Nebenkostenabrechnung prüfen lassen - MINEKO

Wichtige Fristen in der Nebenkostenabrechnung

Bei der Erstellung der Nebenkostenabrechnung ist der Vermieter gesetzlich zur Einhaltung bestimmter Fristen verpflichtet. Ebenso ist der Mieter hinsichtlich eines möglichen Widerspruchs gegen die Nebenkostenabrechnung bestimmten Fristen unterworfen.

Diese Fristen müssen Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung einhalten

Der Vermieter ist dazu verpflichtet eine Nebenkostenabrechnung innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten nach dem Abrechnungszeitraum zu erstellen. Für den Mieter ist jedoch nicht das Datum der Erstellung entscheidend, sondern das Datum an welchem ihm die Abrechnung zugegangen ist. Hält der Vermieter sich nicht an diese Frist, führt das zu einem Nachforderungsausschluss. Dieser bedeutet, dass die Abrechnung an sich und die Verrechnung der Kosten mit den gezahlten Vorschüssen zwar wirksam sind, der Vermieter kann jedoch keine eventuell auftretenden Nachforderungen geltend machen. Voraussetzung dafür ist immer, dass der Vermieter die Nichteinhaltung der Fristen selbst zu vertreten hat. Auf das Guthaben eines Mieters hat dieser Nachforderungsausschluss keinerlei Wirkung, es bleibt bestehen und ist ihm entweder auszuzahlen oder zukünftig zu verrechnen. Eventuelle Forderungen, welche der Vermieter für den Abrechnungszeitraum hat, können nicht mehr beim Mieter geltend gemacht werden, sondern müssen vom Vermieter selbst getragen werden.

Der Abrechnungszeitraum für welchen der Vermieter eine Nebenkostenabrechnung erstellt, darf maximal 12 Monate umfassen. Ist der Zeitraum länger, führt dies in der Regel zur Unwirksamkeit der Nebenkostenabrechnung und der Mieter ist nicht verpflichtet diese zu begleichen, bis ihm eine gültige Nebenkostenabrechnung zugeht. Auch hier gilt die Jahresfrist nach Ende eines Abrechnungszeitraums. Der Einfachheit halber erstellen Vermieter die Mietnebenkostenabrechnung meist für ein Kalenderjahr (1.1. bis 31.12.) oder beispielsweiße im Zeitraum vom 1.5. bis 30.4.

Der Abrechnungszeitraum der Nebenkosten beträgt immer 12 Monate. Auch wenn der Mieter unterjährig ein- oder auszieht, müssen die Gesamtkosten für das ganze Abrechnungsjahr angegeben und dann der Anteil für die Dauer der Nutzung ausgerechnet werden. Die Mehrkosten für die Erstellung einer solchen Abrechnung können dem Mieter jedoch nicht angerechnet werden.

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Diese Fristen müssen Mieter bei der Nebenkostenabrechnung beachten

Fristen welche für den Mieter gelten haben keinerlei Einfluss auf die Wirksamkeit der Nebenkostenabrechnung, sondern beziehen sich ausschließlich auf die Möglichkeit des Mieters, Widerspruch gegen eine vom Vermieter erstellte Nebenkostenabrechnung einzulegen.

Nach Zugang der Nebenkostenabrechnung hat der Mieter maximal 12 Monate Zeit, die Abrechnung zu prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einzulegen.  Außerdem ist er nach Zugang der Nebenkostenabrechnung verpflichtet, jene innerhalb von 30 Tagen zu begleichen. Hat er den Verdacht, dass die Nebenkostenabrechnung eventuell falsch sein könnte, empfiehlt sich in jedem Fall eine Zahlung unter Vorbehalt.

Man bedenke als Mieter jedoch immer, dass ein Widerspruch und alles was auf jenen folgt, Zeit in Anspruch nimmt und meist nicht innerhalb weniger Tage umsetzbar ist. Daher ist es für Mieter nicht ratsam bis kurz vor Ablauf ihrer 12 Monatsfrist mit einem Widerspruch zu warten.

Es ist jedoch zu unterscheiden zwischen der 12 Monats (Abrechnungs-)Frist für Vermieter und der 12 Monats (Wiederspruchs-)Frist für Mieter. Die Möglichkeit dass beide Zeiträume zeitgleich sind ist praktisch unmöglich, denn nach dem Abrechnungszeitraum braucht der Vermieter bzw. die zuständige Hausverwaltung meist einige Zeit die Nebenkostenabrechnung zu erstellen. Die Zeit unmittelbar nach Ablauf der Abrechnungsfrist eignet sich für den Mieter an sich am besten für einen Widerspruch. Nach Ablauf der 12 monatigen (Abrechnungs-)Frist für den Vermieter, ist jener nicht mehr berechtigt die Rechnung einfach nachzubessern oder gar nach oben zu korrigieren. Formelle Fehler in der Abrechnung können dazu führen, dass der Mieter die von diesem Fehler betroffene Position nicht mehr zahlen muss. Hierfür ist es von entscheidender Wichtigkeit dass der Mieter bei der Zahlung der Nebenkostenabrechnung darauf achtet eine Zahlung unter Vorbehalt anzuweisen.

Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihre Abrechnung richtig ist, raten wir grundsätzlich eine Prüfung durch Experten in Erwägung zu ziehen.

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