Kabel und Antenne in der Nebenkostenabrechnung

Kabel und Antenne in Nebenkosten - MINEKO

Neben vielen anderen Kostenpositionen wie Müll, Versicherungen oder der Gartenpflege können ebenso die Kosten für den Fernsehempfang in einer Nebenkostenabrechnung auftreten.
Oftmals werden diese unter den Begriffen Kabel, Kabelanschluss, Antenne oder Gemeinschaftsantenne aufgeführt. Aber müssen Mieter stets für die Kabelgebühr aufkommen? Welche Verteilerschlüssel gelten hier? Und wie verhält es sich, wenn den Mietern zwar der Kabelanschluss zur Verfügung steht, dieser aber nicht von jedem genutzt wird? Müssen dann trotzdem alle Mieter zahlen?

Wann können Vermieter die Kabelgebühren umlegen?

Die Kosten für die gemeinsame TV-Anlage gehören zu den kalten Betriebskosten. Grundsätzlich müssen diese von den Mietern eines Mietshauses getragen werden, wenn eine dementsprechende Vereinbarung im Mietvertrag dies festlegt. Davon betroffen sind ausschließlich Anlagen, die vom ganzen Haus genutzt werden können, also Gemeinschaftsantennen oder Breitbandkabelanschlüsse. Bei Satellitenschüsseln für einzelne Wohnungen müssen die Mieter in jedem Fall die Kosten tragen und sich um die Installation kümmern.

Was ist in den Grundgebühren für die TV-Anlage enthalten?

Mancher Mieter mag sich fragen, was genau darunter zu verstehen ist, wenn von den Kosten für die Gemeinschaftsantenne bzw. für den Kabelanschluss die Rede ist. Folgende Kosten beinhaltet diese Nebenkostenposition:

  • Betriebsstrom
  • monatliche Grundgebühren
  • Gebühren für Kabelweitersendungen
  • Justierung der Antennenanlage
  • Überprüfung der Betriebsbereitschaft
  • Nutzungsentgelt für Anlagen, die nicht zum Mietobjekt gehören

Einige Posten dürfen jedoch nicht über die Nebenkosten abgerechnet werden. Hierzu zählt unter anderem die Ersetzung einer Antenne, wenn diese beispielsweise durch einen Sturm beschädigt wurde. Sämtliche Reparaturen oder der Austausch von Teilen fallen unter die Instandsetzung und sind dementsprechend vom Vermieter zu zahlen.

Verteilerschlüssel für Kabelanschlusskosten

Bezüglich der Verteilung der Kosten ist im Falle des Breitbandkabels bzw. der SAT-Anlage auf eine Ausnahme hinzuweisen. Sofern Mieter und Vermieter keine anderslautenden Vereinbarungen treffen, gilt für die übrigen kalten Betriebskostenpositionen laut der gesetzlichen Regelungen die Wohnfläche als Verteilerschlüssel. Bei der Position Kabel oder Antenne ist es durchaus zulässig, nach Wohneinheiten abzurechnen, da dies als fairer bewertet wird.

Fragen zu Ihrer Nebenkostenabrechnung?

Wenden Sie sich einfach für ein kostenloses Erstgespräch an unsere Rechtsexperten. Sie erreichen uns unter 030 588 494 54.

Umlage bei Nichtnutzung

Oftmals stellen Mieter infrage, ob sie die Kosten für die Gemeinschaftsantenne mittragen müssen, wenn sie von dieser gar keinen Gebrauch machen, weil sie zum Beispiel eine eigene Satellitenschüssel oder gar keinen Fernseher haben. In diesem Fall liegt jedoch ein weit verbreiteter Irrtum vor. Die Nichtnutzung befreit nicht von der Zahlungspflicht. Ist im Mietvertrag geregelt, dass die Kosten für die Antennenanlage von den Mietern übernommen werden, so gilt das unabhängig von der tatsächlichen Nutzung.

Wie können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Heizen im Herbst - MINEKO