Nebenkosten für Garagenstellplatz

Stellplatz in der Nebenkostenabrechnung

Viele Vermieter vermieten neben einer Wohnung auch ein Parkplatz für ein Auto an ihre Mieter mit. Die Vermietung eines solchen Stellplatzes wird in der Regel im Rahmen des Mietervertrages für den vermieteten Wohnraum geregelt, kann aber auch als getrennter Vertrag aufgesetzt werden. Ob ein Mieter für einen Stellplatz auch Betriebskosten bezahlen muss, hängt von der im Mietvertrag getroffenen Regelung  ab. In diesem kann, wie auch im Mietvertrag für wohnraum, entweder die Umlagefähigkeit von Betriebskosten oder eine Inklusiv- bzw. Pauschalmiete vereinbart werden.

Umlagefähigkeit muss klar bestimmt werden

Die Nebenkosten, welche für einen Stellplatz anfallen, müssen wie im Mietvertrag klar festgelegt werden. Eine nachträgliche Erweiterung der umlegbaren Kosten ist in der Regel nicht möglich. Fallen die Nebenkosten für einen Stellplatz nach Ablauf einer Abrechnungsperiode höher aus als die bereits geleisteten Nachzahlungen, kann der Vermieter von seinem Mieter eine Nachzahlung einfordern. Wurde eine Inklusivmiete vereinbart ist dies nicht möglich.

Bei einem Haus in welchem nebst Wohnungen auch Tiefgaragen Stellplätze mit vermietet werden, muss ein Vermieter in der Nebenkostenabrechnung bei der Auflistung der kalten Betriebskosten,  zwischen den für die jeweilige Wohnung und für den jeweiligen Stellplatz  angefallenen Kosten, klar unterscheiden. So müssen beispielsweisse die Kosten für einen Hausmeister, welcher sich um das Haus und die Tiefgarage kümmert, getrennt werden. Es muss klar ersichtlich welchen, welchen Teil der für ihn anfallenden Kosten auf die Pflege der Garage und welcher Teil auf die Pflege des Hauses entfällt.

In keinem Fall dürfen Mieter die keinen Stellplatz inne haben, an jedweden Kosten beteiligt werden, welche durch die Garage bzw. ihre Pflege entstehen. Sollte dies in einer Nebenkostenabrechnung trotzdem der Fall sein, muss ein Mieter diese Kosten nicht bezahlen.

Kosten für Stellplatz bei doppelter Haushaltsführung abzugsfähig

Hat eine Mieter mehrere Wohnsitze und führt zudem einen doppelte Haushaltsführung, kann er die Kosten welche ihm durch die Anmietung eines Stellplatzes entstehen, als Werbungskosten geltend machen (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 50/11).  Die Kosten für einen Stellplatz sind nicht wie Irrtümlich erst vom Finanzamt angenommen, Teil der Unterhaltskosten für den PKW, sondern gehören zu den notwendigen Mehraufwendungen. Ebenso können auch Mietnebenkosten, sowie die Ausgaben für die Fahrten, als Ausgaben geltend gemacht werden.