Gartenpflege in der Nebenkostenabrechnung

Nebenkosten der Gartenpflege

Für die Gartenpflege anfallende Kosten sind auf Mieter umlagefähig, wenn im Mietvertrag die umlagefähigkeit für diese Kosten zwischen Vermieter und Mieter festgelegt wurde. Ist dies nicht der Fall müssen Mieter auch nicht für Kosten der Gartenpflege aufkommen. Generell gilt, wie auch für alle anderen Nebenkosten, dass nur Kosten umlegbar sind welche regelmäßig anfallen. Sollte ein Garten nur für einen oder wenige Mieter zugänglich und nutzbar sein, sollten andere Mieter nicht für Kosten der Gartenpflege mit aufkommen.

Regelmäßige Kosten sind umlegbar

Arbeiten die durch einen Gärtner regelmäßig zur Pflege des Gartens ausgeführt werden, sind auf alle Mieter umlegbar. Dazu gehören auch die dabei entstehenden Kosten wie zum Beispiel Benzin für den Rasenmäher, Wasser zum Gießen, Kosten für die Wartung oder Reparatur von Geräten sowie Dünger und Saatgut. Weitere Aufgaben die einem Gärtner zufallen und umlegbar sind, sind neben der Schädlingsbekämpfung und der Pflege von Pflanzen auch der Abtransport von Laub oder anderen Gartenabfällen. Für die Beschneidung von Bäumen können die Kosten nur umgelegt werden, wenn sie periodisch statt finden.

Nicht alle Kosten sind umlagefähig

Kosten für die Anschaffung von Gartengeräte sind in der Regel nicht auf die Mieter umlegbar da sie nicht regelmäßig anfallen. Des Weiteren sind Pflanzen welche nicht ersetzt sondern neu gekauft bzw. gepflanzt werden nicht umlegbar. Das heißt dass ein Baum welcher schon immer auf dem Grundstück stand jetzt aber morsch oder krank ist und deshalb ausgetauscht werden muss, umlagefähig ist. Entscheidet der Vermieter jedoch einen neuen Baum zu pflanzen wo zuvor keiner stand, kann er diese Kosten nicht auf die Mieter umlegen. Alles was mit Neuanschaffungen bzw. der Neuanlegung von Bepflanzung zu tun hat, kann nicht umgelegt werden. Falls Wege neu angelegt werden oder große Bäume gefällt und nicht ersetzt werden, sind diese Kosten auch nicht umlegbar.

Für den Fall das ein Mieter einen Garten oder einen Teil des Gartens alleine nutzt muss der Mieter für alle anfallenden Kosten selbst bezahlen, außer im Mietvertrag wird festgelegt dass sich der Vermieter  um die Gartenpflege kümmert und die Betriebskosten auf den Mieter umlegt. Wird im Mietvertrag vereinbart, dass sich der Mieter selbst um die Gartenpflege kümmert muss er dieser Aufgabe auch ordnungsgemäß nachkommen. Der Vermieter sollte dort auch deutlich machen welche Arbeiten vom Mieter regelmäßig im Garten ausgeführt werden müssen. Kommt der Mieter diesen Aufgaben nicht ordnungsgemäß nach ist er für die daraus entstehenden Schäden schadensersatzpflichtig.

Wie werden die Kosten verteilt

Dem Vermieter steht es frei wie er die Kosten unter den Mietern verteilt. Er muss dafür einen Verteilerschlüssel bestimmen der sich entweder nach Anzahl der Haushalte, Anzahl der Personen pro Haushalt oder nach Quadratmeterfläche pro Haushalt errechnet.

Des Weiteren hat sich der Vermieter bei der Wahl des Gärtners bzw. des Gärtnereibetriebs an den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu halten. Dieser würde zum Beispiel verletzt werden, wenn er bei der Auswahl eines Gärtnereibetriebs nicht mindestens drei Vergleichsangebote einholt.