So werden Kosten für Schornsteinfeger in der Nebenkostenabrechnung richtig berechnet

Der Schornsteinfeger kommt ein- bis zweimal jährlich ins Haus. Dafür berechnet er Kehrgebühren, sowie die Kosten für die Feuerstättenschau und die Abgasmessung. Sind diese Kosten als Nebenkosten umlagefähig und somit vom Mieter zu übernehmen? Oder ist hierfür der Vermieter zuständig?

Der Regelfall für Schornsteinfeger-Kosten in der Nebenkostenabrechnung

Die gesamten Gebühren für Arbeiten, die vom Schornsteinfeger durchgeführt werden, können dem Mieter über die Heizkostenabrechnung belastet werden. Das betrifft alle Wohnungen, die über eine Zentralheizung mit Wärme versorgt werden. Bei einer Gasetagenheizung oder einem Einzelofen, können die Schornsteinfegergebühren separat unter einer gesonderten Kostenposition in der Betriebskostenabrechnung ausgewiesen und somit auf den Mieter übertragen werden.

Voraussetzungen für die Umlage der Schornsteinfeger-Kosten in der Nebenkostenabrechnung

Ob auch die Schornsteinfegergebühren auf den Mieter umlegt werden dürfen, regeln die Betriebskostenverordnung und der Mietvertrag. Die gesamten Kosten gehören zu den laufenden öffentlichen Lasten und sind somit nach § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) grundsätzlich auf den Mieter umlegbar. Wie alle anderen Betriebskosten müssen die Kosten für den Schornsteinfeger regelmäßig entstehen. Regelmäßig bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese jedes Jahr anfallen. Eine Regelmäßigkeit liegt auch vor, wenn Betriebskosten nur alle fünf Jahre entstehen. Nicht umlagefähig sind hingegen die Schornsteinfegergebühren, die nach Neubau einer Zentralheizungsanlage als einmalige Abnahmegebühr anfallen.

Die Umlage der Kosten des Schornsteinfegers entscheidet der Mietvertrag

Die Übernahme der Schornsteinfegerkosten muss mietvertraglich wirksam vereinbart worden sein. Gesetzlich geregelt ist in § 556 BGB lediglich, dass die Vertragsparteien die Übernahme der Betriebskosten durch den Mieter vereinbaren können. Somit müsste ein Mieter ohne eine gültige Vereinbarung nur die Grundmiete bezahlen. Das ist heutzutage allerdings eher die große Ausnahme. Für die Weitergabe der Schornsteinfegerkosten an den Mieter reicht eine Mietvertragsklausel, die auf § 2 BetrKV verweist, der eine Aufzählung aller zulässigen Betriebskostenarten enthält. Schlichte Übertragungsklauseln wie „Der Mieter trägt sämtliche Betriebskosten“ sind für die Umlagefähigkeit unzureichend.

Und gerade das ist nach unserer Erfahrung eine große Fehlerquelle in den Nebenkostenabrechnungen. Falls Ihre Abrechnung solch einen Verweis aufweist, empfehlen wir dringend die Prüfung Ihrer Abrechnung. Wir können das gern für Sie übernehmen.

Steuerliche Aspekte

Auch Mieter können die Kosten für sogenannte haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen. Zu den haushaltsnahen Handwerkerleistungen zählen Teile der Schornsteinfegerkosten, die der Mieter im Rahmen der jährlichen Nebenkostenabrechnung übernimmt. Dies betrifft vorrangig die Kosten für das Kaminkehren. Die Feuerstättenschau oder die Abgasmessung bei Heizungsanlagen gelten hingegen seit 2014 als reine Gutachtertätigkeiten und sind nicht mehr als haushaltsnahe Handwerkerleistung absetzbar.

Wie können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

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