Wer zahlt die Straßenreinigung nach Silvester

Sauber machen nach Silvester- Wer muss ran?

Das neue Jahr beginnt traditionsgemäß mit viel Feuerwerk. Es wird gefeiert, man hat Spaß. Der nächste Morgen zeigt das Ausmaß der Festivitäten: Raketenüberreste, Knallerpapier und Pulverreste pflastern Bürgersteig, Straße und Gärten gleichermaßen. Doch wer ist für die Entsorgung zuständig? Der Hausmeister? Die Straßenreinigung? Der Mieter? Vor allem, wenn man selbst nicht geknallt hat, will man die Reste wohl kaum entfernen. Muss man es vielleicht dennoch? Wir klären, wer für welchen Bereich zuständig ist und wie es sich generell mit der Straßenreinigung verhält.

Straßenreinigung und Hausmeister sind umlagefähige Nebenkosten

Die Straßen werden durch die öffentlichen Betriebe sauber gehalten. Als Anlieger ist man jedoch verpflichtet, sich an den Kosten der Straßenreinigung zu beteiligen. Der Vermieter darf diese Gebühr jedoch auf die Mieter umlegen. Dazu ist er auch berechtigt, wenn ein privater Reinigungsdienst der Straßenreinigung nachgeht. Um die Reinigung des Hauses sowie des Grundstücks kümmert sich bei Mietshäusern in der Regel ein Hausmeister. Auch diese Kosten sind auf jeden Fall auf die Mieter umlegbar.

Hausmeister nicht verantwortlich? Der Mietvertrag sollte Auskunft geben

Demnach bezahlen Mieter eigentlich schon durch ihre Nebenkosten für die Entsorgung des Silvestermülls. Da die Böllerleichen jedoch einen entscheidenen Mehraufwand an Zeit und Reinigung darstellen, kann es durchaus sein, dass es sich hier um einen Sonderfall handelt, der nicht mehr durch die üblichen Nebenkosten gedeckt ist. Dieser müsste jedoch im Mietvertrag bzw. in der Hausordnung aufgeführt werden. So wäre hier zu vereinbaren, dass die Verursacher selbst für die Beseitigung des Silvestermülls verantwortlich sind. Ist das der Fall, kann man sich nicht mehr auf die Dienste des Hausmeisters verlassen, sondern muss selbst zu Besen und Schippe greifen und Bürgersteig, Garten und ggf. Innenhof von den Hinterlassenschaften befreien. Das gilt auch dann, wenn Schnee die Arbeit erschwert.

Sonderkosten für alle Mieter

In einem Mehrfamilienhaus ist es jedoch selten nur eine Partei, die sich an der alljährlichen Silvesterknallerei beteiligt. Was also, wenn keiner seiner vertragsgemäßen Verantwortung nachkommt? In diesem Fall würde der Vermieter den Hausmeister oder einen externen Dienstleister mit der Reinigung betrauen. Die dadurch entstehendenen Kosten kann er dann auf alle Mieter als Sonderkosten in den Nebenkosten umlegen.
Wer sich demnach nicht sicher ist, sollte einen Blick in seinen Mietvertrag bzw. in die Hausordnung werfen und muss dann eventuell selbst kurz raus, um die Knallerreste zu entsorgen. Packen alle Verantwortlichen mit an, ist die Arbeit meist schnell beendet und man spart sich die zusätzlichen Kosten bei der nächsten Nebenkostenabrechnung.