Betriebskosten der Entwässerung

Die Kosten, welche von einem Mieter durch Abwasser entstehen, können vom Vermieter durch die Nebenkosten auf Mieter umgelegt werden. Voraussetzung dafür ist, dass Mieter und Vermieter sich im Mietvertrag auf die Umlage von Nebenkosten geeinigt haben.

Den größten Teil der Entwässerungskosten machen die Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung durch eine öffentliche Entwässerungseinrichtung, die sogenannten Kanal- oder Sielgebühren, aus. Des Weiteren sind auch Kosten, welche durch den Betrieb einer nicht öffentlichen Kläranlage oder einer Sicker- bzw. Klärgrube entstehen, und die Kosten des Betriebs einer Entwässerungspumpe Bestandteil der Entwässerungsgebühren.

Unabhängig vom eigentlichen Verbrauch entstehen für den Mieter auch Grundgebühren für den Anschluss bzw. den zur Verfügung gestellten Zähler.

Bestimmte Kosten dürfen vom Vermieter bezüglich der Entwässerungskosten jedoch nicht auf den Mieter umgelegt werden. Hierzu gehören neben den Reparatur- und Instandhaltungskosten auch die Anschlussgebühren an das Abwassernetz. Bei der Berechnung der für den jeweiligen Mieter anfallenden Kosten wird in der Regel der Gesamtverbrauch des Hauses ins Verhältnis zum individuellen Verbrauch gesetzt.