Niederschlagswasser
in der Nebenkostenabrechnung

Niederschlagswasser in den Nebenkosten - MINEKO

Mancher Mieter mag sich bei einem Blick in seine Nebenkostenabrechnung fragen, warum er denn für die Position Niederschlagswasser bezahlen muss. Mitunter fällt dies auch unter die Kostenstelle Entwässerung, da es die Beseitigung von Regenwasser auf dem Grundstück umfasst. Aber unter welchen Umständen kann Niederschlagswasser als Betriebskostenposition gelten? Wie wird das berechnet? Und wie werden die Kosten auf die jeweiligen Mieter verteilt? MINEKO erläutert, was in Bezug auf Regen und Niederschlag für Mieter zu beachten ist.

Niederschlagswasser ist Bestandteil der Entwässerung und darf laut Gesetz auf Mieter umgelegt werden

Unter Niederschlag werden neben Regenwasser auch Schnee oder Hagel erfasst. Dieses fließt über die Dachrinnen auf entsprechend feste Flächen des Mietobjekts und von dort aus ins öffentliche Kanalnetz. Daher spricht man in diesem Zusammenhang mitunter von Oberflächenentwässerung. Ursprung dieser Betriebskosten ist in der Regel die Satzung der jeweiligen Gemeinde, welche die Entwässerungskosten erhebt. Oftmals ist in dem entsprechenden Bescheid eine Niederschlagsgebühr enthalten. Diese muss in der Betriebskostenabrechnung jedoch nicht gesondert aufgeführt werden. Nach § 2 Nr. 3 der Betriebskostenverordnung können die Ausgaben des Vermieters für die Entwässerung auf die Mieter umgelegt werden. Dies umfasst automatisch die Kosten für Niederschlagswasser. Grundvoraussetzung ist eine entsprechende Vereinbarung über die Umlage der Nebenkosten im Mietvertrag.

Verteilerschlüssel für Regenwasser sind abhängig vom Grundstück

Wenn die Gebühr für den Niederschlag in der Nebenkostenabrechnung unter die Position Abwasser oder Entwässerung fällt, so kann der Vermieter als Verteilerschlüssel den Wasserverbrauch ansetzen. Ist jedoch das Niederschlagswasser als eigene Kostenstelle ausgewiesen, so gilt in der Regel die Umlage nach der Wohnfläche. Das erscheint insofern sinnvoll, da Regen, Schnee und Hagel nicht vom Mieter verbraucht werden wie Kalt- und Warmwasser, sondern Niederschlag für alle gleich anfällt. Schließlich haben weder Mieter noch Vermieter Einfluss auf die Regemenge.

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Bezüglich der Fläche ist bei dieser Position zu beachten, dass nicht die Größe des Grundstücks maßgeblich ist, sondern die versiegelte Fläche. Darunter ist der befestigte Teil des Mietobjekts zu verstehen. Gartenflächen und Rasen gehören nicht zur versiegelten Fläche, denn dort kann das Regenwasser versickern. Über die bebauten Flächen gelangt es jedoch in das öffentliche Kanalnetz und verursacht somit Kosten. Zu versiegelten Flächen des Grundstücks zählen unter anderem Terrassen, Carports, Dächer sowie gepflasterte Zufahrten oder auch Parkplätze.

Wie können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

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