Mängelbeseitigung bei Wohnanlagen

Mängelbeseitigung in den Nebenkosten

Überall wo der Mensch Hand anlegt, können Fehler passieren, so auch im Bauwesen.

Viele Bauherren und Vermieter sehen sich vielerorts Mängeln an ihrer Wohnanlage ausgesetzt, die aus baulichen Verfehlungen oder Materialfehlern resultieren. Diese Mängel zu beseitigen frisst nicht selten hohe Beträge, die jeder Vermieter natürlich zu gern durch Mieter in den Nebenkosten finanzieren oder wenigstens mitfinanzieren lassen würde.

Mängelbeseitigung bei Wohnanlagen

In einer Wohnanlage kommen in der Bauphase unterschiedlichste Gewerke zusammen, um etwas zu errichten was später mehr als die Summe der einzelnen Teile sein soll: Eine Heimat für Mieter, Gewerbe und Menschen, ein Ort zum Wohlfühlen und ein wärmendes Zuhause.

Diese Miet-Romantik bröckelt im wahrsten Sinne des Wortes nach einiger Zeit, wenn sich im Mauerwerk Risse auftun oder die Dämmung der Wohnungen versagt.

Als Mangel kann ebenfalls eine korrekte Erbauung gelten, wenn sie im Inhalt vom Auftrag abweicht. Eine andere Materialart bei Fliesen oder Treppen kann eine Mängelrüge an den Handwerker und eine Ausbesserung in form der Mängelbeseitigung nach sich ziehen.

Neben ‚kosmetischen‘ Mängeln können die Mieter gleichwohl auch unter deutlich heftigeren Unzulänglichkeiten im Bau leiden. Bei Wasserrohrbrüchen oder dem Versagen von Dichtungen, weil die Werksleistungen defizitär erledigt wurden, hört die Liebe auf.

Spätestens wenn die Heizung versagt oder es sanft auf das Haupthaar von der Decke der Wohnung tröpfelt ist auch der Mieter sehr daran interessiert, die Mängel schnell beseitigen zu lassen. Doch kann er selbst an den Kosten beteiligt werden oder muss der Mieter sie gar komplett übernehmen, wenn sie seine eigene Mietwohnung betreffen?

Wer trägt die Kosten der Mängelbeseitigung?

Zunächst entstehen dem Vermieter durch diese Mängelbeseitigung erhebliche Kosten, die er nicht zwingend in jedem Fall vom Handwerker erstattet bekommt. Zudem will nicht nur der Schaden selbst behoben werden: Meist fallen durch die Nachbesserung Begleitschäden an, bei denen die Hausverwaltung tief in die Tasche greifen muss.

Doch die Mängelbeseitigung versteht man als Teil der Instandhaltung und Instandsetzung. Und dieser Posten ist nicht umlagefähig auf die Mieter. Kurz gesagt, der Vermieter kann die Kosten für die Mängelbeseitigung nicht in die Nebenkostenabrechnung aufnehmen. Die Kosten für die Instandsetzung sind bereits Teil der Mieter und sind damit präventiv abgegolten.

Die Schadenaufwendungen können auch darüber hinaus durch entsprechende Versicherungen aufgefangen werden. Der Vermieter kann die Mängelbeseitigungs-Kosten von seiner Betriebshaftpflicht abdecken lassen.

Sollten also Mieter in ihrer Nebenkostenabrechnung Kostenpositionen entdecken, die auf eine Mängelbeseitigung hindeuten ist dies ein Widerspruchsgrund.

Der Vermieter ist nicht selten selbst im Ungewissen, welche Kosten er auf die Mieter umlegen darf. Ist der Paragraphen-Wald der Betriebskostenverordnung zu dicht, kann eine fehlerhafte Abrechnung resultieren.

Eine Prüfung kann dem Mieter dort die nötige Gewissheit bringen, ob die richtigen Nebenkosten vorliegen.