Hausmeister

Falls ein Vermieter für die Pflege eines Hauses einen Hausmeister beschäftigt, sind die dafür entstehenden Kosten auf alle Mieter umlegbar. Voraussetzung dafür ist, dass Vermieter und Mieter sich im Mietvertrag auf die Umlage von Nebenkosten geeinigt haben.

Ein Hausmeister darf nur für ihn typische Aufgaben ausführen, zu welchen in keinem Fall Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten gehören. Auch Arbeiten wie Wohnungsübergaben oder Besichtigungen sowie die Koordinierung von Handwerkern sind nicht Teil der Aufgaben eines Hauswarts. Da diese Arbeiten dem Vermieter selbst zufallen und nicht auf Mieter umlegbar sind, kann ein Hausmeister für diese nur entlohnt werden, wenn diese nachvollziehbar sind und getrennt mit dem Vermieter abrechnet werden.

Viele Vermieter, die einen Hauswart auch nicht umlagefähige Aufgaben ausführen lassen, wenden hier regelmäßig einen Instandhaltungs- und Verwaltungskostenabzug an. Unabhängig davon sollte es für Mieter bei einer Belegeinsicht möglich sein, durch eine vom Hausmeister geführte Stundenliste genau nachzuvollziehen, wann er welche Aufgaben ausgeführt hat. Des Weiteren dürfen Vermieter Fahrt- und Telefonkosten sowie Anschaffungskosten für Arbeitsmittel und Geräte nicht auf Mieter umlegen.

Zu den typischen Aufgaben eines Hausmeisters gehören:

  • die Reinigung der von allen Mietern genutzten Flure und Treppenhäuser
  • die Reinigung der Straße
  • die Pflege des Gartens (falls vorhanden)
  • die Bedienung und Kontrolle der hauseignen technischen Anlagen

Die Entlohnung eines Hausmeisters setzt sich aus Arbeitslohn, Sozialversicherungsbeiträgen sowie allen anderen geldwerten Leistungen, die ihm für seine Arbeit bezahlt werden, zusammen. Falls ein Vermieter nicht einen einzelnen Hauswart, sondern einen Dienstleister für die Pflege des Hauses beauftragt hat, kann er die hierfür entstehenden Kosten inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer gegenüber seinen Mietern geltend machen. Sollte sich ein Vermieter (oder einer seiner Angestellten) um die Pflege des Hauses kümmern, kann er diese Arbeiten auch zu einem ortsüblichen Satz (ohne der gesetzlichen Mehrwertsteuer) auf seine Mieter umlegen. Kümmern sich ein oder mehrere Mieter um die Pflege des Hauses, kann ihnen ein Mietnachlass gewährt werden, welcher über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieterschaft umgelegt werden kann.