Versicherungen in der NKA

Umlagefähige Nebenkosten

Voraussetzung dafür dass ein Vermieter Nebenkosten auf seine Mieter umlegen kann ist, dass beide dies im Mietvertrag auch klar festgelegt haben. Ist dies nicht der Fall und beide haben sich auf eine Inklusivmiete oder eine Nebenkostenpauschale geeinigt, kann der Vermieter Nebenkosten nicht über den festgelegten Wert hinaus auf die Mieter umlegen.

Haben sich Mieter und Vermieter auf die Zahlung von Nebenkosten durch den Mieter verständigt, muss der Vermieter jene für einen Zeitraum von 12 Monaten abrechnen und sie dann dem Mieter innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten zukommen lassen.

Welche Kosten sind auf den Mieter umlegbar?

Generell gilt der Grundsatz dass der Vermieter nur regelmäßig anfallende Kosten auf Mieter umlegen kann. Einmalig anfallende Kosten sowie Kosten für Reparaturen, Instandhaltung oder die Verwaltung der Immobilie sind nicht umlagefähig.

Eine Kostenstelle die vom Vermieter generell auf seine Mieter umgelegt werden kann, sind Kosten für die Grundsteuer und öffentliche Lasten. Die Grundsteuer wird auf alle Arten von Grundbesitz erhoben. Mit Hilfe eines Verteilungsschlüssels kann der Vermieter die gesamten Kosten der Grundsteuer, anteilig auf die Mieterschaft verteilen.

Der meist größte Posten einer Nebenkostenabrechnung, bezieht sich auf die Heizkosten einer Immobilie. Alle Kosten, welche dem Vermieter regelmäßig für den Betrieb der Heizung sowie ihre Wartung entstehen, sind voll auf die Mieter umlagefähig. Falls die Heizung jedoch kaputt ist oder der Vermieter alte Heizungsrohre austauscht kann er diese Kosten nicht auf die Mieter umlegen. Zu den Heizkosten gehören meist auch die Kosten für die Warmwassererwärmung. Die Kosten für das Wasser selbst werden im Normalfall getrennt abgerechnet.

Alle Kosten welche in Verbindung mit der Wasserversorgung stehen, meist Wasser und Abwasser, sind auch voll umlagefähig. Auch Kosten für Niederschlagswasser können von Vermieter erhoben werden.

Falls sich im Haus ein Personen- oder Lastaufzug befinden sollte sind die Kosten, welche dem Vermieter hierfür entstehen auf alle Mieter umlegbar. Auch Mieter, die im Erdgeschoss wohnen haben die Kosten für den Aufzug mit zu tragen. Ausnahme sind einzig und allein Mieter, welche keinen direkten Zugang zum Aufzug haben.

Kosten für Straßen- und Hausreinigung sind auch Teil der umlagefähigen Kosten. Zu ihnen gehören auch eventuell anfallende Kosten für den Winterdienst. Kosten für Sperr- oder Sondermüll sind nicht auf die Mieter umlegbar. Falls im Haus Mülltrennung betrieben wird haben sich alle Mieter an jene zu halten. Sollten sich einzelne Mieter nicht daran halten, können dadurch entstehende Mehrkosten nicht auf alle Mieter umgelegt werden. Sie müssen von den betroffenen Mietern selbst bezahlt werden. Bezüglich der Hausreinigung muss vom Vermieter der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit beachtet werden.

Aufwendungen welche dem Vermieter für einen Hausmeister, Schornsteinfeger oder die Gartenpflege entstehen sind voll umlagefähig, solange sie regelmäßig entstehen. So können Kosten welche für einen Hausmeister entstehen voll umgelegt werden, solange er nur für seinen normalen Dienst bezahlt wird. Sollte er größere Reparaturen oder Instandhaltungsabreiten verrichten und dafür mehr Gehalt beziehen, kann der Vermieter diese Kosten nicht umlegen.

Haftpflicht- und Gebäudeversicherungen können vom Vermieter voll umgelegt werden. Falls der Vermieter jedoch Versicherungen gegen Mietausfall, Vandalismus oder Rechtsschutz abschließen sollte, kann er jene nicht auf alle Mieter umlegen.

Auch Kosten für Hausstrom können vom Vermieter auf alle Mietparteien verteilt werden.

Vorsicht bei „Sonstigen Betriebskosten“

Mieter sollten kontrollieren welche Posten sich hinter dem Abrechnungspunkt „Sonstige Betriebskosten“ verbergen. Vermieter sind berechtigt manche regelmäßig anfallenden Kosten auf Mieter umzulegen. Oft führen sie diese jedoch nicht näher aus. Sollte dies der Fall sein sollten Mieter unter Umständen Einsicht in die Belege fordern, um zu überprüfen um welche Kosten es sich handelt. Um herauszufinden ob die Kosten regelmäßig entstehen, hilft oft ein Vergleich mit der vorherigen Nebenkostenabrechnung.