In Krefeld treffen eine durchschnittliche Kaltmiete von 7,16 € und Nebenkosten von 3,76 € pro Quadratmeter und Monat aufeinander. Grundlage sind 108 geprüfte Abrechnungen. Damit lassen sich beide Hälften der Rechnung gemeinsam betrachten.

Kurz: Die Nebenkosten in Krefeld liegen bei 3,76 € pro Quadratmeter und Monat beziehungsweise 3.526 € im Jahr für 78,2 m² Wohnfläche. Das sind 124 € mehr als im Bundesschnitt. In 96 % der geprüften Abrechnungen fanden sich Fehler, der durchschnittliche Fehlerbetrag lag bei 564 €.
Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.
Der offizielle Mietspiegel weist nur die Nettokaltmiete aus. Was Mieter tatsächlich zahlen, ist jedoch die Warmmiete. Weil Mineko den Mietvertrag und die Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüft, können wir Kaltmiete und Nebenkosten zusammen ausweisen. Das ermöglicht einen einzigartigen Einblick in die tatsächlichen Wohnkosten, den sonst niemand bieten kann.
In der Krefelder Innenstadt, in Cracau und im historischen Linn treffen unterschiedliche Baualtersklassen aufeinander. Ältere Häuser haben häufiger kleinteilige Grundrisse, nachgerüstete Heiztechnik und keinen Aufzug. Dass Aufzugskosten nur in 20 % der Abrechnungen auftauchen, passt zu einem Bestand, in dem viele Wohngebäude ohne diese Technik auskommen.
Heizung ist mit 1,24 € pro Quadratmeter und Monat der größte einzelne Kostenposten und steht in 96 % der Abrechnungen. Ob ein Gebäude in Uerdingen, Cracau oder der Innenstadt über Fernwärme oder eine eigene Anlage versorgt wird, verändert die Kostenstruktur und die Möglichkeiten der Mieter, einzelne Rechnungsbestandteile nachzuvollziehen.
Neue Heiztechnik, gedämmte Fassaden oder nachgerüstete Haustechnik können den Verbrauch beeinflussen. Gleichzeitig entstehen Wartungs-, Betriebs- oder Hauswartkosten. Für Mieter zählt deshalb nicht nur der bauliche Zustand, sondern auch, welche Leistungen der Vermieter tatsächlich und nachvollziehbar abrechnet.
Die jährlichen Nebenkosten liegen in Krefeld mit 3.526 € um 124 € über dem bundesweiten Wert von 3.402 €. Gleichzeitig stiegen sie um +14,6 %, während der Bundesschnitt um +4,5 % zulegte. Der Abstand beim Tempo beträgt 10,1 Punkte.
Das Streudiagramm ordnet die untersuchten Städte nach zwei Größen: Waagerecht steht die Kaltmiete, senkrecht stehen die Nebenkosten. Krefeld ist rot markiert und lässt sich so gleichzeitig bei der ersten und der zweiten Miete einordnen.
Die Kaltmiete beträgt 7,16 € pro Quadratmeter, die Nebenkosten kommen auf 3,76 €. Für die betrachtete Wohnfläche ergibt das eine Warmmiete von 854 €, zusammengesetzt aus 560 € Kaltmiete und 294 € Nebenkosten.
Zur Einordnung: Krefeld liegt bei den jährlichen Nebenkosten 124 € über dem Bundesschnitt. Mit +14,6 % fällt der Anstieg deutlich stärker aus als die bundesweiten +4,5 %. Für Mieter erhöht das den Druck, Kostensteigerungen und Umlageschlüssel in der Abrechnung genau zu prüfen.
Die einzelnen Kostenarten zeigen, wo sich die Nebenkosten verändern und wie häufig eine Position in den geprüften Abrechnungen auftaucht. Entscheidend ist neben der Höhe, ob die Kosten vertraglich vereinbart, umlagefähig und korrekt verteilt sind.
Das Nebenkostenprivileg ist zum 30.06.2024 entfallen. Gemeinschaftsantenne und Kabel verzeichnen deshalb mit -53,2 % den stärksten Rückgang. Trotzdem taucht die Position noch in 32 % der Abrechnungen auf und kostet dort im Schnitt 75 € im Jahr.
Auch Gartenpflege, Aufzug, Grundsteuer, Wasserversorgung, Versicherungen und Müllbeseitigung gingen zurück. Ob Kabelkosten noch abgerechnet werden dürfen, hängt vom Abrechnungszeitraum und der konkreten vertraglichen Grundlage ab. Alles zu Kabelgebühren »
Die Heizung ist in Krefeld mit 1,24 € pro Quadratmeter und Monat der größte einzelne Kostenposten. Sie erscheint in 96 % der Abrechnungen und verteuerte sich um +24,3 %. Mieter zahlen hier für die Wärmeerzeugung und die umlagefähigen Kosten des Betriebs.
Der wichtigste Prüfpunkt: Nach der Heizkostenverordnung müssen Heizkosten grundsätzlich verbrauchsabhängig verteilt werden. Unsere Prüfer vergleichen Verbrauchswerte, Verteilerschlüssel, Abrechnungszeitraum und die Zuordnung zur Wohnung. Auffällig sind geschätzte Verbräuche ohne nachvollziehbaren Anlass, falsche Flächen oder nicht umlagefähige Bestandteile. Alles zu Heizkosten »
Die Entwässerung kostet in Krefeld 0,38 € pro Quadratmeter und Monat und ist in 95 % der Abrechnungen enthalten. Der Anstieg von +17,9 % erhöht die Belastung auch ohne höheren individuellen Wasserverbrauch. Abgerechnet werden insbesondere Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser, soweit sie dem Mietobjekt zugeordnet werden können.
Worauf unsere Prüfer achten: Entwässerungskosten sind nach der Betriebskostenverordnung grundsätzlich umlagefähig, müssen aber korrekt dem Gebäude und der Wohnung zugeordnet sein. Geprüft werden Gebührenbescheide, Flächenansätze und der verwendete Umlageschlüssel. Typische Fehler sind doppelt erfasste Wasserkosten, unpassende Wohnflächen oder Kosten, die nicht zum Abrechnungsobjekt gehören. Alles zu Entwässerung »
Hauswartkosten liegen in Krefeld bei 0,26 € pro Quadratmeter und Monat und kommen in 61 % der Abrechnungen vor. Mit +21,6 % steigen sie deutlich. Umlagefähig sind nur laufende Tätigkeiten für den Betrieb und die Pflege des Gebäudes, nicht jede Arbeit des Hauswarts.
Häufigster Fehler: In Hauswartrechnungen werden häufig umlagefähige Arbeiten mit Verwaltung, Instandhaltung oder Reparaturen vermischt. Diese nicht umlagefähigen Anteile müssen herausgerechnet werden. Unsere Prüfer kontrollieren Leistungsbeschreibungen, Verträge und mögliche Doppelabrechnungen, etwa wenn dieselbe Aufgabe zusätzlich als eigene Kostenposition erscheint. Alles zu Hauswartkosten »
Sonstige Betriebskosten erreichen in Krefeld 0,22 € pro Quadratmeter und Monat. Sie stehen in 50 % der Abrechnungen und weisen mit +113,7 % den stärksten Anstieg der Detailpositionen auf. Gerade bei dieser Sammelbezeichnung muss klar sein, für welche konkrete, laufende Leistung Mieter zahlen.
Der wichtigste Prüfpunkt: Sonstige Betriebskosten sind nach der Betriebskostenverordnung nicht allein deshalb umlagefähig, weil sie in der Abrechnung so bezeichnet werden. Die konkrete Kostenart muss im Mietvertrag vereinbart und in der Abrechnung nachvollziehbar benannt sein. Reparaturen, Anschaffungen und Verwaltungskosten dürfen nicht unter einer Sammelposition versteckt werden. Alles zu sonstigen Betriebskosten »
Allgemeinstrom kostet in Krefeld 0,10 € pro Quadratmeter und Monat und erscheint in 96 % der Abrechnungen. Der Anstieg beträgt +44,3 %. Gemeint ist Strom für gemeinschaftlich genutzte Bereiche und technische Einrichtungen, nicht der private Verbrauch in der Wohnung.
Worauf unsere Prüfer achten: Umlagefähig ist nur der Strom, der dem gemeinschaftlichen Betrieb des Gebäudes dient. Unsere Prüfer gleichen Rechnungen, Zählerzuordnung und Umlageschlüssel ab. Fehler entstehen, wenn Baustrom, Gewerbeverbrauch, Wohnungsstrom oder nicht umlagefähige technische Anlagen einbezogen werden. Alles zu Allgemeinstrom »
Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.
Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.
Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.
Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.
Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »
Wir sind nicht der offizielle Mietspiegel für Krefeld. Diesen gibt in der Regel die zuständige Kommune heraus. Er dient der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen.
Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.
Für Kommunen, Verwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]
Datenbasis: 108 Nebenkostenabrechnungen aus Krefeld, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.
Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.
Fehlerquote: Die 96 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 96 Prozent.
Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.
Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »
Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Krefeld" zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.
Weil jede Position der Durchschnitt nur der Abrechnungen ist, in denen sie tatsächlich vorkommt. Der Gesamtwert von 3,76 € je Quadratmeter ist dagegen der Median über alle Krefelder Abrechnungen und liegt deshalb unter der Summe der Einzelpositionen.
In der Regel nicht mehr. Das Nebenkostenprivileg für Kabelanschlüsse ist zum 30.06.2024 entfallen, seitdem dürfen Sammelverträge grundsätzlich nicht mehr pauschal über die Betriebskosten umgelegt werden. Steht in Ihrer Krefelder Abrechnung noch eine Kabelposition, lohnt der genaue Blick.
Aus 108 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Krefeld 3,76 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.528 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 78,2 m². Das liegt 126 € über dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.
Nutzen Sie Deutschlands größte Datengrundlage zu kalten und warmen Nebenkosten für Recherchen, Auswertungen und Kooperationen.
Sie recherchieren zu Mietpreisen oder Nebenkosten? Gerne stellen wir Ihnen unsere Datengrundlage, Diagramme, Pressematerialien und weitere Auswertungen zur Verfügung.
Für Jobcenter, Sozialämter, Kommunen und Mietspiegelstellen bieten wir Datenauswertungen und professionelle Prüfungen mit messbaren Einsparpotenzialen.
Sie möchten unsere Daten für Ihr Unternehmen nutzen oder interessieren sich für Kooperationen? Sprechen Sie mit unserem Team.
Abrechnung hochladen, in 48 Stunden Prüfbericht und Widerspruchsschreiben erhalten.
Bei über 16 Rechtsschutzversicherungen inbegriffen, sonst kostenlose Prüfung - nach Prüfung entscheiden Sie, ob Sie Prüfbericht und Widerspruchsschreiben ab 49 € erwerben möchten.
Bei Gewerbe zählt der Mietvertrag, nicht die BetrKV. Wir prüfen Vertrag und Abrechnung zusammen, rückwirkend bis zu drei Jahre. Individuelles Angebot.
Für gewerbliche Mieter bieten wir eine kostenlose Ersteinschätzung an.