Heizungswartung – müssen Mieter dafür aufkommen?

Im Winter ist eine funktionstüchtige Heizung von unschätzbarem Wert. Um dies zu gewährleisten, ist es umso wichtiger, die Heizungsanlage in Mietshäusern in regelmäßigen Abständen zu warten. Das sichert nicht nur die Funktionen der Heizung, sondern verhindert zudem, dass die Anlage unnötig viel Energie für den Betrieb benötigt.

Aber wer kommt für die Kosten der Heizungswartung auf? Muss diese der Vermieter tragen oder kann er sie auf die Mieter umlegen? MINEKO klärt auf!

Müssen Mieter für die Wartung der Heizung aufkommen? Jetzt prüfen!

Inhalt:

Grundsätzlich gilt: Der Mietvertrag entscheidet!

Die Kosten für die Wartung einer Gastherme, einer Etagenheizung, eines Boilers oder anderen Heizungsanlagen können laut der Betriebskostenverordnung grundsätzlich als Betriebskosten eingestuft werden. Dementsprechend sind diese Kosten umlagefähig und können vom Vermieter jährlich auf die Mieter umgelegt werden.

Voraussetzung hierbei ist wie bei allen Betriebskosten, dass die Umlage dieser Position zwischen Mieter und Vermieter im Mietvertrag beschlossen wurde. Wenn Sie also die Position der Heizungswartung auf Ihrer Nebenkostenabrechnung sehen, lohnt sich der Abgleich mit Ihrem Mietvertrag. Eine Wartung der Gastherme und anderer Heizungsanlagen wird üblicherweise einmal im Jahr durchgeführt.

Sollten Sie gewisse Positionen nicht in Ihrem Mietvertrag vorfinden, hat ihr Vermieter eventuell falsche Kosten auf Sie umgelegt. Sollte dies der Fall sein, können Sie den jeweiligen Positionen natürlich widersprechen. Mehr dazu finden Sie im letzten Absatz dieses Artikels.

Welche Wartungsarbeiten können auf die Mieter umgelegt werden?

Bei der Wartung der Heizung werden in den meisten Fällen die Betriebsbereitschaft geprüft, der Heizkessel von innen gesäubert, der Öl- bzw. Gasbrenner eingestellt und, sofern Bedarf besteht, Teile wie Dichtungen, Düsen oder Schrauben ausgetauscht. Für diese Maßnahmen kann der Vermieter die Kosten auf die Mieter abwälzen, da sie wiederkehrend sind und regelmäßig anfallen. Dabei gelten auch Abstände von 2 Jahren, solange sie auch so eingehalten werden, als regelmäßig.

Dies gilt ebenso für die Messung des Schadstoff-Ausstoßes, die nach Vorschrift des Bundesimmissionsschutzgesetzes einmal pro Jahr durchgeführt werden muss. Somit muss der Mieter auch die Kosten für Abgasmessungen tragen.

Wenn allerdings einige Arbeiten diesbezüglich Aufgaben des Hausmeisters sind, ist die Sachlage in Bezug auf die Nebenkostenabrechnung etwas anders zu bewerten. In diesem Fall wird der Hausmeister bezahlt, damit er sich unter anderem um die Pflege, Überwachung und die Steuerung der Heizungsanlage kümmert. Daher fallen die hierfür entstehenden Lohnkosten dementsprechend unter die Position Hausmeister und können nicht als Kosten für die Wartung der Heizung abgerechnet werden. Das kann zu einer Doppelberechnung der Heizungskosten führen. Daher raten wir, genau zu überprüfen, welche Kosten der Wartung in der Nebenkostenabrechnung aufgeführt werden und ob diese an anderer Stelle bereits berechnet wurden.

Welche Arbeiten dürfen nicht in den Nebenkosten auftauchen?

Betriebskosten zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie regelmäßig anfallen, was unter anderem auf die Heizungswartung zutrifft. Wenn jedoch größere Elemente wie die Ölpumpe oder der Brenner gewechselt werden müssen, weil sie defekt sind, fällt dies unter Instandsetzung.

Diese Kosten sind folglich vom Vermieter zu tragen. Dieser muss dann bei der Rechnung besonders darauf achten, dass bei der Rechnungsstellung der Heizungsfirma die Reparaturkosten von den Wartungskosten getrennt werden, da die Beträge für Reparaturen und Instandsetzungen nicht umlagefähig sind und somit nicht von den Mietern gezahlt werden müssen. Auch hier werden oft Fehler vom Vermieter begangen, wenn die ganze Reparatur auf die Mieter umgelegt wird, obwohl nur die Wartung umlagefähig war.

So können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen!

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen.

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