Widerspruch der Nebenkosten

Der Widerspruch bezeichnet das Veto des Mieters gegenüber der ihm zugestellten Nebenkostenabrechnung.

Jährlich wird diese vom Vermieter erstellt und dem Meter übermittelt. Die daraus resultierende Zahlungsverpflichtung bezieht sich auf den vorangegangenen Abrechnungszeitraum.

Widerspruchsfrist und Belegeinsicht

Mit dem Widerspruch erhält sich der Mieter das Recht Zweifel an der Korrektheit der Nebenkosten geltend zu machen und sie einer Prüfung zu unterziehen. Dazu steht es dem Mieter frei eine Belegeinsicht vorzunehmen.

Sollten Kostenpositionen formell inkorrekt erstellt oder Positionen falsch umgelegt worden sein, kann der Mieter die Forderung bestreiten und eine Korrektur durchsetzen. Um den Widerspruch vorzutragen, hat der Mieter nach dem Eingang der Abrechnung 12 Monate Zeit.

Er kann in diesem Zeitrahmen jederzeit Einwendungen vornehmen. Ist die besagte Einwendungsfrist verstrichen, ist kein Widerspruch zur Nebenkostenabrechnung mehr möglich und der Mieter muss die Zahlungsverpflichtung akzeptieren.

Widerspruch schützt vor Säumnis nicht

Ein Widerspruch der Nebenkosten kann unter Umständen auch nach Ablauf der Widerspruchs- beziehungsweise Einwendungsfrist vorgenommen werden, sofern der Mieter selbst die Verzögerung nicht zu verschulden hat.

Vermieterseitige Verhinderungen der Belegeinsicht oder Verwahrung der Belege und Rechnungen stellen ausreichende Gründe dar, um einen Aufschub der Widerspruchsfrist zu erwirken.
Keineswegs erlischt jedoch die Zahlungsforderung der Nebenkostennachzahlung, wenn der Mieter einen Widerspruch vorbringt.

Die Fälligkeit der Nebenkosten ist also unabhängig von der Widerspruchsfrist und man gerät in Zahlungsverzug, sobald das Zahlungsziel überschritten wird.

Eine Zahlung der Nebenkosten unter Vorbehalt erhält somit die Option des Widerspruchs und der Prüfung.

Kurzum ist der Widerspruch unerlässlich, will der Mieter einen begründeten Zweifel an der Nebenkostenabrechnung geltend machen und zu hohe Forderungen abwenden.