Eigenleistung eines Vermieters in der Nebenkostenabrechnung

Die Nebenkostenabrechnung müssen Vermieter Ihren Mietern jedes Jahr vorlegen. In ihr können Vermieter alle Nebenkosten, die im Mietvertrag von beiden Parteien vereinbart wurden, auf die Mieter umlegen. Haben Mieter und Vermieter im Mietvertrag eine Nebenkostenpauschale oder eine Inklusivmiete vereinbart, kann der Vermieter keinerlei weitere Nebenkosten von Mietern nachfordern. Speziell private Vermieter die nur über ein Mehrfamilienhaus verfügen, erledigen einfache Hausmeistertätigkeiten wie die Gartenpflege oder die Flurreinigung oft selbst. Für diese Dienstleistungen rechnen Vermieter ihren Mietern dann fiktive Kosten ab. Viele Mieter fühlen sich daraufhin benachteiligt, da sie das Gefühl haben der Vermieter rechne ihnen für seine Eigenleistungen zu hohe Kosten ab.

Inhalt:

Kann der Vermieter seine Eigenleistung umlegen?

Grundsätzlich lässt sich sagen: Vermieter dürfen laut Gesetz keine fiktiven Kosten auf Ihre Mieter umlegen. Bei Sach- und Arbeitsleistungen des Eigentümers macht das Gesetz jedoch eine Ausnahme. Führt ein Eigentümer Arbeiten selbst aus, die er sonst an einen Dritten weitergeben würde, darf er diese mit den Kosten, welche ein Dritter dafür in Rechnung gestellt hätte, auf seine Mieter umlegen.

Da ein Vermieter sich in den meisten Fällen um sein Eigentum besser und in der Regel auch effektiver kümmert als Dritte, kann sich die Eigenleistung des Vermieters auch durchaus positiv für seine Mieter auswirken. Da alle Kosten, die in der Nebenkostenabrechnung abgerechnet werden, immer belegbar sein müssen, sollte ein Vermieter die tatsächlich ausgeführten Arbeiten immer schriftlich festhalten. Die Kosten, die er anschließend für seine Leistungen ansetzt, sollten nicht über den marktüblichen Preise liegen. Die Umsatzsteuer darf der Vermieter seinen Mieter jedoch nicht in Rechnung stellen.

Auch Leistungen von Angestellten sind umlagefähig!

Ist der Vermieter eine GmbH oder eine AG, können umlagefähige Dienstleistungen, die von Angestellten der Gesellschaft ausgeführt werden, auch auf die Mieterschaft umgelegt werden. Die hier erbrachten Leistungen sollten jedoch ebenfalls klar dokumentiert werden, damit im Nachgang kein Konfliktpotential entstehen kann.

Des Weiteren können auch Wohnungseigentümer, die ihre Eigentumswohnung vermieten, Eigenleistung auf den Mieter umlegen. Dass Eigenleistung als Ersatz der Dienstleistung von Dritten umgelegt werden kann, muss dabei nicht im Mietvertrag festgehalten worden sein. Sollte ein Dritter für einen Vermieter Leistungen unentgeltlich erledigen, kann der Vermieter auch die Kosten dafür auf den Mieter umlegen.

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