Hausreinigung in der Nebenkostenabrechnung

Menschen fühlen sich in einer sauberen Umgebung meist wohler und sicherer. Nicht nur in den eigenen vier Wänden soll es sauber sein, auch die Hausflure in Miethäusern tragen zum Wohlfühl-Faktor bei. Für die Sauberkeit der eigenen Räume ist der Mieter natürlich selbst verantwortlich. Für die gemeinschaftlich genutzten Flächen kommt es darauf an, was mietvertraglich vereinbart wurde. 

hausreinigung-in-der-nebenkostenabrechnung

Inhalt:

Der Posten der Gebäudereinigung in den Nebenkosten

Nach dem, was zwischen Vermieter und Mietern in schriftlicher Form vereinbart wurde, muss sich der Vermieter auch richten.

Eine verbreitete Lösung ist, dass die Mieter die Treppenhäuser in Eigenregie putzen und für Sauberkeit sorgen. In kleineren Häusern ist das auch meist unproblematisch, solange sich jede Partei daran hält. Diese Regelung ist in diesem Fall mietvertraglich vereinbart, das bedeutet, dass der Vermieter keine Gebäudereinigung in den Nebenkosten in Rechnung stellen darf. Selbst dann ist der Mieter jedoch nicht dazu verpflichtet, übermäßige Verschmutzung zu entfernen. Damit ist zum Beispiel die Beseitigung von Graffitis eine Aufgabe des Vermieters, die er auch immer zu tragen hat.

Wenn ein Mieter seiner im Mietvertrag festgelegten Putz-Pflicht nicht nachkommt, kann der Vermieter zwar eine Reinigungsfirma beauftragen, die Kosten jedoch nicht auf alle Mieter umlegen. Er muss dem Mieter zuvor drei Abmahnungen schicken, bevor er einen Dritten mit der Treppenhausreinigung beauftragt. Nur von dem einen Mieter kann er dann im Anschluss die Kosten fordern. Das gilt auch dann, wenn der Vermieter in eigener Person sich um die Treppenhausreinigung kümmert.
Es gibt auch noch die Variante, dass der Hausmeister die Reinigung vornimmt, dann sind jedoch die Kosten im Gehalt mit inbegriffen und somit abgegolten. Die Hausreinigung darf dann nicht mehr in der Nebenkostenabrechnung auftauchen.

Was ist unter „regelmäßiger Reinigung“ zu verstehen?

Jeder hat eine unterschiedliche Auffassung von Regelmäßigkeit. Häufigkeit und Intensität richten sich nach dem Verschmutzungsgrad und der Wohngegend. Einmal in der Woche zu reinigen sollte in der Regel ausreichen. Dreimal in der Woche zu reinigen gilt unter normalen Umständen als unangemessen. Versucht der Vermieter, eine übermäßige Reinigung der Räumlichkeiten dauerhaft auf die Mieter umzulegen, können diese hier Widerspruch erheben. Dies betrifft auch repräsentative Gebäude, in denen Wohn- und Gewerberäume enthalten sind.

Umlage von Putzmitteln und Maschinen

Die benötigten Putzmittel, welche im direkten Bezug zur Treppenhausreinigung stehen, sind vollkommen umlagefähig. Auch dann, wenn die Mieter selbst sich um die Reinigung kümmern, kann der Vermieter die Reinigungsmittel auf sie umlegen, wenn er diese bezahlt hat.

Kosten für Putzmaschinen etc. hingegen sind nicht von den Mietern zu tragen. Beispielsweise kann die Anschaffung einer Bodenpoliermaschine nicht auf die Mieter umgelegt werden, nur die dabei entstehenden und laufenden Betriebskosten wie Strom und Wasser zahlen die Mieter. Die Kosten für Ersatzteile der entsprechenden Maschinen hat ausschließlich der Vermieter zu tragen. 

Zahlreiche namhafte Kooperationspartner beanspruchen jährlich die Mineko Prüfung der Nebenkostenabrechnung.