Nebenkosten der Gartenpflege – was ist erlaubt?

Für die Gartenpflege anfallende Kosten sind auf Mieter umlagefähig, wenn im Mietvertrag die umlagefähigkeit für diese Kosten zwischen Vermieter und Mieter festgelegt wurde. Ist dies nicht der Fall müssen Mieter auch nicht für Kosten der Gartenpflege aufkommen. Generell gilt, wie auch für alle anderen Nebenkosten, dass nur Kosten umlegbar sind welche regelmäßig anfallen. Sollte ein Garten nur für einen oder wenige Mieter zugänglich und nutzbar sein, sollten andere Mieter nicht für Kosten der Gartenpflege mit aufkommen.

Inhalt:

Regelmäßige Kosten sind grundsätzlich umlagefähig

Grundsätzlich lässt sich zu Gartenarbeiten in der Nebenkostenabrechnung sagen: Arbeiten, die durch einen Gärtner regelmäßig zur Pflege und Instandhaltung des Gartens ausgeführt werden, sind auf alle Mieter umlagefähig.

Dazu gehören auch die dabei entstehenden Kosten wie zum Beispiel Benzin und Öl für den Rasenmäher, Wasser zum Gießen der Pflanzen, Kosten für die Wartung oder Reparatur von Geräten sowie Dünger und Saatgut. Weitere Aufgaben die einem Gärtner zufallen und umlegbar sind, sind neben der Schädlingsbekämpfung und der Pflege von Pflanzen auch der Abtransport von Laub oder anderen Gartenabfällen. Für die Beschneidung von Bäumen können die Kosten nur umgelegt werden, wenn die Arbeiten periodisch statt finden, sprich die Kosten wiederkehrend anfallen.

Achtung: Nicht alle Kosten sind umlagefähig!

Auch wenn der Vermieter viele der anfallenden Kosten auf die Mieter umlegen kann: Kosten für die Anschaffung von Gartengeräte sind in der Regel nicht auf die Mieter umlegbar, da sie nicht regelmäßig anfallen. Des Weiteren sind Pflanzen, welche nicht ersetzt sondern neu gekauft bzw. gepflanzt werden, nicht umlagefähig. Das bedeutet, dass beispielsweise die Kosten für den Austausch eines Baumes, der schon lange auf dem Grundstück stand, jetzt aber morsch oder krank ist, umlagefähig sind. Entscheidet der Vermieter jedoch, einen neuen Baum dort zu pflanzen, wo zuvor keiner stand, kann er diese Kosten nicht auf die Mieter umlegen.

Ein Grundsatz, der sich einfach merken lässt: Alle Kosten, die mit Neuanschaffungen bzw. der Neuanlegung von Bepflanzung zu tun hat, können nicht umgelegt werden. Falls Wege neu angelegt werden oder große Bäume gefällt und nicht ersetzt werden, sind diese Kosten auch nicht umlagefähig.

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Was, wenn ein Mieter den Garten alleine nutzt?

Für den Fall, dass ein Mieter einen Garten oder einen Teil des Gartens alleine nutzt, muss dieser für alle anfallenden Kosten selbst aufkommen. Ausnahme: Im Mietvertrag wurde festgelegt, dass sich der Vermieter um die Gartenpflege kümmert und die Betriebskosten auf den Mieter umlegt. Wird im Mietvertrag vereinbart, dass sich der Mieter selbst um die Gartenpflege kümmert, muss er dieser Aufgabe auch ordnungsgemäß nachkommen. Der Vermieter sollte im Mietvertrag bestenfalls auch festlegen, welche Arbeiten vom Mieter in welchen Abständen im Garten auszuführen sind.

Kommt der Mieter diesen Aufgaben nicht ordnungsgemäß nach, ist er für die daraus entstehenden Schäden schadensersatzpflichtig. Auch eine Kündigung kann die Folge sein.

Wie werden die Kosten auf die Mieter verteilt?

Dem Vermieter steht es frei, wie er die Kosten unter den Mietern verteilt. Er muss dafür einen Verteilerschlüssel bestimmen, der sich entweder nach Anzahl der Haushalte, Anzahl der Personen pro Haushalt oder nach Quadratmeterfläche pro Haushalt errechnet.

Des Weiteren hat sich der Vermieter bei der Wahl des Gärtners bzw. des Gärtnerei-Betriebs an den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu halten. Das bedeutet, dass der Vermieter sich bemühen muss, für die Mieter das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu suchen. Dieser Grundsatz würde zum Beispiel verletzt werden, wenn der Vermieter bei der Auswahl eines geeigneten Gärtnerei-Betriebs nicht mindestens drei Vergleichsangebote einholt.

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