Leerstandskosten in den Nebenkosten – wie wird abgerechnet?

Leerstandskosten sind alle Kostenpositionen, die mit dem Leerstand eines Gebäudes oder einer Wohnung zusammenhängen.

Wann spricht man von Leerstand?

Leerstand tritt beispielsweise dann auf, wenn eine neue Wohnanlage entsteht. Die Karenzzeit zwischen dem Zeitpunkt, ab welchem die ersten Kosten einer Wohnung anfallen, der ersten Wohnungsvermittlung und dem Wohnungsbezug kann mitunter einige Wochen betragen.

Eine weitere Phase, in der der Vermieter ohne Mieteinnahmen auskommen muss, ist, falls eine Mietpartei kündigt, auszieht und kein Nachmieter für einen nahtlosen Übergang zur Hand ist.

In preisgebundenem Wohnraum, also Sozialwohnungen und staatlich geförderten Gebäuden, kann häufiger Leerstand entstehen, da der Vermieter strenge Richtlinien bei der Wohnungsvergabe zu beachten hat. Nur Bezugsermächtigte kann er als Mieter einsetzen und muss somit zuweilen warten, bis ein solcher Bedarf nach einer Mietwohnung anmeldet.

Leerstandskosten sind nicht umlagefähig

Einige Kostenpositionen wären beispielsweise die Grundsteuer, Heizungskosten, Beleuchtung, Umlage für Straßenreinigung, Gartenpflege und Hausmeister. All diese Positionen der Nebenkosten muss der Vermieter für die leer stehenden Wohnungen selbst tragen und darf sie nicht auf die übrigen Mieter umlegen.

Somit ist Leerstand für die Hausverwaltungen ein Zustand, der nicht nur ausbleibende Mieteinnahmen bedeutet, sondern einen finanziellen Mehraufwand, da sonst umgelegte Nebenkosten nur vom Vermieter selbst gezahlt werden müssen.

Nur in Ausnahmefällen, bei unzumutbaren Bedingungen und einem lang andauernden Leerstand, wäre die Abänderung des Verteilerschlüssels möglicherweise zu vertreten.

Kurzum ist der Leerstand ein Risiko des Vermieters, das er selbst zu tragen hat.

Leerstandskosten sind nicht umlagefähig und dürfen nicht in den Nebenkosten auftauchen.

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