Besucher und Kinder in der Nebenkostenabrechnung

Nebenkostenabrechnung bei Babys, Kindern und Besuchern

Dem Vermieter ist es erlaubt bei steigender Personenanzahl einer Wohnung die Vorauszahlungen auf die Nebenkosten anzupassen bzw. zu erhöhen. Hierbei ist es in vielen Fällen fraglich ob es sich bei den Gästen nur um kurzfristige Besucher oder um wirkliche Mitbewohner handelt.

Babys, Kleinkinder und Kinder

Der Vermieter kann mit dem Mieter im Mietvertrag einen Verteilerschlüssel nach der Personenzahl vereinbaren, ist dies nicht erfolgt so werden die Kosten der Immobilie in der Regel nach der Quadratmeter Anzahl abgerechnet.

Der Verteilerschlüssel „Personenzahl“ wird von vielen Mietern als gerechter empfunden als nach der Quadratmeteranzahl da mehr Personen auch höhere Kosten verursachen. Generell bleibt es einem Vermieter selbst überlassen einen Abrechnungsmaßstab mit dem Mieter zu vereinbaren. Ohne weiteres steht es dem Vermieter nicht zu diesen Abrechnungsmaßstab zu verändern.

Wird in der Nebenkostenabrechnung nach Quadratmeterzahl abgerechnet so spielen Kinder, welche neue in die Wohnung einziehen, keine Rolle auch nicht bei Mehrverbrauch. Der Verbrauch der Nebenkosten bei Kleinkindern, Kinder und Babys liegt zwar deutlich unter dem Verbrauch einer Erwachsenen Person, dennoch wirkt sich Ihr Dasein auf den Verbrauch einer Mietpartei aus. Hat der Vermieter einen Verteilerschlüssel nach Personenanzahl gewählt, kann er bei dem Zuzug eines Kindes auch die zu erhebenden Kosten dementsprechend anpassen.

Besucher

Kein Vermieter kann etwas gegen einen Besucher sagen, wenn dieser nicht dauerhaft in der Wohnung wohnt. Ist es jedoch der Fall, dass ein Gast über einen längeren Zeitraum in einer Wohnung wohnt, wirkt sich dies durch die gleichmäßige Umverteilung von Nebenkosten indirekt auf alle Mieter in einem Haus aus. Zudem wird eine Wohnung auch stärker abgenutzt. Um den Besucher in die Nebenkostenabrechnung mit einzubeziehen muss der Vermieter nachweisen wie lange eine zusätzliche Person bei einem Mieter gelebt hat und das ganze nachvollziehbar dokumentieren. Für einen Nachweis des Vermieters wäre es zudem hilfreich, Zeugen vorweisen zu können.

Der Besucher wird zum Bewohner wenn:

  • er sich nur in der Wohnung des Mieters aufhält (ohne einen anderen Wohnort vorweisen zu können)
  • er sich am sozialen Leben in der Wohnung beteiligt
  • er selbst Besuch empfängt oder sich am Haushalt beteiligt
  • der Besucher mit dem Mieter eine Lebensgemeinschaft bildet und seine eigene Wohnung aufgibt