Die Wohnflächenverordnung

Die Wohnflächenverordnung definiert und steuert die Berechnung der Wohnflächen.

Bei der Erstellung der Nebenkostenabrechnung wird sie oft von Vermietern als Basis zur Mieterumlage der Betriebskosten verwendet.

Wohnfläche als Verteilerschlüssel

Die für den Verteilerschlüssel wichtige Wohnflächenberechnung wird durch die Wohnflächenverordnung konkret reglementiert.

Viele Posten der Nebenkosten werden dadurch für jeden einzelnen Mieter individuell ermittelt. Sofern nicht anders im Mietvertrag vereinbart, dient die Wohnfläche dort als entsprechendes Maß. Andere Kennzahlen in einem Verteilerschlüssel können unter anderem auch die Personenanzahl, der Verbrauch oder die Kubikmeter umbauter Raum sein.

Die Wohnflächenverordnung ist maßgeblich für den Vermieter, da sie klar definiert, was als Wohnraum und Wohnfläche angesehen darf und was nur anteilig beziehungsweise gar nicht zur Wohnfläche gehört. Sofern er im Mietvertrag nicht klar ausgibt, welche Verordnung er zurate zieht, muss der Verwalter sich nach der Wohnflächenverordnung richten.

Wohnflächenberechnung

In jener werden auszugsweise ein Schwimmbad und der Wintergarten als Wohnfläche abgegrenzt. Nicht als ebensolche Nutzfläche sind Verkleidungen von Fenstern und Türen, sämtliche Rahmen und Grundflächen sowie Fensternischen und Schornsteine deklariert.

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt in der Wohnflächenberechnung ist der anteilige Einbezug von Dachschrägen. Die Wohnflächenverordnung gibt dort klar vor, dass alle Flächen mit unter einem Meter Wandhöhe nicht zu 100% angerechnet werden können.

So fallen die Quadratmeter der Wohnung, welche Dachschrägen mit unter einem Meter Höhe innehalten, gänzlich aus der Wohnfläche heraus.

Neben der Wohnflächenverordnung gibt es eine zweite und unterschiedliche Grundlage für Vermieter, die Wohnfläche zu berechnen: Die DIN_Norm 277 kann ebenfalls dafür zugrunde gelegt werden.

Bei preisgebundenem Wohnraum, also beispielsweise Sozialwohnungen, ist die Wohnflächenverordnung jedoch bindend.