Dachrinnenreinigung in den Nebenkosten

Die Dachrinnenreinigung bezeichnet die Säuberung der Dachrinnen und ist grundsätzlich ein Posten in den umlagefähigen Nebenkosten. Ist eine Wohnanlage von Bäumen gesäumt oder wird das Dach von anderen Quellen verdreckt, ist eine regelmäßige Dachrinnenreinigung für die Vermieter notwendig. Eine Verstopfung der Dachrinnen und Regenwasser-Abflüsse durch Nadeln und Laub könnte weitere Schäden nach sich ziehen und neue Kosten verursachen.

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Inhalt:

Sind die Kosten für die Reinigung in jedem Fall umlagefähig?

Die Kosten für eine Dachreinigung dürfen nur dann umgelegt werden, wenn vom Vermieter eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt wird:

Betriebskosten sind grundsätzlich immer nur dann auf den Mieter umlegbar, wenn sie fortlaufend oder regelmäßig entstehen. Auch eine jährliche Reinigung wird als regelmäßig bezeichnet. Sprich: Wenn der Vermieter die Arbeiten jedes Jahr auf die Mieterschaft umlegt, darf er dies auch in der Zukunft weiter tun.

Eine weitere mögliche Voraussetzung ist die Dachrinnenreinigung als vorbeugende Maßnahme. Wenn der Vermieter durch die Reinigung einer klar ersichtlichen negativen Konsequenz vorbeugt, die sowohl ihn als auch den Mieter treffen würden, ist die Umlage auch rechtens. Beispiel: Die Dachrinne ist voller feuchtem Moos und droht, durch das Zusatzgewicht nachzugeben und runterzufallen. Die Kosten für diese vorbeugende Reinigung darf der Vermieter auf die Mieterschaft umlegen.

Auch wenn die Dachrinnenreinigung mietvertraglich vereinbart wurde, ist die Umlage natürlich rechtens, denn der Mieter hat bei Einzug in das Objekt zugestimmt.

Sollte die Dachrinnenreinigung nach einer eingetretenen Verunreinigung und Verstopfung nötig werden, beispielsweise wenn ein Sturm viele Blätter in die Rinne geweht hat, kann der Vermieter die Kosten nicht in die Nebenkostenabrechnung aufnehmen. Diese nachträgliche Bereinigung zählt zu den Instandhaltungskosten und diese sind nicht umlagefähig!

Sonstige Betriebskosten

Kann der Vermieter die Kosten umlegen, muss er dies auch korrekt tun. Der Bundesgerichtshof entschied in einem Urteil vom 7. April 2004, dass die Kosten für die Dachrinnenreinigung zu den „sonstigen Betriebskosten“ zählen und nicht zu Entwässerungs- oder Hausmeisterkosten.

Dies ist wichtig für die Umlage, denn die sonstigen Betriebskosten sind nur dann umlagefähig, wenn die Umlegung der vorher bestimmten Kosten mit dem Mieter vereinbart worden ist. Sprich: Hat ein Mieter nie zugestimmt, dass die Dachrinnenreinigung in seinem Fall zu den sonstigen Betriebskosten zählt, darf der Vermieter diese auch nicht dort aufführen!

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