Wohngemeinschaften und die Nebenkostenabrechnung

Vor allem Studenten schließen sich oft zu Wohngemeinschaften zusammen. Bei einigen ist es die erste Bleibe, fernab von den Eltern. Sie sind meist unerfahren und betreten Neuland, wenn sie sich nun mit Miete und den Betriebskosten auseinandersetzen müssen. Hat man sich für eines der unterschiedlichen WG-Modelle entschieden und zieht ein, sind einige Dinge, wie die anteilige Miete, die jeder zu zahlen hat, schon geklärt.
Wichtig ist generell, was im Mietvertrag steht. Wer ist Hauptmieter, alle, nur einer und der Rest ist Untermieter oder haben alle eigene Verträge. Je nachdem wie die Lage ist, ist auch die Betriebskostenkostenabrechnung unterschiedlich. Insgesamt kommt es darauf an, was vereinbart wurde. Die Kosten der Nebenkostenabrechnung werden in den meisten WG´s einfach durch die Anzahl der Bewohner geteilt. Hierbei wird keine Rücksicht darauf genommen, wie hoch der einzelne Verbrauch eines jeden ist. Bei sogenannten Zweck-WG´s hingegen kommt es des Öfteren vor, dass der Pro-Kopf-Verbrauch möglichst genau ermittelt werden soll. Insgesamt gibt es verschiedene Modelle, bei denen die Nebenkostenabrechnung am Ende des Jahres unterschiedlich ausfallen kann.

Die einfachste Lösung

Alle Mieter sind Hauptmieter und alle Nebenkosten werden durch die Anzahl der Mieter geteilt. Die Zimmer werden auch hier so berechnet, dass jeder anteilig so viel von der Bruttomiete zahlt, wie er Quadratmeter zur Verfügung hat. Das heißt, wer das kleinste Zimmer hat, zahlt am wenigsten und die qm der Gemeinschaftsräume werden durch die Anzahl der Mieter geteilt. Dabei wird nicht beanstandet wer wie oft duscht oder heizt. Sollte es zu einer Rückzahlung kommen, so wird auch diese Summe ebenfalls durch die Anzahl der Mitbewohner geteilt. Unter Freunden, die gemeinsam eine WG gegründet haben, ist das die gängigste Lösung.

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Die kompliziertere, aber genauere Variante

Wenn es sich um eine penible Aufteilung der Nebenkosten handeln soll, dann wird es etwas schwieriger, da unterschiedliche Dinge berücksichtigt werden müssen. In diesem Modell gibt es entweder nur einer Hauptmieter, oder jeder hat seinen eigenen Mietvertrag in dem festgelegt ist, dass es sich zwar um eine Wohngemeinschaft handelt, jedoch jeder verbrauchsabhängig einzeln abgerechnet wird.
Die Kaltmiete und einige fixe Betriebskosten lassen sich noch recht einfach auf die Mieter der WG verteilen. Heiz- und Wasserkosten gestalten sich deutlich schwerer. Es kommt hier auch ein wenig darauf an, was im Mietvertrag vereinbart wurde.
Bei den Heizkosten ist es so, dass jedes Zimmer einzeln abgerechnet werden kann. Die restlichen Zimmer, welche allen zur Verfügung stehen, kann man nur zu gleichen Teilen umlegen. Bei dem Wasserverbrauch kann man nur dann personenbezogen abrechen, wenn man das mit den Mitbewohnern abgesprochen und festgehalten hat. Denn das lässt sich nur schwer berechnen und ergibt nur Sinn, wenn große Diskrepanzen im Duschverhalten bestehen. Wenn man alles genau aufschlüsseln möchte, sollte man sich überlegen ob eine Wohngemeinschaft die ideale Lösung für einen ist.

Was passiert mit der Nebenkostenabrechnung wenn ein Mitbewohnertausch stattfand?

Wenn die Nebenkostenabrechnung kommt und die Bewohner gewechselt haben, so ist die Lage eigentlich recht einfach. Der vorherige Mitbewohner hat die Betriebskosten zu übernehmen, welche bis zu seinem Auszug angefallen sind. Der Nachfolger übernimmt selbstverständlich erst ab dem Zeitpunkt, an dem er eingezogen ist.

Wie können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
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