Heizkostenabrechnung

Die Heizkostenabrechnung ist immer Teil der Nebenkostenabrechnung. In Ihr werden die warmen sowie die verbrauchsabhängigen kalten Betriebskosten aufgeschlüsselt. Die Heizkostenabrechnung unterliegt den gleichen Fristen wie die Betriebskostenabrechnung. Hält sich ein Vermieter nicht an den maximalen Abrechnungszeitraum von 12 Monaten, kann sich dies unter Umständen negativ für Mieter auswirken.

Heizkostenabrechnung erstellen

Der Vermieter ist dazu verpflichtet, die Kostenaufteilung der Gesamtkosten des Hauses aufzuzeigen und ebenfalls muss er den eigentlichen Energieverbrauch aufführen. So müssen bei einer Ölheizung beispielsweise neben dem Anfangs- und Endbestand auch alle Lieferungen genannt werden. Ebenfalls muss erläutert werden, welchen Anteil der Heizung auf die eigentliche Heizung und für die Warmwassererwärmung verwendet wurde.

Die Betriebskosten für Heiz- und Warmwasser dürfen dem Mieter nur in Rechnung gestellt werden, wenn es zuvor im Mietvertrag festgehalten wurde.

Bei größeren Immobilienbeständen kommt es häufig vor, dass nicht der Vermieter die Heizkostenabrechnung erstellt, sondern von Energiedienstleistern erstellen lässt. Dazu gehören z.B. ista oder Techem. Trotzdem muss der Vermieter regelmäßig die Richtigkeit prüfen und die durch den Dienstleister entstehenden Kosten vergleichen.

Heizkostenabrechnung – was steht drin?

Der gemessene Verbrauch eines Mieters muss in der Heizkostenabrechnung für den Mieter nachvollziehbar aufgeführt werden. So besteht für den Mieter die Möglichkeit zu prüfen, ob die Ablesewerte seiner Heizung richtig übertragen wurden. Je nachdem, ob ein Mieter einen digitalen Heizungszähler hat oder die Heizung durch einen Ableseservice aufgenommen wird, kann er die Werte entweder am Zähler selbst oder anhand des Ableseprotokolls nachkontrollieren.

Die Ablesung dieser Werte findet oft im Zuge der Ablesung der Zählerstände der Heizung statt und wird daher auch in der Heizkostenabrechnung mit aufgeführt.

Teil jeder Heizkostenabrechnung sind in der Regel auch Nebenkosten der Heizung. Diese können je nach Heizung stark variieren. Übliche Nebenkosten der Heizung sind:

  • Wartungsarbeiten
  • Erfassungskosten
  • Kosten der Abrechnung
  • Brennstoff- und Lieferkosten z.B. für Öl

Die Heizkostenabrechnung beinhaltet auch den genauen Abrechnungszeitraum, der maximal 12 Monate beträgt, den Verteilerschlüssel für den betreffenden Mieter und die bisher geleistete Vorauszahlung. Die Vorauszahlung wird mit den tatsächlichen Kosten verrechnet, um die Gesamtkosten zu berechnen, die als Erstattungsbetrag oder als Nachzahlung in der Abrechnung aufgeführt werden.

Welche Heizkosten dürfen nicht umgelegt werden?

Alle oben genannten Kostenpositionen sind voll auf Mieter umlagefähig, solange sie regelmäßig anfallen. Reparaturkosten der Heizung sind nicht auf Mieter umlegbar, da sie zum einen nicht regelmäßig anfallen und zum anderen Teil der vom Vermieter zu tragenden Instandhaltungskosten sind.

Hinsichtlich der Umlegung der Heizkosten hat der Vermieter einen gewissen Spielraum. So kann er 30 bis 50 Prozent der anfallenden Kosten nach einem festen Maßstab wie der Wohnfläche umlegen. Mindestens 50 bis maximal 70 Prozent werden nach Verbrauch abgerechnet. Sollte bei einem Mieter komplett verbrauchsunabhängig abgerechnet werden, darf der Mieter seine Heizkosten um bis zu 15% kürzen.

Heizkosten berechnen

Für alle Gebäude mit einer Zentralheizung und zentralen Warmwasserversorgungsanlage sowie für Gebäude mit Fernwärmebezug gilt für die Heizkostenabrechnung die Heizkostenverordnung. Hier ist gesetzlich geregelt, dass der Mieter eine verbrauchsabhängige Abrechnung zu erstellen hat. Dazu werden in jeder Wohnung spezielle Erfassungs- und Messgeräte installiert, sogenannte Wärmemengenzähler oder Heizkostenverteiler. Die Messwerte werden einmal im Jahr abgelesen. Gibt es einen Mieterwechsel, findet eine Zwischenablesung statt.

Fragen zu Ihrer Nebenkostenabrechnung?

Wenden Sie sich einfach für ein kostenloses Erstgespräch an unsere Rechtsexperten. Sie erreichen uns unter 030 588 494 54.

Heizkostenabrechnung zu hoch

Ein besonders langer und harter Winter und die steigenden Energiekosten können die Heizkosten schon einmal um 20-30% steigen lassen. Eine hohe Heizkostenabrechnung liegt aber meist nicht nur am hohen Verbrauch eines Mieters. Über die Heizkosten entscheidend auch die Lage der einzelnen Wohnung. Eine Wohnung im unteren Geschoss, direkt über einem Heizungskeller wird deutlich weniger Verbrauch haben, als eine Dachgeschosswohnung mit vielen Außenwänden.

Zu prüfen sind z.b. auch das alter der Heizanlagen oder die Wärmedämmung von Gebäuden.

 Besonders zu prüfen sind die Erfassungskosten. Die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung und die damit gerechte Verteilung der Heiz- und Warmwasserkosten soll Einsparungen bewirken. Sind jedoch die Erfassungskosten für diese Methode größer als die Einsparung, die dadurch entsteht, erfüllt sie nicht mehr ihren Zweck und ist unwirtschaftlich. In der Regel wird die Energieeinsparung mit 15 Prozent der Brennstoffkosten berechnet. Demgegenüber werden die Kosten für Einbau der Geräte und deren Folgekosten gestellt. Sind die Kosten höher als die Einsparung in Höhe von 15% der Brenn- und Wasserkosten, sind sie unwirtschaftlich.

Häufige Fehler in der Heizkostenabrechnung

Ein genereller Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung ist nicht gültig. Werden strittige Punkte in der Abrechnung entdeckt, müssen diese im Widerspruchschreiben vom Mieter einzeln genannt und begründet werden mit der Bitte um Stellungnahme des Vermieters.

Heizkostenabrechnung prüfen

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Heizkostenabrechnung korrekt ist, können Sie das gerne von unseren Rechtsexperten prüfen lassen. Wir haben Erfahrung aus über 10.000 geprüften Abrechnungen und spüren nicht nur allgemeine rechtliche Fehler auf, sondern rechnen im Detail nach, ob alle Positionen richtig umgelegt wurden. Darüber hinaus überprüfen wir die Einhaltung rechtlicher Firsten und formeller Anforderungen.

Tatsächlich können wir in 81% aller Fälle durch unsere Prüfung Geld für unsere Kunden zurückholen.

Mehr Informationen, wie die Prüfung funktioniert und ob sie sich lohnt, finden Sie auf www.mineko.de.

Welche Rechte haben Mieter?

Die Heizkostenverordnung schreibt vor, dass Sie das Recht auf eine formell und inhaltlich korrekte Abrechnung haben. Sollte Ihre eigene Recherche Fehler in der Heizkostenabrechnung aufgedeckt haben, haben Sie das Recht auf Belegeinsicht. Dazu müssen Sie innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt der Abrechnung die fraglichen Punkte melden. In dieser Zeit können Sie Rechnungen und Belege beim Vermieter oder der Hausverwaltung einsehen oder sich Kopien schicken lassen.

Haben Sie den Fehler in den Unterlagen gefunden oder durch uns fachgerecht prüfen lassen, können Sie der Abrechnung widersprechen.

Wer ist MINEKO?

Wir sind ein junges Startup aus Berlin und haben uns ganz auf die Prüfung von Nebenkostenabrechnungen spezialisiert. Am eigenem Leib haben wir erfahren, wie intransparent und kompliziert Nebenkostenabrechnungen sein können. Doch zum Fachanwalt zu marschieren, war uns aufgrund der möglichen hohen Kosten viel zu riskant. Da kam unseren Gründern die Idee, mit intelligenten Prozessen, ausgeklügelter Software und einem auf Mietrecht spezialisierten Team die Prüfung von Nebenkostenabrechnungen schnell und günstig zu machen.

Mehr Infos zum Thema Heizkostenabrechnung

Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Heizen im Herbst - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO