Hausmeisterkosten in der Nebenkostenabrechnung

Nicht alle Positionen sind umlagefähig!

Der Vermieter kann einige Aufwendungen und laufende Posten in der Nebenkostenabrechnung aufgreifen und auf den Mieter umlegen. Zu diesen umlagefähigen Nebenkosten gehören grundsätzlich auch die des Hausmeisters. Doch hier gibt es einige Ausnahmen und eine wichtige Voraussetzung, damit der Vermieter diese Umlage auch in der Abrechnung geltend machen kann.

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Hausmeisterkosten in den Nebenkosten

Meist sorgsam und auf Ordnung bedacht geht er seinem Tagewerk nach, der Hausmeister. Er reinigt, wenn mietvertraglich vereinbart, Haus und Treppen, pflegt den Garten, bedient und überwacht die Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlage. Er schippt fleißig Schnee, ist stets mit Reparaturen beschäftigt und ist häufig ebenfalls für die Wartung des Fahrstuhls zuständig. Arbeiten, die den Mieter freuen – solange, bis er sie in unerwarteter Höhe in seiner Abrechnung wiederfindet.

Welche der vielen Arbeiten und Gerätschaften darf der Vermieter letztlich auch in der Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umlegen? Grundsätzlich lässt sich festhalten: Sollte im Mietvertrag keine Vereinbarung diesbezüglich getroffen sein, darf gar kein Posten umgelegt werden! Die Umlage der Kosten für den Hausmeister muss wirksam im Mietvertrag fixiert sein. Darüber hinaus gibt es auch bei wirksamer Vereinbarung gewisse Ausnahmen der Hausmeisterkosten für die Mietnebenkostenabrechnung.

Was zählt zu den umlagefähigen Hausmeisterkosten?

Hausmeisterkosten sollten ortsüblich sein und der Wirtschaftlichkeit entsprechen. So der gängige Wortlaut. Was aber heißt das konkret?

Es gilt, dass ein Betrag von 0,5 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat per Nebenkostenabrechnung vom Vermieter abgerechnet werden darf. Der Mieter muss sich also auf die Umlage der Kosten des üblichen Tagewerk des Hausmeisters, wie die Reinigung von Haus, Treppen und Straße und Gartenpflege, gefasst machen. Auch die Betreuung des Fahrstuhls und die Ungezieferbekämpfung zählen dazu.

Die permanenten Pflege- und Reinigungskosten durch den Hausmeister, sozusagen das „in Ordnung halten“, dürfen in der Nebenkostenabrechnung auf die Mieter verteilt werden. Trotzdem lässt sich festhalten: Die Hausmeisterkosten, die nicht in der Abrechnung auftauchen dürfen, sind deutlich mehr.

Was darf nicht in den Nebenkosten auftauchen?

Es gibt in der Tat viele Posten, die unter die nicht umlagefähigen Nebenkosten in Bezug zum Hausmeister fallen. Oftmals werden einige Aufwendungen des Hausmeisters auf Mieter verteilt, die sich jedoch keinesfalls in den Nebenkosten wiederfinden dürfen. So sind Instandhaltungskosten, Wohnungsübergaben und –Besichtigungen, das Ablesen der Wasseruhren und Schönheitsreparaturen nicht umlagefähig! Auch nicht rechtens ist die Umlage der Kosten für die Beseitigung von Abflussverstopfungen, Streichen und Lackieren von Wänden und Zäunen.

Ein großer Punkt sind auch Verwaltungsaufgaben, die der Hausmeister übernimmt. Die Kommunikation mit angehenden Mietern, der öffentlichen Verwaltung sowie Botengänge dürfen nicht in der Mietnebenkostenabrechnung auftauchen!

Nicht zuletzt wird oft versucht, die Anschaffung von Geräten, Schaufeln und Besen in der Nebenkostenabrechnung geltend zu machen – zu Unrecht! Selbst wenn man im Mietvertrag dazu eine Vereinbarung getroffen haben sollte, sind besagte Posten in den Nebenskosten fehl am Platz.

Um den Groll mancher Mieter beim Blick auf ihre Nebenkostenabrechnung etwas zu mildern, sei gesagt, dass der Vermieter oder die Hausverwaltung in vielen Fällen eine vage Schätzung der Kosten seines Hausmeisters vornehmen muss. Eine ordentliche Buchführung über die ausgeführten Tätigkeiten seitens des Hausmeisters gibt es meistens nicht. Dies wäre leider nötig, um die Aufwendungen korrekt nachzuvollziehen.

Zusammengefasst:

Unterscheidung umlagefähige und nicht umlagefähige Hausmeisterkosten Leider finden viele Mieter ebendiese Posten in ihrer Abrechnung wieder, in orts-unüblicher Höhe oder unrealistisch geschätzt. Oft sind sie unschlüssig, wie damit zu verfahren ist. Unter dem Strich ist eine Prüfung in den meisten Fällen erfolgversprechend und kann unter anderem vor zu hohen Hausmeisterkosten schützen.

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