Warmwasserkosten – Grundkosten und Verbrauchskosten

Warmwasserkosten findet der Mieter zumeist als Teil seiner Heizkostenabrechnung vor, sofern die Bereitstellung über eine zentrale Heizanlage erfolgt. Im Gegensatz zu anderen Betriebskosten können die Heizkosten und somit auch die Warmwasserkosten nicht pauschal auf die Mieter umgelegt werden, sondern sind, zumindest teilweise, verbrauchsabhängig für den Mieter zu berechnen.

Wie wird der Verbrauch erfasst und abgerechnet?

Der Verbrauch jeder Partei wird über einzelne Warmwasseruhren erfasst und dann anhand des sogenannten Abrechnungsmaßstabs in ein Verhältnis zwischen Grund- und Verbrauchskosten gesetzt. Dabei gibt es folgende zulässige Aufteilungen:

  • 30% Grundkosten und 70% Verbrauchskosten
  • 40% Grundkosten und 60% Verbrauchskosten
  • 50% Grundkosten und 50% Verbrauchskosten

Gilt die 18%-Pauschale noch?

Sollte der Vermieter keine verbrauchsabhängige Abrechnung stellen, z.B. aufgrund eines technischen Defekts, hat jeder betroffene Mieter das Recht seinen Anteil um 15% zu kürzen. Dieses Recht bleibt auch dem Mieter vorbehalten. Bis Ende 2008 galt noch eine alte Heizkostenverordnung, nach der für den Warmwasserverbrauch pauschal 18% des gesamten Brennstoffverbrauchs angesetzt werden konnten. Auch hier galt die Voraussetzung, dass eine individuelle Messung des verbrauchten Warmwassers technisch nicht möglich war. Diese Voraussetzung war aber so gut wie nie gegeben, da Wärmemengenzähler oder ein zentraler Warmwasserzähler bereits durch die Heizkostenverordnung vorgegeben war. Spätestens seit Anfang 2014 sind Wärmemengenzähler bei zentralen Warmwasserversorgungsanlagen jedoch Pflicht für Vermieter. Dennoch setzen viele Vermieter immer noch den alten Pauschalwert von 18% für die Warmwasserkosten an. Dieser Fehler gehört sogar zu den häufigsten Fehlern bei der Heizkostenabrechnung.

Was tun, wenn die Kosten falsch berechnet wurden?

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