Nutzungszeitraum

Nutzungszeitraum einer Mietwohnung in der Nebenkostenabrechnung

Als Nutzungszeitraum wird derjenige Zeitabschnitt bezeichnet, in welchem ein Mieter eine Wohnung bewohnt. Der Begriff bezieht sich demnach auf den Zeitraum, in dem eine Wohnung genutzt wird. Inwiefern der Mieter tatsächlich Zeit in der betreffenden Wohnung verbracht hat, ist dabei nicht ausschlaggebend. Vielmehr zählt der Erhalt des Wohnungsschlüssels zu Beginn des Mietverhältnisses bzw. der Tag, ab dem der Mietvertrag gilt. Der Nutzungszeitraum endet dementsprechend, wenn das Mietverhältnis aufgehoben wird und die Wohnungsschlüssel zurückgegeben werden.

Berücksichtigung in der Nebenkostenabrechnung

Bei Umzügen kann es ggf. zu einem verkürzten Nutzungszeitraum kommen. Dies ist dann der Fall, wenn ein Mieter innerhalb des Abrechnungszeitraums ein- oder auszieht. Dieser verkürzte Nutzungszeitraum hat Einfluss auf die Berechnung der Nebenkosten. In der jährlich zu erstellenden Nebenkostenabrechnung muss der Nutzungszeitraum insofern berücksichtigt werden, dass dem Mieter nur Kosten abgerechnet werden, die auch während des Mietverhältnisses entstanden sind. Somit wird verhindert, dass der Mieter Nebenkosten von Vor- oder Nachmietern mittragen muss. Ein häufiger Fehler in der Betriebskostenabrechnung ist jedoch der Umstand, dass Mietern trotzdem Kosten für ein ganzes Jahr berechnet werden, auch bei verkürztem Nutzungszeitraum.

Beispielrechnung

Vorausgesetzt, der Abrechnungszeitraum bezieht sich auf das Kalenderjahr und der Mieter ist zum 31. März aus der Wohnung ausgezogen, ergibt sich ein Nutzungszeitraum von 90 Tagen. Angewendet auf eine Position wie Versicherungen und den Verteilerschlüssel Wohnfläche ergibt sich folgende Beispielrechnung:

(Gesamtkosten) : (Gesamtverteiler) x (Einzelverteiler) : (Abrechnungszeitraum) x (Nutzungszeitraum)

1.000 € : 400 mx 60 m: 365 Tage x 90 Tage = Kostenanteil

Sowohl der Abrechnungszeitraum als auch der ggf. abweichende Nutzungszeitraum müssen in der Nebenkostenabrechnung erkennbar aufgeführt werden. Des Weiteren müssen neben dem Verteilerschlüssel die Anzahl der Tage bzw. Monate in der Errechnung des jeweiligen Mieteranteils auftauchen.