Verwaltungskosten in der Nebenkostenabrechnung

Verwaltungskosten in Nebenkosten - MINEKO

Jahr für Jahr erhalten Mieter von Ihren Vermietern Ihre Nebenkostenabrechnung. Die Kostenpositionen, welche Vermieter auf Ihre Mieter umlegen dürfen, müssen dabei im Mietvertrag klar festgelegt werden. Bei der Festlegung der umlegbaren Nebenkosten sollten Vermieter sich dabei an der Betriebskostenverordung orientieren. Aus jener geht klar hervor, dass die Verwaltungskosten einer Immobilie nicht zu den auf die Mieter umlegbaren Kosten gehören. Beauftragt ein Vermieter zur Verwaltung einer Immobilie eine Hausverwaltung, muss er die hierfür entstehenden Kosten in vollem Umfang selbst tragen. Übernimmt er die Verwaltungsaufgaben selbst, kann er dafür keine Gebühren von seinen Mietern verlangen.

Verwaltungskosten sind nicht umlagefähig

Manche Vermieter geben im Mietvertrag an, dass die Verwaltungskosten auf Mieter umgelegt werden. Eine solche Klausel ist nicht gültig, da es sich bei Verwaltungskosten um Kosten handelt die Vermieter in jedem Fall selbst tragen müssen. Hat ein Mieter trotzdem Gebühren für die Verwaltung der Immobilie bezahlt, kann er diese innerhalb einer Frist von 3 Jahren von seinem Vermieter zurückfordern.

Wenn Vermieter jedoch mit einem Mieter im Mietvertrag eine Verwaltungspauschale vereinbaren, welche sich auf die Grundmiete bzw. die Kaltmiete bezieht, so ist diese Klausel wirksam. Legt der Vermieter einem Mieter eine solche Klausel jedoch nachträglich vor, ist eine auf diese Weise vorgenommene Mieterhöhung ungültig.

Handelt es sich bei einer Immobilie um sozialen Wohnungsbau, sind Vermieter dazu berechtigt Verwaltungskosten auf Mieter umzulegen. Hierzu gehören insbesondere Kosten, welche für Arbeitskräfte und Büroräume anfallen, die benötigt werden um die Immobilie zu verwalten.

Hauswart übernimmt Verwaltungsaufgaben

Viel Hauswarte übernehmen oft sehr unterschiedliche Aufgaben. Hierzu gehören unter Umständen auch kleinere Verwaltungsaufgaben. Diese gelten als für den Hauswart typische Aufgaben und sind damit umlagefähig. Arbeiten der Instandhaltung oder Instandsetzung hingegen sind nicht auf Mieter umlegbar. Gleiches gilt, wenn der Hauswart größere Verwaltungsaufgaben wie Wohnungsbesichtigungen oder der gleichen übernimmt. Wo die Grenze liegt, welche Aufgaben eines Hauswarts umlegbar sind und welche nicht, ist oft nur sehr schwer genau fest zu stellen.

Ist vom Vermieter, jedoch bereits angedacht dass vom Hauswart auch Verwaltungsaufgaben wie die Wahrnehmung von Handwerkerterminen, die Ablesung von Zählerständen oder die Durchführung der Abrechnung übernommen werden, sollten die Kosten für den Hauswart verhältnismäßig aufgeteilt werden. Um das für Mieter nachvollziehbar zu machen, sollten Vermieter den Hauswart dazu auffordern Stundennachweise auszufüllen, aus welchen dann entnommen werden kann, welche Kosten umlegbar sind und welche nicht.

Stellen Mieter fest, dass ein Hauswart regelmäßig größere Verwaltungsaufgaben übernimmt und die Kosten, welche hierfür entstehen, vollständig auf sie umgelegt werden, sollten sie den Vermieter dazu auffordern nachzuweisen wie der Hauswart für die jeweiligen Aufgaben entlohnt wird. Ziehen Vermieter daraufhin nur eine Pauschale von den für den Hauswart anfallenden Kosten ab, ist das nicht ausreichend. Er muss klar nachweisen, wie der Hauswart für die jeweiligen Aufgaben entlohnt wird und wie die Kosten daraufhin auf die Mieter umgelegt werden.

Wie können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

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