Grundsteuer lässt Nebenkosten steigen

Die Grundsteuer ist Teil der auf den Mieter umlagefähigen Nebenkosten. Sie wird in Deutschland auf alle Arten von Grundbesitz erhoben und sie ist sowohl vom Hebesatz der jeweiligen Gemeinde als auch vom Finanzamt festgelegten Einheitswert einer Immobilie abhängig. Nachdem das zuständige Finanzamt mit Hilfe des Einheitswerts einer Immobilie den Grundsteuermessbetrag errechnet hat, kann es durch Multiplizieren seines individuellen Hebesatz das eigentliche Grundsteueraufkommen festsetzen. Die Grundsteuer stellt für viele Gemeinden eine der größten Einnahmequellen dar und kann durch den Hebesatz von den Kommunen individuell beeinflusst werden.

Inhalt:

Nicht immer voll umlagefähig

Bei der Grundsteuer spricht man allgemein auch von den öffentlichen Lasten des Grundstücks. Jedoch sind jene nicht immer voll auf die Mieter umlagefähig, denn sie unterteilen sich in regionale Abgaben, welche umlagefähig sind, und Anliegergebühren, welche der Vermieter selbst zu tragen hat.

Falls in einem Haus Räume sowohl als Gewerberaum als auch als Wohnraum vermietet werden, sollten Wohnraummieter prüfen, wie der Vermieter den Verteilerschlüssel für die Grundsteuer angesetzt hat. Der Mieter kann unter Umständen verlangen, dass nur der Teil der Grundsteuer auf ihn umgelegt wird, der tatsächlich auf seine Wohnräume entfällt und er dadurch nicht für den steuerlich teurer veranschlagten Gewerberaum mit bezahlt.

Manche Gemeinden erhöhen die Grundsteuer auch rückwirkend. Wenn Mieter und Vermieter im Mietvertrag festgelegt haben, dass diese Kosten auch rückwirkend vom Mieter mitzutragen sind, kann der Vermieter jene auch nachfordern.

Weitere Inhalte zum Thema „Grundsteuer“:

Grundsteuer steigt ständig an

Die Grundsteuer macht so gut wie in jeder Abrechnung einen großen Teil der Nebenkosten aus, die vom Mieter bezahlt werden müssen. Daher sind die regelmäßigen Erhöhungen der Grundsteuer bzw. der Hebesätze durch die Gemeinden ein Grund für den ständigen Anstieg der Nebenkosten der Mieter. In großen Städten macht sich dies oft sehr stark bemerkbar, denn dort liegen die Hebesätze im Regelfall deutlich über den Hebesätzen in ländlichen Gemeinden.

Die Vermieter können, je nach Einzelfall, teilweise auch für die vergangenen Jahre die erhöhte Steuer einfordern, was dann natürlich zu einer unvorhergesehenen, großen Belastung für Mieter werden kann, wenn diese Zahlung einmalig anfallen soll. Drücken kann sich der Mieter jedoch nur schwer davor.

So können Sie Ihre Nebenkosten prüfen!

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Doch über 80% der Abrechnungen sind fehlerhaft, die durchschnittliche Ersparnis beträgt 221 Euro!

Die beste Möglichkeit, bares Geld zu sparen ist, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Innerhalb von kurzer Zeit erhalten Sie bei MINEKO einen persönlichen Prüfbericht sowie ein personalisiertes Widerspruchsschreiben für Ihren Vermieter.

Zahlreiche namhafte Kooperationspartner beanspruchen jährlich die Mineko Prüfung der Nebenkostenabrechnung.