Teilabrechnung der Nebenkosten

Bei einem Mieterauszug und einem Mieterwechsel kann eine Teilabrechnung der Nebenkosten notwendig werden.

Die Mieter der Wohnanlage erwirken durch die Nutzung der Heizung und Wasseranschlüsse einen Gesamtverbrauch, den der Vermieter in der Nebenkostenabrechnung abrechnen muss.

Diese Betriebskosten werden anteilig für jeden Mieter aufgeschlüsselt und beziehen sich auf den Abrechnungszeitraum, also ein volles Jahr.

Ist jedoch der Nutzungszeitraum geringer als der Abrechnungszeitraum so folgt eine Teilabrechnung der Betriebskosten. Sollten also Mieter aus- oder einziehen müssen sich die abzurechnenden Betriebskosten auch genau auf den Zeitraum beziehen, in denen die Mieter die Mietsache auch wirklich bewohnt haben.

Sollte der Vermieter das ganze Jahr auf den Mieter umlegen, obwohl er beispielsweise nur zehn Monate dort wohnhaft war, so kann dem widersprochen werden.

Die Zwischenablesung stellt für den Vermieter sicher, dass er auch die korrekten Werte für den Nutzungszeitraum einfordert. Grundsätzlich ist der Vermieter aber nicht verpflichtet, eine Teilabrechnung vorzunehmen. Bei einem Mieterwechsel sollte lediglich festgestellt werden, welche Betriebskosten auf den Vormieter und welche auf den Nachmieter entfallen, die Abrechnung als solche kann am Ende der Abrechnungsperiode erfolgen.

Bei der Teilabrechnung bleibt der Vermieter auf den entstehenden Kosten aus einem Leerstand während des Mieterwechsels sitzen. Auch darf er diese Kosten nicht auf die übrigen Mieter umlegen und in deren Nebenkostenabrechnung aufsplitten.

Jede Mietpartei muss hingegen für die Nebenkosten während ihres gültigen Mietverhältnisses gerade stehen. Selbst wenn der Nachmieter die Wohnung noch nicht selbst bewohnt und nutzt, läuft ab dem Beginn des Mietverhältnisses der Nutzungszeitraum.

Eine Ausnahme für die Teilabrechnung bildet die Inklusivmiete, da dort in der monatlichen Mietzahlung bereits die Nebenkosten abgegolten sind.