Betriebskosten der Entwässerung – Zusammensetzung und Umlage

Die Kosten, welche von einem Mieter durch Abwasser entstehen, können vom Vermieter durch die Nebenkosten auf Mieter umgelegt werden. Voraussetzung dafür ist, dass Mieter und Vermieter sich im Mietvertrag auf die Umlage von Nebenkosten geeinigt haben.

Inhalt:

Woraus setzen sich die Kosten für die Entwässerung zusammen?

Den größten Teil der Entwässerungskosten machen die Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung aus. Diese fallen durch eine öffentliche Entwässerungseinrichtung an, die sogenannten Kanal- oder Sielgebühren. Des Weiteren sind auch Kosten, welche durch den Betrieb einer nicht öffentlichen Kläranlage oder einer Sicker- bzw. Klärgrube entstehen, sowie die Kosten des Betriebs einer Entwässerungspumpe Bestandteil der Entwässerungsgebühren.

Unabhängig vom eigentlichen Verbrauch entstehen für den Mieter auch Grundgebühren für den Anschluss bzw. den zur Verfügung gestellten Zähler.

Welche Kosten dürfen nicht auf den Mieter umgelegt werden?

Bestimmte Kosten dürfen vom Vermieter bezüglich der Entwässerungskosten jedoch nicht auf den Mieter umgelegt werden. Hierzu gehören die Reparaturund Instandhaltungskosten, soweit sie nicht regelmäßig anfallen. Die Regelung, dass einmalige Kosten wie Reparaturen nicht auf die Mieter umlagefähig sind, gilt grundsätzlich für alle Arten der Nebenkosten.

Auch die Anschlussgebühren an das Abwassernetz dürfen dem Mieter nicht in der Abrechnung in Rechnung gestellt werden. Bei der Berechnung der für den jeweiligen Mieter anfallenden Kosten wird in der Regel der Gesamtverbrauch des Hauses ins Verhältnis zum individuellen Verbrauch gesetzt. Andere Umlageschlüssel müssen mietvertraglich vereinbart werden, ansonsten sind diese ungültig.

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