Die Umlage

Der Begriff der Umlage umfasst generell eine Kosten-Verteilung innerhalb eines Betriebes oder einer Wirtschaftseinheit anhand von Kennzahlen und Schlüsseln.

Bei Wohnanlagen entstehen viele laufende Kosten. Einige Kostenpositionen wären beispielsweise Wasser- und Heizungskosten, Hausmeistertätigkeiten, Gartenpflege und Versicherungen.

Auch die Entwässerung, Reinigung sowie Pflege des Mietshauses und der Mietsache verursachen Beträge, die die Hausverwaltung zu leisten hat.
Ebenso müssen auch Nebenkosten, wie Straßenreinigung, Beleuchtung und Aufzug finanziert werden.

Diese Kosten darf der Vermieter auf die Mieter in der Nebenkostenabrechnung umlegen. Grundsätzlich zählen die Summen, die zur Unterhaltung der Wohnanlage regelmäßig anfallen als umlagefähige Nebenkosten. Diese Umlage auf die Mieter ist in der Betriebskostenverordnung dezidiert geregelt.

Umlage der Nebenkosten

Der Vermieter muss sich auf einen Verteilerschlüssel zur Ermittlung der anteiligen Kosten jedes Mieters festlegen. Gängig ist die Umlage nach Wohnfläche und Quadratmeter. Sofern der Vermieter im Mietvertrag eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat, ist die Umlage der Nebenkosten zum Beispiel auch nach Personenanzahl möglich.

Der Verteilerschlüssel ermöglicht Näherungswerte der verbrauchsabhängigen Nebenkosten. Sollte jede Mietpartei einen eigenen Wasserzähler besitzen kann der Vermieter auch über diese den genauen Wasserverbrauch bestimmen.

Die Umlage der Betriebskosten ist aber an eine wirksame Vereinbarung mit dem Mieter gebunden und muss die einzelnen Posten enthalten. Nicht umlagefähige Nebenkosten wären auszugsweise die Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten, die schon mit der Miete abgegolten sind.