Heizungswartung – müssen Mieter dafür aufkommen?

Müssen Mieter für die Heizungswartung aufkommen - MINEKO

Zu dieser Jahreszeit ist eine funktionstüchtige Heizung von unschätzbarem Wert. Um dies zu gewährleisten, ist es umso wichtiger, die Heizungsanlage in Mietshäusern in regelmäßigen Abständen zu warten. Das sichert nicht nur das einwandfreie Funktionieren der Heizung, sondern verhindert zudem, dass die Anlage unnötig viel Energie für den Betrieb benötigt. Aber wer kommt für die Kosten der Heizungswartung auf? Muss diese der Vermieter tragen? Oder kann er sie auf die Mieter umlegen? MINEKO klärt auf.

Der Mietvertrag ist entscheidend für die Umlage der Heizungswartung auf die Nebenkosten

Die Kosten für die Wartung einer Gastherme, einer Etagenheizung, eines Boilers oder anderen Heizungsanlagen können laut der Betriebskostenverordnung als Betriebskosten eingestuft werden. Dementsprechend sind diese Kosten umlagefähig und können durch die Mieter getragen werden. Voraussetzung hierbei ist wie bei allen Nebenkosten, dass die Umlage dieser Position zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter im Mietvertrag beschlossen wurde. Wenn Sie also die Position der Heizungswartung auf Ihrer Nebenkostenabrechnung sehen, lohnt sich der Abgleich mit Ihrem Mietvertrag. Eine Wartung der Gastherme und anderer Heizungsanlagen wird üblicherweise einmal im Jahr durchgeführt.

Welche Wartungsarbeiten der Heizung können auf die Nebenkosten umgelegt werden?

Bei der Wartung der Heizung werden zumeist die Betriebsbereitschaft geprüft, der Heizkessel von innen gesäubert, der Öl- bzw. Gasbrenner eingestellt und, sofern Bedarf besteht, Teile wie Dichtungen, Düsen oder Schrauben ausgetauscht. Für diese Maßnahmen kann der Vermieter die Kosten auf die Mieter abwälzen. Dies gilt ebenso für die Messung des Schadstoffausstoßes, welche nach den Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes einmal pro Jahr durchgeführt werden muss. Somit muss der Mieter auch die Kosten für Abgasmessungen tragen. Wenn allerdings einige Arbeiten diesbezüglich Aufgaben des Hausmeisters sind, ist die Sachlage in Bezug auf die Nebenkostenabrechnung etwas anders zu bewerten. In diesem Fall wird der Hausmeister bezahlt, damit er sich unter anderem um die Pflege, Überwachung und die Steuerung der Heizungsanlage kümmert. Daher fallen die hierfür entstehenden Lohnkosten dementsprechend unter die Position Hausmeister und können nicht als Kosten für die Wartung der Heizung abgerechnet werden. Das kann zu einer Doppelberechnung der Heizungsaufwände führen und daher raten wir genau zu überprüfen, welche Kosten der Wartung in der Nebenkostenabrechnung aufgeführt werden.

Welche Wartungsarbeiten dürfen nicht auf die Nebenkosten umgelegt werden?

Betriebskosten zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie regelmäßig anfallen, was unter anderem auf die Heizungswartung zutrifft. Wenn jedoch größere Elemente wie die Ölpumpe oder der Brenner gewechselt werden müssen, weil sie defekt sind, fällt dies unter Instandsetzung. Diese Kosten sind folglich vom Vermieter zu tragen. Dieser muss dann bei der Rechnung besonders darauf achten, dass bei der Rechnungsstellung der Heizungsfirma die Reparaturkosten von den Wartungskosten getrennt werden, da die Beträge für Reparaturen und Instandsetzungen nicht umlagefähig sind und somit nicht von den Mietern gezahlt werden müssen.

Wie können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

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