Müllbeseitigung. Einmalige Entrümpelungen oder die Beseitigung nicht zuordenbaren Sperrmülls dürfen nicht automatisch auf alle Mieter verteilt werden. Prüfer vergleichen Gebührenbescheide, Leistungszeitraum und Verteilerschlüssel mit der Abrechnung. Alles zu Müllkosten »
Die Entwässerung kostet in Augsburg 0,20 € pro Quadratmeter im Monat beziehungsweise 158 € pro Jahr. Sie findet sich in 94 % der Abrechnungen und ist um +11,4 % gestiegen. Mieter tragen damit laufende Gebühren für die Ableitung von Schmutz- und gegebenenfalls Niederschlagswasser.
Der wichtigste Prüfpunkt: Entwässerungskosten können nach der Betriebskostenverordnung umgelegt werden, Instandsetzungskosten an Rohren und Anlagen dagegen nicht. Die Abrechnung muss erkennen lassen, welche Gebühren angesetzt und nach welchem Schlüssel sie verteilt wurden. Bei gemischten Bescheiden ist zu prüfen, ob nicht umlagefähige Bestandteile herausgerechnet wurden. Alles zu Wasserkosten »
Die Gartenpflege ist mit +51,4 % die am stärksten gestiegene Detailposition in Augsburg. Sie kostet 0,11 € pro Quadratmeter im Monat und 88 € pro Jahr, erscheint aber nur in 44 % der Abrechnungen. Bezahlt werden laufende Arbeiten an gemeinschaftlich nutzbaren Außenflächen, nicht deren erstmalige Anlage.
Worauf unsere Prüfer achten: Nach der Betriebskostenverordnung sind regelmäßig anfallende Arbeiten wie Pflege, Rückschnitt und Erneuerung von Pflanzen grundsätzlich umlagefähig. Die Neuanlage eines Gartens, größere Umgestaltungen und reine Instandsetzungsarbeiten gehören nicht dazu. Rechnungen sollten Arbeitsumfang, Leistungszeitraum und betroffene Fläche nachvollziehbar ausweisen. Alles zu Gartenpflege »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Augsburg. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 106 Nebenkostenabrechnungen aus Augsburg, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 97 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 97 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Augsburg" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
106. Alle Werte auf dieser Seite stammen aus echten, von unseren Prüfern durchgerechneten Abrechnungen und Mietverträgen aus Augsburg, nicht aus einer Befragung. Ausgewiesen ist jeweils der Median.
25,2 %. Bei einer Warmmiete von 1.044 € für 67,0 m² entfallen 781 € auf die Kaltmiete und 263 € auf die Nebenkosten. Damit ist mehr als jeder vierte Euro zweite Miete.
Nein. Den offiziellen Mietspiegel für Augsburg gibt die zuständige Kommune heraus; er weist ausschließlich die Nettokaltmiete aus. Unsere Auswertung ist eine unabhängige Erhebung auf Basis echter, geprüfter Abrechnungen und deckt zusätzlich die Betriebskosten ab.
Aus 106 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Augsburg 3,93 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.160 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 67,0 m². Das liegt 242 € unter dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
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Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
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