ebenkostenabrechnungsposten Sperrmüll und Müllabfuhr

Müllabfuhr und Sperrmüll in der Nebenkostenabrechnung

Da die Kosten für Müllabfuhr und Sperrmüll immer für eine Immobilie im Ganzen in Rechnung gestellt werden, müssen sie in der Nebenkostenabrechnung auf die einzelnen Mieter umgelegt werden. Diese Umlage wird mittels der sogenannten Verteilerschlüssel vorgenommen. Der Vermieter hat in diesem Fall die Möglichkeit als Verteilerschlüssel entweder die Wohnfläche in Quadratmeter oder die Personenzahl, die in dem jeweiligen Haushalt wohnt, festzulegen.
Übrigens: Der Vermieter ist verpflichtet, verschiedene Müllbehälter für die Mülltrennung (Biomüll, Altglas, Altpapier, Restmüll) für die Mieter bereitzustellen. Stellt ein Vermieter, seinen Mietern jedoch keine Mülltonnen zur Verfügung, so können diese eine Mietminderung fordern.

Umlagefähige und nicht umlagefähige Müllkosten

Kosten, welche dem Vermieter von der Stadt oder einem privaten Dienstleister in Rechnung gestellt werden, können von ihm auf die Mieter verteilt werden. Zu den umlagefähigen Nebenkosten gehören neben jenen für die eigentliche Müllabfuhr auch Kosten für Müllkompressoren, Müllschlucker, Müllabfuhranlagen, Geräte zur Müllmengenerfassung sowie für die Reinigung der Mülltonnen.
Nicht umlagefähig sind hingegen die Kosten für die Anschaffung der Abfallbehältnisse oder eines Sammelmüllbehälters. Für den Fall, dass ein Mieter nach seinem Auszug Müll in seiner Wohnung zurücklässt, darf der Vermieter die Kosten, welche ihm durch die Beseitigung dieses Mülls entstehen, nicht auf die restlichen Mieter umlegen.
Zur Kostenart „Müllabfuhr“ zählen nicht die Gartenabfälle. Diese finden sich unter dem Punkt der Gartenpflege wieder. Kosten für die Reinigung des Müllplatzes werden unter dem Punkt Hausmeisterkosten verrechnet.

Kosten von Sperrmüll in der Nebenkostenabrechnung

Beim Sperrmüll ist zu unterscheiden, ob dieser auf der Gemeinschaftsfläche von unbekannten Personen oder von Mietern verursacht wurde.
Ist zwischen dem Vermieter und den Mietern im Mietvertrag die anteilige Übernahme der Sperrmüllkosten vereinbart, so können alle Sperrmüllkosten auf die Mieter umgelegt werden, unabhängig davon, wer der Verursacher des Sperrmülls ist. Wurde diese Regelung nicht getroffen, muss der Vermieter die Kosten für den Sperrmüll von unbekannten Personen selbst tragen. Bei der anteiligen Übernahme der Kosten für Sperrmüllbeseitigung, entstehen diese zwar nicht jährlich für die Mieter, aber sie können laufend anfallen.
Wird Sperrmüll nachweißlich durch einen Mieter aus der Immobilie verursacht, muss dieser für die Kosten der Entsorgung selbst aufkommen. Auch wenn der Vermieter mit seinen Mietern die anteilige Umlegung von Sperrmüllkosten beschlossen hat, gilt dies nur wenn der Sperrmüll von unbekannten Personen verursacht wurde.