Belegeinsicht in die Nebenkostenabrechnung

Der Mieter hat das grundsätzliche Recht, Einsicht in die Belege der Nebenkosten zu nehmen, doch nur wenige nutzen diese Möglichkeit. Dabei bietet eine Einsichtnahme die Möglichkeit, Einspruch gegen falsche Posten zu erheben.

Welche Regelungen gelten für Vermieter und Mieter?

Nach dem Zugang einer Nebenkostenabrechnung kann ein Mieter beim Vermieter Einsicht in die Belege, welche der Abrechnung zugrunde liegen, nehmen. Ein Vermieter hat seinen Mieter in der Nebenkostenabrechnung nicht über sein Einsichtsrecht zu informieren. Fordert ein Mieter jedoch direkt nach dem Zugang seiner Abrechnung Einsicht in die Belege, wird eine mögliche Nachzahlung erst dann fällig, wenn der Mieter Einsicht in die Belege nehmen konnte.

Nach der Aufforderung eines Mieters, Einsicht in die Belege einer Abrechnung nehmen zu dürfen, sollte ein Vermieter dem Mieter einen oder sogar mehrere mögliche Termine nennen. Nimmt ein Mieter keinen der ihm angebotenen Termine wahr, muss er eine mögliche Nachzahlung trotzdem innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Abrechnung begleichen. Wird einem Mieter keine Einsicht gewährt, muss er eine Nachzahlung erst dann leisten, wenn ihm sein Vermieter entweder Einsicht in die Belege gewährt hat oder ihm die Belege zugesandt wurden. Wohnt ein Mieter weit von seinem Vermieter entfernt, kann der Mieter den Vermieter darum bitten ihm die Belege der Abrechnung in Kopie zuzuschicken. Die hierfür entstehenden Kosten sind vom Mieter zu tragen.

Der Vermieter ist nicht dazu verpflichtet die Belege einer Abrechnung schon bei der Zusendung einer Abrechnung an den Mieter zu schicken. Bei einer Belegeinsicht muss ein Mieter nicht selbst zugegen sein. Er kann einen Anwalt oder einen anderen gesetzlichen Vertreter an seiner statt zu der Einsicht bei seinem Vermieter entsenden. Des Weiteren ist es einem Mieter (oder seinem Verteter) bei der Einsicht auch erlaubt Fotos von den Belegen zu machen.

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