Die Hausratversicherung

Die Hausratversicherung schützt den kompletten Hausrat einer Wohnung oder eines Hauses. Dazu gehören Möbel, Kleidung, alle Haushaltsgegenstände und auch alle Elektrogeräte sowie die Elektronik wie Fernseher, Computer, Radios etc. Das Fahrrad ist ebenfalls versichert, wenn es aus der Wohnung oder dem Keller gestohlen wird und dieser als Nebengelass zur Wohnung gehört. Der Diebstahl des Rades auf der Straße lässt sich zusätzlich versichern. Der Schutz über die Versicherung erstreckt sich auch auf den Garten, allerdings müssen dessen Möbel und Geräte in einem abgeschlossenen Raum aufbewahrt werden.

hausratversicherung

Inhalt:

Welche Schäden sind versichert?

  • Einbruchdiebstahl
  • Feuer
  • Blitzschlag
  • Leitungswasser
  • Explosion oder Implosion
  • Über- und Unterspannung (Schaden an der Elektronik)
  • Hagel
  • Sturmschäden ab Windstärke 8 (Beleg durch den regionalen Wetterdienst)

Zusätzliche Vertragselemente beinhalten besondere Schäden wie beispielsweise den Fahrraddiebstahl auf der Straße, wobei bestimmte Anforderungen gestellt werden. So muss ein versichertes Fahrrad auf der Straße beim Diebstahl angeschlossen gewesen sein, damit der Schaden reguliert wird. Im Fahrradkeller ist das Anschließen des Rades nicht zwingend nötig, wenn der Keller permanent verschlossen ist.

Auch auf Reisen ist der Hausrat in einem gewissen Umfang versichert. Hierbei gelten je nach Versicherer bestimmte Obergrenzen (zum Beispiel 5.000 Euro) und in der Regel auch eine Selbstbeteiligung (zum Beispiel 150 Euro). Auch Ersatzbeschaffungen können bis beispielsweise 500 Euro versichert sein, wenn im Urlaub das Reisegepäck zu spät ankommt.

Die Definition des GDV zum versicherten Eigentum

Der GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherer) definiert das versicherte Eigentum als „gesamtes bewegliches Eigentum in der Wohnung sowie in den zur Wohnung gehörenden Nebenräumen (Keller, aber auch Dachboden, Waschküche, Garage etc.)“. Als Beispiele für versicherte Sachen werden genannt:

  • Möbel
  • Kleidung
  • Teppiche und Lampen
  • Computer, Fernseher, Radios, sonstige Elektronik
  • Elektrogeräte wie Kühlschrank, Staubsauger, Waschmaschine, Toaster, Mixer, Herd (alle beweglichen Elektrogeräte)
  • Bücher
  • Werkzeuge, Fahrräder, Gartengeräte im abgeschlossenen Nebengelass
  • Kinderspielzeug
  • Geschirr
  • Nahrungsmittel und Tierfutter
  • Bargeld bis zu einer festgelegten Grenze (in der Regel 1.000 bis 2.000 Euro oder 1 % der Versicherungssumme)
  • Schmuck und andere Wertsachen, wenn sie gesichert aufbewahrt wurden (Safe)
  • Antiquitäten und teure Musikinstrumente, wenn sie in der Inventarliste enthalten waren

Bei hohen Werten ist die Inventarliste für die Regulierung entscheidend. Viele Menschen wissen gar nicht, welche Werte sie im Haushalt haben. Daher empfiehlt sich in regelmäßigen Abständen von rund zwei bis vier Jahren eine Überprüfung des Inventars und der Abgleich mit der Versicherungssumme, damit keine Unterversicherung droht. Sollte diese bestehen, reguliert der Versicherer den Schaden nur anteilig.

Ein Beispiel: Durch einen Wohnungsbrand wurden Teile des Inventars vollständig, andere Teile nur teilweise zerstört. Ein wertvoller antiker Schrank etwa war vom Feuer nicht unmittelbar betroffen (nur vom Rauch und der Hitze), er lässt sich restaurieren. Es bestand aber eine Unterversicherung von 30 %, weshalb der Versicherer nur 70 % der Schadenssumme ersetzt, wozu auch die Restaurationskosten für den antiken Schrank gehören.

An welchen Preisen orientiert sich die Regulierung?

Über die Hausratversicherung erhalten die Versicherungsnehmer den Wiederbeschaffungspreis. Das bedeutet eine Summe, welche die Anschaffung eines vergleichbaren Gegenstands zum aktuellen Marktpreis ermöglicht. Dieser kann über oder unter dem damaligen Kaufpreis liegen. Der Versicherungsnehmer darf sich die gestohlenen oder zerstörten Gegenstände neu anschaffen.

Wiederum ein Beispiel: Der zerstörte Kühlschrank fasste 93 Liter und hatte ein ***Gefrierfach mit 13 Litern Fassungsvermögen. So einen Kühlschrank kann sich der Geschädigte neu anschaffen, auch wenn der zerstörte Kühlschrank schon sechs Jahre alt war. Manche Stücke des Inventars lassen sich aber reparieren. In diesem Fall kommt der Versicherer für die Reparaturkosten auf. Wieder andere Gegenstände sind im Wert gemindert, lassen sich aber auch ohne Reparatur weiter nutzen. Der Versicherer erstattet dann die Wertminderung.

Sonderkosten der Regulierung sind das Auswechseln von Schlössern nach einem Einbruchdiebstahl, Aufräum- und Entsorgungsarbeiten sowie Hotelübernachtungen nach einem Wohnungsbrand, wobei hier von Fall zu Fall Grenzen gelten. Die Versicherung bezahlt zwar die Instandsetzung der Wohnung (Renovierungskosten), aber nicht einen 14-tägigen Aufenthalt der Familie in einem First-Class-Hotel während der Renovierung.

Wie findet die Regulierung statt?

Der Schaden muss dem Versicherer zeitnah gemeldet werden. Zeitnah bedeutet praktisch bei jedem Versicherer eine Frist von drei Tagen. Bei kriminellen Handlungen, aber auch bei unklaren Ursachen etwa eines Wohnungsbrands oder anderer Schäden (vorrangig Leitungswasser) ist umgehend die Polizei zu informieren.

Ein Leitungswasserschaden wird sehr oft von einem Nachbarn (in einer höher gelegenen Wohnung) verursacht. Sollte dieser Nachbar fahrlässig oder gar vorsätzlich gehandelt haben, dürfte seine Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen. Wenn er keine Haftpflichtversicherung hat, nimmt ihn die Hausratversicherung des Geschädigten nötigenfalls in Regress. Nach der Meldung an den Versicherer schaut sich ein Gutachter der Gesellschaft den Schaden an und ermittelt die Schadenshöhe. Er fertigt ein Schadenprotokoll an, für das eine vorhandene Inventarliste eine sehr gute Basis darstellt. Danach erfolgt dann die Regulierung.

Zahlt die Hausratversicherung bei grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers?

Diese Frage ist spannend, denn eigentlich schließen Versicherungen eine Regulierung bei grober Fahrlässigkeit aus bzw. nehmen den Versicherungsnehmer in Regress. Bei den Hausratversicherungen hat sich aber fast flächendeckend der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit als Standard durchgesetzt. Dieser Verzicht muss natürlich eine explizite Vertragsklausel sein. Es gibt Versicherer, die für diese Klausel einen sehr geringfügigen Aufpreis verlangen, den Versicherungsnehmer dann bezahlen sollten. Grobe Fahrlässigkeit kommt im Prinzip alle Tage vor.

Der Klassiker ist das auf der Wäsche vergessene heiße Bügeleisen, das einen Brand verursacht, was zwar modernere Bügeleisen ausschließen (sie schalten automatisch ab), aber vielleicht haben Sie ja noch ein älteres Bügeleisen. Sie mussten schnell vor die Tür, um nach Ihrem Kind zu schauen. Das Kind war nicht gleich aufzufinden. Sie haben in Sorge um das Kind das Bügeleisen vergessen, die Wohnung brennt ab. Das ist grobe Fahrlässigkeit. Sie kann aber in der Versicherungspolice als Einwand gegen eine Regulierung ausgeschlossen werden.

Hausratpolice und Umzug

Bei einem Umzug zieht die Police automatisch mit. Der Versicherer muss natürlich darüber informiert werden. Es gilt sogar für einen begrenzten Zeitraum der Versicherungsschutz für beide Wohnungen. Nur während des Transports der Möbel und des Hausrats beim Umzug ruht der Versicherungsschutz. Wenn zwei Personen zusammenziehen, können sie eine der beiden Policen kündigen, sollten aber bei einer Vergrößerung des Hausstands in der gemeinsamen Wohnung die Versicherungssumme anpassen.

Baustein Außenversicherung

Dass der Versicherungsschutz auch auf Reisen gilt, wurde schon erwähnt. In diesem Fall gibt es eine Zeitbegrenzung von in der Regel drei Monaten. Für ein zum Haushalt gehörendes Kind gilt aber die Außenversicherung ohne zeitliche Einschränkung, wenn das Kind auswärts eine Ausbildung bzw. ein Studium absolviert und dabei in einer WG lebt, aber noch keinen eigenen Haushalt hat.

Kündigung einer Hausratversicherungspolice

Für die Police gilt das Versicherungsjahr, welches das Kalenderjahr sein kann, aber nicht muss. Das geht aus der Police hervor. Die Kündigung (beispielsweise wegen des Umzugs zu einem Partner oder wegen eines besseren Angebots nach einem Vergleich) muss drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahrs beim Versicherer eingehen.

Sind die Kosten für die Hausratsversicherungspolice steuerlich absetzbar?

Nur in Grenzen. Wenn sich im Haushalt ein Arbeitszimmer befindet, das steuerlich abgesetzt werden kann, gehören zu diesem auch die anteiligen Kosten für die Hausratspolice. Sie sind sehr klein, aber Sparfüchse setzen sie ab. Ansonsten sind die Policenkosten nicht steuerlich absetzbar.

Die Hausratversicherung der Allianz

Im Vergleich verschiedener Anbieter versichert die Allianz Ihren Hausrat sehr günstig. Sie schlägt eines von drei Paketen vor:

  • Einzelversicherung: ab 2,90 Euro pro Monat für die reine Versicherung des Hausrats
  • Kombiversicherung: ab 6,50 Euro pro Monat (gut geeignet für Wohnungen bis 75 m²) mit inkludiertem Internetschutz, Schutz des Reisegepäcks und Schutz bei Elementarschäden sowie optionalem Fahrradschutz außerhalb des Hauses
  • Paketversicherung: ab 11,40 Euro pro Monat als frei konfigurierbares Paket für individuelle Bedürfnisse, zu denen neben dem Schutz des Hausrats auch die Privathaftpflicht, der Rechtsschutz, eine Unfallversicherung und eine Hundehalterhaftpflichtversicherung gehören können, wobei Ersparnisse bis zu 20 % im Vergleich zu den Einzelversicherungen möglich sind

Die genannten Preise repräsentieren die günstigste Untergrenze.

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