Allgemeinstrom und Beleuchtung

Kosten für die Beleuchtung bzw. für den Allgemeinstrom können in der Nebenkostenabrechnung auf Mieter umgelegt werden. Voraussetzung hierfür ist in jedem Fall, dass Mieter und Vermieter sich im Mietvertrag auf die Umlage von Nebenkosten geeinigt haben. In der Auflistung der Nebenkostenarten wird diese Position oft auch als Gemeinschaftsstrom bezeichnet. Als Verteilerschlüssel wird in der Regel die jeweilige Wohnfläche eines Mieters genutzt.

Neben den Kosten für den Stromverbrauch und für die Außenbeleuchtung gehören zum Allgemeinstrom auch die Kosten für die Beleuchtung der von allen Bewohnern genutzten Gebäudeteile. Hierzu gehören neben den Fluren auch die Hauseingänge, die Treppen und die Keller. Falls jeder Mieter auch über einen Tiefgaragenstellplatz verfügt, kann ein Vermieter auch die Stromkosten der Tiefgarage bei der Kostenposition „Allgemeinstrom“ auf alle Mieter umlegen. Verfügen nur einzelne Mieter über einen Stellplatz, können die Stromkosten der Tiefgarage nur unter diesen verteilt werden.

In keinem Fall dürfen Vermieter Kosten für Leuchtmittel auf Mieter umlegen. Diese gehören zu den Instandhaltungskosten und müssen vom Vermieter selbst getragen werden.

Ein Vermieter hat auch bei den Kosten für den Allgemeinstrom das Gesetz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Dieses besagt, dass ein Vermieter bei der Wahl des Stromanbieters mindestens drei Vergleichsangebote einholen muss, bevor er sich für eines entscheidet. Da die Qualitätsunterschiede bei Strom zu vernachlässigen sind, sollte der Vermieter sich hierbei in jedem Fall für das günstigste Angebot entscheiden. Nachdem sich ein Vermieter für ein Angebot entschieden hat, sollte er regelmäßig überprüfen, ob sich ein Wechsel zu einem anderen Anbieter unter Umständen lohnt.