Guthaben bei der Nebenkostenabrechnung

Guthaben bei der Nebenkostenabrechnung - MINEKO

Laut Gesetz ist der Vermieter zur regelmäßigen Erstellung einer Nebenkostenabrechnung verpflichtet. Die Vorauszahlungen welche vom Mieter, über das Jahr hinweg, an den Vermieter entrichtet werden, sind nur als Vorleistungen auf die eigentliche Nebenkostenabrechnung zu betrachten. Fallen die Vorauszahlungen eines Mieters auf die Nebenkostenabrechnung zu hoch aus, ist ihm sein dadurch entstehendes Guthaben, vom Vermieter umgehend zu erstatten.

Wie muss Guthaben bezahlt werden?

Nach dem Zugang der Nebenkostenabrechnung beim Mieter, ist der Vermieter zur Ausbezahlung des Guthabens innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen verpflichtet. Anderweitige Vereinbarungen zum Zeitpunkt der Ausbezahlung eines möglichen Guthabens sind von Mieter und Vermieter sonst im Mietervertrag klar zu vereinbaren. Auch eine mögliche Einsichtnahme des Mieters, in die Belege der Betriebskosten, gewähren dem Vermieter keinen Aufschub der Erstattung des Guthabens an den Mieter. Durch die Zusendung der Nebenkostenabrechnung an den Mieter hat der Vermieter ein Guthaben des Mieters bereits anerkannt.

Bevor man als Mieter nun Anspruch auf ein entstandenes Guthaben erhebt, sollte man vorher überprüfen ob man hinsichtlich der laufenden Vorauszahlungen auf die nächste Nebenkostenabrechnung nicht in Verzug ist, denn das würde dem Vermieter ein Argument an die Hand geben, mit welchem er eine Einbehaltung des entstandenen Guthabens rechtfertigen könnte.

Was tun, wenn der Vermieter Guthaben nicht ausbezahlt?

Sollte ein Mieter innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen nach Zugang der Nebenkostenabrechnung, noch immer keine Erstattung vom Vermieter erhalten haben, sollte er den Vermieter zuerst informell per Telefon oder E-Mail an eine Erstattung erinnern, dann viele Vermieter wissen nicht von ihrer Pflicht zur umgehenden Erstattung eines Guthabens an den Mieter. Weigert sich der Vermieter daraufhin das Guthaben auszubezahlen bzw. antwortet nicht, sollte man als Mieter den Vermieter per Einschreiben abmahnen und ihn auf seine Zahlungspflicht hinweisen. Es ist ratsam in dem Schreiben an den Vermieter eine klare First zur Ausbezahlung des Guthabens zu setzen.

Eine Weitere Möglichkeit des Mieters wäre, ein ihm in der Nebenkostenabrechnung anerkanntes Guthaben, mit den laufenden Vorauszahlungen auf die Nebenkosten zu verrechnen. Dies sollte dem Vermieter jedoch in einem Mahnbescheid mitgeteilt werden, da dies sonst zur Pflichtverletzung des Mieters führen würde. Außerdem sollte in einem solchen Mahnbescheid auch klar vermerkt sein, dass sich die Verrechnung nur auf die laufenden Vorauszahlungen der Nebenkosten und nicht auf die Miete bezieht. Dieser Weg ist einer möglichen Klage vor Gericht klar vorzuziehen, da sie weniger Zeit kostet und einem viel Zeit und Ärger erspart.

Eine Verrechnung eines Guthabens des Mieters mit den laufenden Vorauszahlungen ist dem Mieter jedoch nur gestattet, wenn ihm der Vermieter dieses Guthaben in einer vorher zugegangen Nebenkostenabrechnung bereits zugesprochen hat. Eine Verrechnung eines selbst geschätzten bzw. errechneten Guthabens, würde zur Pflichtverletzung des Mieters führen und den Vermieter zur Kündigung des Mietvertrags berechtigen. Wenn man als Mieter davon ausgeht, dass man Anspruch auf eine Guthaben hat, sollte man den Vermieter innerhalb einer Frist von 12 Monaten nach dem Abrechnungszeitraum, zur ordnungsgemäßen Erstellung einer Nebenkostenabrechnung auffordern.

Dem Mieter bleiben nach dem Ende der Abrechnungsperiode, in welchem sein Guthaben entstanden ist, 3 Jahre Zeit seinen Anspruch auf Erstattung geltend zu machen. Danach verjährt sein Anspruch.

Erstattung eines Guthabens nach Auszug

Wenn ein Mieter bereits aus seiner Wohnung ausgezogen ist und ihm ein mögliches Guthaben vom Vermieter nicht ausbezahlt wird, bleibt ihm nur der Weg vor Gericht. Für eine mögliche Klage reicht dem Mieter die ihm zugegangen Nebenkostenabrechnung als Begründung. Falls er gegen die Abrechnung Widerspruch einlegen will, obwohl ihm bereits ein Guthaben anerkannt wurde, so hat auch er nach Zugang der Nebenkostenabrechnung 12 Monate Zeit seinen Widerspruch einzureichen.

Wie können Sie Ihre Nebenkosten prüfen lassen?

Nebenkosten sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

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