Wohnraum · 2.475 geprüfte Abrechnungen · Stand Q2/2026

Mietspiegel Berlin 2026: Was Berliner wirklich zahlen, kalt und warm

Der offizielle Mietspiegel zeigt nur die Kaltmiete. Wir zeigen beide Hälften der Rechnung für Berliner Wohnraum: 9,39 €/m² Kaltmiete und 3,83 €/m² Nebenkosten aus 2.475 echten Abrechnungen, die unsere Prüfer Position für Position durchgerechnet haben.

Chris Möller, Gründer Mineko
Gründer Mineko • Experte Betriebskosten
Datenbestand:
30.06.2026
  • Über 164.878 geprüfte Abrechnungen, davon 2.475 aus Berlin
  • Aus echten Mietverträgen und Abrechnungen, nicht aus Befragungen
  • Seit 2014 prüft und wertet Mineko Nebenkostenabrechnungen aus
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Warmmiete Berlin

13,22 €/m² · Monat

Kaltmiete plus Nebenkosten, was Mieter pro Quadratmeter tatsächlich zahlen.

Betriebskosten Berlin

3,83 €/m² · Monat

Median inkl. Heizung und Warmwasser. Vorjahr 3,71 €.

Warmmiete Berlin

12.326 € pro Jahr

Kaltmiete plus Betriebskosten bei 77,7 m² Wohnfläche.

Betriebskosten Berlin

3.571 € pro Jahr

Nur die Betriebskosten bei 77,7 m² Wohnfläche, aufs Jahr gerechnet.

Kurz: In Berlin liegen die Nebenkosten für Wohnraum bei 3,83 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.572 € im Jahr für eine Wohnung mit 77,7 m². Das sind 170 € mehr als im Bundesschnitt. Nebenkosten machen 29 % der Warmmiete aus. In 97 % der geprüften Abrechnungen fanden unsere Prüfer mindestens einen Fehler, im Schnitt 441 €.

Gewerbemieter?

Diese Seite behandelt Wohnraum. Bei Gewerbe gilt die Betriebskostenverordnung nicht zwingend, dort entscheidet allein der Mietvertrag.

Zur Nebenkostenprüfung für Gewerbe »

Kalt plus Betriebskosten: was in Berlin tatsächlich überwiesen wird

Der Berliner Mietspiegel des Senats weist ausschließlich die Nettokaltmiete aus. Was Mieter tatsächlich zahlen, ist die Warmmiete. Indem wir Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung derselben Wohnung prüfen, können wir beide Hälften gemeinsam betrachten und miteinander abgleichen. Das ermöglicht einen einzigartigen Einblick in die tatsächlichen Wohnkosten, die sonst niemand bieten kann.

Warmmiete Berlin · 77,7 m² Wohnfläche

1.027 € pro Monat

730 €Kaltmiete · 9,39 €/m²
298 €Nebenkosten · 3,83 €/m²

29 % der Berliner Warmmiete sind Nebenkosten. Auf das Jahr gerechnet: 12.325 € Warmmiete, davon 3.572 € Nebenkosten. Fast jeder dritte Euro, den ein Berliner Haushalt für seine Wohnung überweist, ist keine Miete im engeren Sinn, sondern zweite Miete.

Warum Berliner Altbauten die Nebenkosten treiben

Berlin ist bekannt für seine Gründerzeitbauten und die haben eine Eigenschaft, die sich direkt in der Abrechnung niederschlägt: Drei Meter hohe Stuckdecken sorgen für deutlich mehr Raumvolumen als in einem typischen Neubau. Geheizt wird also Volumen, nicht Fläche. Genau deshalb steht die Heizung in unserer Tabelle mit 1,20 € pro Quadratmeter und Monat an erster Stelle und macht allein rund ein Drittel der Berliner Betriebskosten aus. In einer 90 m² großen Altbauwohnung in Prenzlauer Berg oder Friedrichshain summieren sich die Heizkosten auf fast 1.300 € im Jahr.

Fernwärme prägt die Berliner Abrechnungen

In unseren Daten steckt ein Hinweis, den man leicht übersieht: Die Position Schornsteinfeger taucht nur in 15 % der Berliner Abrechnungen auf, während Heizkosten in 95 % vertreten sind. Fast neun von zehn geprüften Gebäuden haben also keinen eigenen Brenner im Keller. Das ist die Fernwärme, an die weite Teile von Mitte, Prenzlauer Berg, Lichtenberg und Marzahn angeschlossen sind. Berlin steht damit nicht allein - in den meisten deutschen Großstädten spielt Fernwärme mittlerweile eine große Rolle.

Für Mieter hat das zwei Seiten: Es entfällt zwar eine Kostenposition, dafür haben sie aber keinen Einfluss darauf, welchen Anbieter sie nutzen und welchen Preis dieser verlangt. Wer Fernwärme bezieht, sollte in der Abrechnung besonders auf den Grundpreis achten: Er wird nach Anschlussleistung berechnet und ist damit unabhängig vom Verbrauch. Ist die Anlage überdimensioniert, zahlen alle Mieter dauerhaft für Leistung, die nie abgerufen wird.

Die Modernisierungsfalle

Viele Eigentümer haben in den vergangenen Jahren gedämmt und damit die Heizkosten tatsächlich gesenkt. Nur wurde die Modernisierung anschließend nach § 559 BGB auf die Kaltmiete umgelegt, mit bis zu 8 % der Kosten pro Jahr, und zwar dauerhaft. Was Mieter an Nebenkosten sparen, zahlen sie über die Grundmiete zurück. Das ist einer der Gründe, warum die Berliner Kaltmiete derzeit schneller steigt als die Nebenkosten, anders als in 43 der 60 von uns ausgewerteten Städte.

Denselben Effekt sieht man im Neubau. In den Objekten der letzten Jahre in Mitte, am Gleisdreieck oder in der Europacity sind die Nebenkosten oft moderat, die Kaltmieten dafür so hoch, dass die Warmmiete insgesamt über der eines unsanierten Altbaus liegt. Wer nur auf die Nebenkostenabrechnung schaut, sieht das nicht. Deshalb ist die Leiste oben der ehrlichere Vergleich als jede der beiden Zahlen für sich.

Berlin ist teurer als der Bundesschnitt, aber der Abstand schrumpft

Der absolute Abstand allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, wie sich die Kosten entwickeln: In Berlin steigen die Nebenkosten inzwischen langsamer als im bundesweiten Durchschnitt.

Abstand heute +170 €

Eine Berliner Durchschnittswohnung kostet im Jahr 170 € mehr an Nebenkosten als der bundesweite Vergleichswert. 3.572 € gegen 3.402 €.

Entwicklung im Jahr -1,2 Punkte

Berlin verteuert sich langsamer als der Bund. Bleibt das so, schließt sich die Lücke über die Jahre von selbst.

Berlin+3,2 %
Bundesschnitt+4,5 %

Das ist kein Grund zur Entspannung, sondern eine Verschiebung. Die Nebenkosten steigen in Berlin weiter, nur eben nicht mehr überdurchschnittlich. Wer heute eine Abrechnung prüfen lässt, holt im Schnitt 441 € zurück, unabhängig von der bundesweiten Entwicklung.

Wo Berlin im Städtevergleich steht

Jeder Punkt auf dem Diagramm repräsentiert eine Stadt, in der wir mindestens 50 Abrechnungen geprüft haben. Die Punktgröße zeigt die Fallzahl. Auffällig ist nicht die Lage der einzelnen Städte, sondern das Verhältnis der beiden Achsen.

Berlin: Kaltmiete gegen Betriebskosten

60 Städte · Median €/m² und Monat

Mietspiegel Berlin: Kaltmiete gegen Betriebskosten im Vergleich von 60 Städten Streudiagramm mit 60 deutschen Städten, Berlin rot hervorgehoben. Kaltmieten von 4,91 bis 16,00 Euro, Betriebskosten nur von 3,34 bis 4,54 Euro je Quadratmeter und Monat. 3,5 4,0 4,5 6 8 10 12 14 16 Kaltmiete €/m² im Monat Betriebskosten €/m² im Monat Mietspiegel Göttingen: 8,40 € kalt, 3,89 € Nebenkosten, 50 Prüfungen Mietspiegel Zwickau: 5,49 € kalt, 3,34 € Nebenkosten, 52 Prüfungen Mietspiegel Schwerin: 7,64 € kalt, 3,38 € Nebenkosten, 53 Prüfungen Mietspiegel Heilbronn: 11,94 € kalt, 3,51 € Nebenkosten, 57 Prüfungen Mietspiegel Osnabrück: 9,60 € kalt, 4,25 € Nebenkosten, 58 Prüfungen Mietspiegel Lübeck: 10,45 € kalt, 4,17 € Nebenkosten, 59 Prüfungen Mietspiegel Würzburg: 11,36 € kalt, 3,47 € Nebenkosten, 61 Prüfungen Mietspiegel Leverkusen: 7,54 € kalt, 3,68 € Nebenkosten, 65 Prüfungen Mietspiegel Gera: 4,91 € kalt, 3,52 € Nebenkosten, 66 Prüfungen Mietspiegel Bergisch Gladbach: 9,07 € kalt, 4,38 € Nebenkosten, 69 Prüfungen Mietspiegel Heidelberg: 12,74 € kalt, 4,14 € Nebenkosten, 69 Prüfungen Mietspiegel Solingen: 7,74 € kalt, 3,52 € Nebenkosten, 72 Prüfungen Mietspiegel Hanau: 10,90 € kalt, 4,35 € Nebenkosten, 73 Prüfungen Mietspiegel Regensburg: 11,56 € kalt, 3,97 € Nebenkosten, 74 Prüfungen Mietspiegel Aachen: 9,27 € kalt, 4,54 € Nebenkosten, 76 Prüfungen Mietspiegel Offenbach: 11,39 € kalt, 4,31 € Nebenkosten, 77 Prüfungen Mietspiegel Herne: 6,56 € kalt, 3,96 € Nebenkosten, 77 Prüfungen Mietspiegel Kassel: 7,53 € kalt, 3,45 € Nebenkosten, 78 Prüfungen Mietspiegel Pforzheim: 8,34 € kalt, 4,11 € Nebenkosten, 80 Prüfungen Mietspiegel Freiburg: 10,40 € kalt, 3,53 € Nebenkosten, 81 Prüfungen Mietspiegel Bernau: 8,52 € kalt, 3,91 € Nebenkosten, 87 Prüfungen Mietspiegel Rostock: 9,26 € kalt, 3,75 € Nebenkosten, 90 Prüfungen Mietspiegel Darmstadt: 10,85 € kalt, 4,46 € Nebenkosten, 92 Prüfungen Mietspiegel Kiel: 7,50 € kalt, 3,65 € Nebenkosten, 92 Prüfungen Mietspiegel Oldenburg: 8,94 € kalt, 3,61 € Nebenkosten, 95 Prüfungen Mietspiegel Bochum: 7,45 € kalt, 3,50 € Nebenkosten, 100 Prüfungen Mietspiegel Oberhausen: 6,50 € kalt, 3,46 € Nebenkosten, 100 Prüfungen Mietspiegel Augsburg: 11,65 € kalt, 3,93 € Nebenkosten, 106 Prüfungen Mietspiegel Krefeld: 7,16 € kalt, 3,76 € Nebenkosten, 108 Prüfungen Mietspiegel Erfurt: 8,81 € kalt, 3,70 € Nebenkosten, 109 Prüfungen Mietspiegel Gelsenkirchen: 6,25 € kalt, 3,68 € Nebenkosten, 112 Prüfungen Mietspiegel Braunschweig: 7,68 € kalt, 3,82 € Nebenkosten, 113 Prüfungen Mietspiegel Bielefeld: 8,10 € kalt, 3,93 € Nebenkosten, 124 Prüfungen Mietspiegel Mönchengladbach: 7,31 € kalt, 3,81 € Nebenkosten, 141 Prüfungen Mietspiegel Wuppertal: 7,00 € kalt, 3,62 € Nebenkosten, 147 Prüfungen Mietspiegel Karlsruhe: 9,37 € kalt, 3,92 € Nebenkosten, 157 Prüfungen Mietspiegel Bonn: 10,41 € kalt, 4,20 € Nebenkosten, 159 Prüfungen Mietspiegel Bremen: 8,33 € kalt, 3,71 € Nebenkosten, 160 Prüfungen Mietspiegel Halle (Saale): 7,10 € kalt, 3,57 € Nebenkosten, 162 Prüfungen Mietspiegel Mannheim: 9,57 € kalt, 3,79 € Nebenkosten, 163 Prüfungen Mietspiegel Wiesbaden: 10,46 € kalt, 4,35 € Nebenkosten, 177 Prüfungen Mietspiegel Münster: 9,41 € kalt, 3,85 € Nebenkosten, 179 Prüfungen Mietspiegel Potsdam: 9,00 € kalt, 4,11 € Nebenkosten, 183 Prüfungen Mietspiegel Magdeburg: 6,78 € kalt, 3,51 € Nebenkosten, 197 Prüfungen Mietspiegel Hannover: 9,50 € kalt, 3,36 € Nebenkosten, 199 Prüfungen Mietspiegel Mainz: 11,95 € kalt, 4,18 € Nebenkosten, 200 Prüfungen Mietspiegel Nürnberg: 9,69 € kalt, 3,67 € Nebenkosten, 218 Prüfungen Mietspiegel Stuttgart: 12,89 € kalt, 3,48 € Nebenkosten, 236 Prüfungen Mietspiegel Essen: 8,04 € kalt, 3,45 € Nebenkosten, 236 Prüfungen Mietspiegel Chemnitz: 5,91 € kalt, 3,68 € Nebenkosten, 278 Prüfungen Mietspiegel Duisburg: 6,62 € kalt, 4,16 € Nebenkosten, 284 Prüfungen Mietspiegel Dortmund: 7,25 € kalt, 3,63 € Nebenkosten, 297 Prüfungen Mietspiegel Düsseldorf: 12,00 € kalt, 3,67 € Nebenkosten, 400 Prüfungen Mietspiegel Dresden: 8,25 € kalt, 3,66 € Nebenkosten, 499 Prüfungen Mietspiegel Köln: 11,00 € kalt, 3,81 € Nebenkosten, 563 Prüfungen Mietspiegel Frankfurt am Main: 14,45 € kalt, 4,24 € Nebenkosten, 595 Prüfungen Mietspiegel Hamburg: 12,27 € kalt, 3,77 € Nebenkosten, 696 Prüfungen Mietspiegel München: 16,00 € kalt, 4,15 € Nebenkosten, 853 Prüfungen Mietspiegel Leipzig: 7,32 € kalt, 3,49 € Nebenkosten, 1.214 Prüfungen Mietspiegel Berlin: 9,39 € kalt, 3,83 € Nebenkosten, 2.475 Prüfungen Berlin Leipzig München Hamburg Frankfurt am Main Köln Dresden Düsseldorf Duisburg Stuttgart

Die Kaltmiete spreizt sich um den Faktor 3,3, die Betriebskosten nur um 1,4. Zwischen München mit 16,00 € und der günstigsten Stadt mit 4,91 € Kaltmiete liegen Welten. Bei den Betriebskosten reicht die Spanne dagegen nur von 3,34 € bis 4,54 €. Anders gesagt: Wohin man in Deutschland auch zieht, die zweite Miete bleibt fast gleich. Nur die erste ändert sich.

Für Mieter hat das eine unangenehme Folge. In günstigen Städten machen die Betriebskosten einen deutlich größeren Anteil der Warmmiete aus als in teuren. Wer in Chemnitz 5,91 € Kaltmiete zahlt und 3,68 € Nebenkosten, gibt fast 40 % seiner Wohnkosten für Betriebskosten aus. In München sind es bei 16,00 € Kaltmiete nur rund 21 %.

Die zweite Miete wächst schneller als die erste, aber nicht in Berlin

Über alle 60 ausgewerteten Städte hinweg zeigt sich ein klares Muster: In 43 Städten steigen die Betriebskosten schneller als die Kaltmiete. Der Kostenblock, den Mieter am wenigsten beeinflussen können, wächst also in der Mehrheit der Städte am stärksten.

Berlin gehört nicht dazu. Hier legte die Kaltmiete um +3,8 % zu, die Nebenkosten nur um +3,2 %. Die beiden laufen auseinander, nicht zusammen. Das ist eine Berliner Besonderheit und hat viel mit dem Nachholen der Kaltmieten im Bestand zu tun.

Zur Einordnung: Diese Auswertung beruht auf dem Vergleich von zwölf Monaten mit den zwölf Monaten davor. Für eine belastbare Prognose, wann Betriebskosten und Kaltmiete in einer Stadt gleich hoch wären, reichen zwei Datenpunkte nicht. Ab dem nächsten Quartal können wir dank einer dritten Messung Trends statt Momentaufnahmen zeigen.

Alle Kostenarten in Berlin im Überblick

Die Betriebskostenarten nach § 2 BetrKV, sortiert nach Kostenanteil. Die Spalte „Anteil“ zeigt, in wie vielen Berliner Abrechnungen die Position überhaupt auftaucht. Klick auf die Kostenart führt zur Erläuterung für Berlin, Klick auf die Rechtsgrundlage zur allgemeinen Positionsseite.

Betriebskosten Berlin nach Kostenart, Euro pro Quadratmeter und Monat sowie pro Jahr
Kostenart€/m² im Monat€ pro JahrAnteilTrend ggü. Vorjahr
Heizung§ 2 Nr. 4 BetrKV
1,20 €
1.119 €95 %
+2,0 %
Warmwasser§ 2 Nr. 5 BetrKV
0,59 €
550 €73 %
+7,3 %
Versicherungen§ 2 Nr. 13 BetrKV
0,34 €
317 €98 %
+8,3 %
Grundsteuer§ 2 Nr. 1 BetrKV
0,30 €
280 €98 %
-0,7 %
Entwässerung§ 2 Nr. 3 BetrKV
0,29 €
270 €94 %
+3,2 %
Wasserversorgung§ 2 Nr. 2 BetrKV
0,28 €
261 €86 %
+1,5 %
Gebäudereinigung§ 2 Nr. 9 BetrKV
0,27 €
252 €89 %
+7,3 %
Aufzug§ 2 Nr. 7 BetrKV
0,24 €
224 €46 %
-1,3 %
Hauswart§ 2 Nr. 14 BetrKV
0,23 €
214 €85 %
+0,9 %
Müllbeseitigung§ 2 Nr. 8 BetrKV
0,22 €
205 €98 %
±0,0 %
Gartenpflege§ 2 Nr. 10 BetrKV
0,15 €
140 €84 %
+8,0 %
Sonstige Betriebskosten§ 2 Nr. 17 BetrKV
0,13 €
121 €91 %
-3,6 %
Straßenreinigung§ 2 Nr. 8 BetrKV
0,09 €
84 €96 %
-4,1 %
Allgemeinstrom§ 2 Nr. 11 BetrKV
0,09 €
84 €96 %
±0,0 %
Gemeinschaftsantenne, Kabel§ 2 Nr. 15 BetrKV
0,07 €
65 €50 %
-44,2 %
Schornsteinfeger§ 2 Nr. 12 BetrKV
0,06 €
56 €15 %
+8,6 %

Warum sich die Spalte nicht auf 3,83 € addiert: Jede Position ist der Durchschnitt der Abrechnungen, in denen sie tatsächlich vorkommt. Ein Aufzug taucht nur in 46 % der Berliner Abrechnungen auf, verteuert diese dann aber deutlich. Der Gesamtwert von 3,83 € ist der Median über alle Abrechnungen und liegt deshalb unter der Summe der Einzelpositionen. Jahresbeträge gerechnet auf 77,7 m². Rechenweg in der Methodik »

Was günstiger geworden ist

Kabelgebühren fallen um 44,2 %, stehen aber noch in jeder zweiten Abrechnung

Das Nebenkostenprivileg für Kabelanschlüsse ist zum 30.06.2024 entfallen. Sammelverträge dürfen seitdem grundsätzlich nicht mehr pauschal über die Betriebskosten umgelegt werden, und das zeigt Wirkung: Der durchschnittliche Betrag ist in Berlin um 44,2 % gefallen, der stärkste Rückgang aller 16 Kostenarten.

Trotzdem taucht die Position in 50 % der von uns geprüften Abrechnungen noch auf, im Schnitt mit 65 € im Jahr. Wenn in Ihrer Abrechnung für 2025 noch Kabelgebühren stehen, lohnt der Blick fast immer. Was jetzt gilt und wie Sie widersprechen »

Die wichtigsten Kostenpositionen im Detail

Heizung

1,20 €/m² im Monat · 1.119 € pro Jahr · 95 % der Abrechnungen · +2,0 %

Heizung ist mit Abstand der größte Posten und macht allein rund ein Drittel der Berliner Betriebskosten aus. Nach der Heizkostenverordnung müssen mindestens 50 % und dürfen höchstens 70 % der Kosten verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Wird stattdessen pauschal nach Wohnfläche verteilt, ist die Abrechnung angreifbar.

Bemerkenswert ist der moderate Anstieg von 2,0 %. Nach den starken Sprüngen der Vorjahre normalisiert sich der Posten, allerdings auf hohem Niveau.

Der wichtigste Prüfpunkt: Seit 2023 muss sich der Vermieter nach dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz an den CO2-Kosten beteiligen. Der Anteil richtet sich nach dem energetischen Zustand des Gebäudes. Bei einem unsanierten Berliner Altbau trägt der Vermieter den größten Teil. In vielen Abrechnungen fehlt diese Aufteilung komplett. Alles zu Heizkosten »

Warmwasser

0,59 €/m² im Monat · 550 € pro Jahr · 73 % der Abrechnungen · +7,3 %

Warmwasser ist der zweitgrößte Posten und steigt mit 7,3 % mehr als dreimal so schnell wie die Heizung. Der Anteil von 73 % liegt unter dem der Heizung, weil bei verbundenen Anlagen nicht immer getrennt ausgewiesen wird. Genau das ist der Ansatzpunkt.

Der wichtigste Prüfpunkt: Bei einer verbundenen Anlage, die Heizung und Warmwasser zusammen erzeugt, muss der Warmwasseranteil nach § 9 Heizkostenverordnung rechnerisch abgetrennt werden. Fehlt diese Trennung oder ist sie pauschal geschätzt, können Sie die gesamte Position beanstanden. Alles zu Warmwasserkosten »

Versicherungen

0,34 €/m² im Monat · 317 € pro Jahr · 98 % der Abrechnungen · +8,3 %

Die Versicherung ist der drittgrößte Posten in Berlin und steigt mit 8,3 % überdurchschnittlich stark an. Ursache sind höhere Prämien bei Gebäude- und Elementarschadenversicherungen. Umlagefähig sind ausschließlich Sach- und Haftpflichtpolicen für das Gebäude.

Worauf unsere Prüfer achten: Eine Rechtsschutz- oder Mietausfallversicherung des Vermieters ist nicht umlagefähig, ebenso keine Versicherung, die ausschließlich sein eigenes Risiko abdeckt. Bei einer Sammelpolice muss der Gebäudeanteil erkennbar abgegrenzt sein. Alles zu Versicherungen »

Gebäudereinigung

0,27 €/m² im Monat · 252 € pro Jahr · 89 % der Abrechnungen · +7,3 %

Treppenhausreinigung, Fensterputzen im Gemeinschaftsbereich und Grundreinigung schlagen in Berlin mit 252 € im Jahr zu Buche. Der Anstieg von 7,3 % folgt den Tariflöhnen im Reinigungsgewerbe und ist insofern nachvollziehbar.

Häufigster Fehler: Reinigungsleistungen, die eigentlich Instandhaltung sind, etwa die Grundreinigung nach einem Wasserschaden oder das Entfernen von Graffiti sind Kosten des Vermieters, keine Betriebskosten. Auch eine Reinigungsfirma, die dem Vermieter gehört, muss zu marktüblichen Preisen abrechnen. Alles zu Reinigungskosten »

Gartenpflege

0,15 €/m² im Monat · 140 € pro Jahr · 84 % der Abrechnungen · +8,0 %

Mit 8,0 % ist die Gartenpflege der zweitstärkste Steigerungsposten in Berlin. Umlagefähig ist die laufende Pflege: Rasenmähen, Heckenschnitt, Laubentfernung, Erneuerung von Pflanzen.

Häufigster Fehler: Die erstmalige Anlage eines Gartens oder das Fällen eines Baums sind keine Betriebskosten, sondern Investition beziehungsweise Instandhaltung. Auch Flächen, die Mieter nicht betreten dürfen, etwa reine Zierrasen oder der Privatgarten einer Erdgeschosswohnung, dürfen nicht auf alle umgelegt werden. Alles zur Gartenpflege »

Fristen 2026: wie lange Sie noch Zeit haben

Zwei Fristen laufen unabhängig voneinander. Die eine bindet Ihren Vermieter, die andere Sie.

§ 556 Abs. 3 Satz 2 BGB

Abrechnung für 2025 muss bis 31.12.2026 da sein

Ihr Vermieter hat zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Abrechnung zuzustellen. Versäumt er die Frist, kann er grundsätzlich keine Nachzahlung mehr fordern. Ein Guthaben muss er Ihnen trotzdem auszahlen.

Monate
Wochen
Tage

Noch keine Abrechnung für 2025 erhalten? Dann läuft die Zeit für Ihren Vermieter, nicht für Sie.

§ 556 Abs. 3 Satz 5 BGB

Ist Ihre Abrechnung noch angreifbar?

Ihre Einwendungsfrist läuft zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung, nicht ab dem Abrechnungsjahr. Eine Abrechnung für 2024, die Ihnen im Oktober 2025 zugestellt wurde, können Sie heute noch angreifen.

Abrechnungszeitraum
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Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, beginnt die Frist erst mit Zugang einer korrekten Abrechnung. Maßgeblich ist der Zugang, nicht das Erstellungsdatum. Zum ausführlichen Fristenrechner »

Verhältnis zum offiziellen Mietspiegel Berlin

Wir sind nicht der offizielle Berliner Mietspiegel. Den gibt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen heraus. Als qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB dient er der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und ist die maßgebliche Grundlage bei Mieterhöhungen. Zum offiziellen Berliner Mietspiegel »

Was wir zusätzlich liefern, ist der warme Teil der Rechnung. Der offizielle Mietspiegel endet bei der Nettokaltmiete. Unsere Auswertung basiert nicht auf Befragungen, sondern auf echten Unterlagen: geprüften Nebenkostenabrechnungen, Mietverträgen und Belegen. Jede Position wurde von einem Prüfer einzeln durchgerechnet.

Für Kommunen, Senatsverwaltungen, Mietervereine und wissenschaftliche Einrichtungen stellen wir ausführliche Auswertungen bereit. Zur Zusammenarbeit » oder direkt an [email protected]

Methodik in vier Sätzen

Datenbasis: 2.475 Nebenkostenabrechnungen aus Berlin, eingereicht von Mietern und vollständig durch Mineko-Prüfer ausgewertet. Rollierend über die letzten zwölf Monate bis 30.06.2026.

Lagemaß: Gesamtwerte als Median über alle Abrechnungen, Einzelpositionen als Mittelwert nur der Abrechnungen, in denen die Position vorkommt. Deshalb addieren sich die Positionen nicht zum Gesamtwert.

Fehlerquote: Die 97 % beziehen sich auf geprüfte Abrechnungen. Da Mieter überwiegend dann prüfen lassen, wenn sie einen Verdacht haben, ist die Stichprobe selbstselektiert. Wo wir mehr Abrechnungen je Einwohner prüfen, liegt die Quote niedriger. Der belastbare Wert liegt näher an 90 als an 97 Prozent.

Kaltmiete: Aus den eingereichten Mietverträgen, überwiegend Bestandsmieten und keine Angebotsmieten. Der Wert liegt entsprechend zwischen dem Median des offiziellen Mietspiegels und den Portalpreisen.

Vollständige Methodik und Datenqualitätskriterien »

Hinweis zur Datennutzung: Die auf dieser Seite veröffentlichten Kennzahlen dürfen unter Nennung der Quelle „Mineko Mietspiegel Berlin“ zitiert werden. Für Online-Veröffentlichungen bitten wir um eine Verlinkung auf diese Seite. Diagramme, weiterführende Datenauswertungen und Pressematerial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.
mehr als nur ein Mietspiegel

Warum Mineko?

Die Mineko-Mietspiegel basieren nicht auf Schätzungen oder Angebotsmieten, sondern auf tatsächlich geprüften Betriebskostenabrechnungen. Dadurch liefern sie belastbare Einblicke in kalte und warme Nebenkosten und ergänzen bestehende Mietspiegel um reale Betriebskostendaten.

  • Über 164.878 geprüfte Betriebskostenabrechnungen
  • Deutschlands größte Datengrundlage für tatsächlich abgerechnete warme Nebenkosten
  • Über 10 Jahre Spezialisierung auf Betriebskosten
  • Grundlage für Analysen, Recherchen und Vergleiche von Mietern, Medien und Institutionen

Häufige Fragen zum Mietspiegel Berlin

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Steigen die Nebenkosten in Berlin schneller als woanders?

Nein, aktuell langsamer. Die Berliner Nebenkosten legten um +3,2 % zu, der bundesweite Vergleichswert um +4,5 %. Berlin bleibt teurer als der Bundesschnitt, aber der Abstand von 170 € schrumpft, weil Berlin um 1,2 Prozentpunkte langsamer steigt.

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Ist das der offizielle Mietspiegel von Berlin?

Nein. Den offiziellen Berliner Mietspiegel gibt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen heraus. Er ist ein qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB und weist ausschließlich die Nettokaltmiete aus. Unsere Auswertung ist eine unabhängige Erhebung auf Basis echter Abrechnungen und deckt zusätzlich die Betriebskosten ab.

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Welchen Anteil der Miete machen die Nebenkosten in Berlin aus?

29 %. Bei einer Warmmiete von 1.027 € für 77,7 m² entfallen 730 € auf die Kaltmiete und 298 € auf die Nebenkosten. Fast jeder dritte Euro ist damit zweite Miete.

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Wie hoch sind die Nebenkosten in Berlin im Durchschnitt?

Aus 2.475 von Mineko geprüften Abrechnungen ergeben sich für Berlin 3,83 € pro Quadratmeter und Monat, also 3.572 € im Jahr bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 77,7 m². Das liegt 170 € über dem bundesweiten Vergleichswert von 3.402 €.

Unsere Daten für Medien, Behörden und Unternehmen

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Nebenkostenabrechnung in Berlin prüfen lassen

97
% der geprüften Abrechnungen
in Berlin
enthalten Fehler. Im Schnitt
441
€, die Sie zurückholen können.
Mieter von Wohnraum

Wohnung, Haus, WG

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Gewerbemieter

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