Das Umlageausfallwagnis – der Risikoschutz des Vermieters

Ein weiter interessanter Posten in der Nebenkostenabrechnung ist das Umlageausfallwagnis. Auf den ersten Blick eine unscheinbare Vokabel, die den meisten Mietern in ihrer allumfassenden Bedeutung nicht zwingend geläufig ist. Zeit, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Umlageausfallwagnis in Nebenkosten - MINEKO

Inhalt:

Wen betrifft das Umlageausfallwagnis?

Grundsätzlich kommen nur Mieter und Vermieter von preisgebundenen, steuerbegünstigten Mietwohnungen mit diesem Betriebskosten-Zuschlag in Kontakt. Die Neubaumieterverordnung gibt aus, dass in öffentlich geförderten Mietwohnungen das Umlageausfallwagnis seitens des Vermieters erhoben werden kann.

Bewohnt man also eine Sozialwohnung, ist die Hausverwaltung gesetzlich ermächtigt, diesen Posten einzufordern.
Konkret bedeutet dies aber auch, dass Vermieter einer normalen Wohnung das Umlageausfallwagnis nicht erheben dürfen. Eine Ausnahme bildet hier eine explizite Vereinbarung im Mietvertrag, die individual-vertraglich mit dem Mieter beschlossen wurde.

Ein Blick in seinen Mietvertrag und seine Betriebskostenabrechnung wäre anzuraten, ein fälschlicherweise erhobenes Umlageausfallwagnis betrifft nicht wenige Mieter von normalem Wohnraum.

Warum erheben Vermieter diesen Posten in den Nebenkosten?

Die Hausverwaltungen wollen natürlich auch Risiken minimieren und möglichst wirtschaftlich arbeiten. Oftmals entstehen aber uneinbringliche Rückstände von Nebenkosten, wie beispielsweise durch Leerstand. In nicht wenigen Fällen sind Wohnungen über längeren Zeitraum unbewohnt, da diese für Bezugsberechtigte vorbehalten ist.

Bei Sozialwohnungen und staatlich gefördertem Wohnraum gehen die Vermieter Verpflichtungen ein, die ihnen sowohl beim Mietpreis, als auch bei der Auswahl der Mieter starke Grenzen setzen. So darf die Wohnung in keinem Fall an Nicht-Bezugsberechtigte vergeben werden und es muss die Miete stets auf einem bestimmten Stand gehalten werden. Viele Risiken, gegen die sich der Vermieter durch besagten Posten in den Betriebskosten absichern möchte.

Kurz gesagt ist das Umlageausfallwagnis ein Zuschlag zu den bestehenden Nebenkosten, die den Vermieter für einem künftigen Ausfall dieser schützen sollen.

Richtlinien für die Bemessung

Diese Zumessung unterliegt natürlich auch gewissen Bestimmungen: Sollte eine Barkaution oder eine Bürgschaft einem Umlageausfall vorgebeugt haben, darf kein Umlageausfallwagnis veranschlagt werden. Konkret können maximal 2 Prozent der Nebenkosten bemessen werden. Nicht zuletzt liegen die gesamten Betriebskosten des entsprechenden Wohnraums zugrunde und mitnichten nur die Nebenkostenvorauszahlung des Mieters.

Auf was gilt es als Mieter zu achten:

checkliste umlageausfallwagnis

Zusammenfassend ist auch das Umlageausfallwagnis ein Betriebskostenteil, der so manchen Zweifel im Mieter nährt. Unsere Experten bringen gern Licht ins Dunkel und beleuchten alle Details ihrer Nebenkostenabrechnung.

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Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Doch über 80% der Abrechnungen sind fehlerhaft, die durchschnittliche Ersparnis beträgt 221 Euro! 

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