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Kalt- und Warmmiete

Für Mieter bzw. Mietinteressen sind die Begriffe Kaltmiete und Warmmiete von entscheidender Bedeutung, da sie die monatlichen Zahlungen an den Vermieter betreffen. Dabei handelt es sich um gängige Begriffe, dennoch ist es wichtig, dass man den Unterschied genau kennt. In manchen Fällen ist auch von Nettomiete bzw. Bruttomiete die Rede. Was sich dahinter verbirgt und worin die Unterschiede bei diesen Begrifflichkeiten bestehen, wird im Folgenden erläutert.

Kaltmiete und Mietspiegel

Die Kaltmiete ist gleichzusetzen mit der Grundmiete. Darunter versteht man den Betrag, den ein Mieter an den Vermieter für die Nutzung der gemieteten Fläche, also der Wohnung, bezahlt. Diese Miete ist ein Beitrag an den Vermieter für die Überlassung des Mietobjekts. Berechnet wird die Kaltmiete aus der Quadratmeteranzahl der Wohnung und dem Quadratmeterpreis. In der Kaltmiete oder auch Nettomiete sind keine weiteren Kosten enthalten. Wie hoch diese ausfällt, ist in der Regel von der Region bzw. der Lage und dem Baujahr des Hauses abhängig. Der Vermieter kann vergleichsweise frei über die Höhe der Kaltmiete entscheiden. In der Regel orientiert er sich dabei an dem jeweiligen Mietspiegel der Region. Umgekehrt dient die Kaltmiete auch als Grundlage zur Erstellung des ortsüblichen Mietspiegels. Dieser soll den Mietern und Vermietern als Vergleichswert für das Mietniveau in ihrer jeweiligen Stadt oder Gemeinde dienen. Will der Vermieter eine Erhöhung der Mietzahlungen durchsetzen, muss er den Mietspiegel ebenfalls als Orientierungspunkt ansetzen.

Warmmiete und Nebenkosten

In der Warmmiete sind neben der Kaltmiete noch weitere Kosten enthalten, weshalb diese auch Bruttomiete genannt wird. Bei diesen Kosten handelt es sich um die Nebenkosten. Diese fallen an für den Verbrauch an Warmwasser und Heizung. Weiterhin gehören Betriebskosten für die Müllentsorgung, die Grundsteuer, Gartenpflege oder den Hauswart zu den Nebenkosten. Welche und wie viele Nebenkostenpositionen auf den Mieter umgelegt werden, ist im Mietvertrag festgehalten. In der Regel wird für die Nebenkosten ein monatlicher Abschlag festgelegt, der am Ende des Abrechnungszeitraums mit den tatsächlich angefallenen Kosten verrechnet wird. Dazu dient die Erstellung der Nebenkostenabrechnung. Je nach Fall zahlt der Vermieter ein Guthaben oder fordert eine Nachzahlung, um die Kosten zu decken. Bei der Warmmiete ist zu beachten, dass diese nicht alle Kosten beinhaltet, die der Mieter im Rahmen des Mietverhältnisses zahlen muss. Weitere Ausgaben können für Telefon, Internet oder einen Kabelanschluss anfallen.