Irrtümer im Mietrecht – Wie oft sind Partys erlaubt?

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Für eine ausgelassene Feier gibt es viele gute Gründe: Silvester, Karneval, Geburtstage, bestandene Prüfungen usw. Wenn Mieter bei sich zu Hause eine Party veranstalten, kann das oft zu Streit mit den Nachbarn oder dem Vermieter führen. Der Grund dafür liegt meistens in der Lärmbelästigung. Doch auch als Mieter hat man ein Recht, sich frei zu entfalten. Trifft das auch auf Partys zu? Nach landläufiger Meinung darf einmal im Monat lautstark gefeiert werden, doch entspricht das wirklich den gesetzlichen Regelungen? Und was passiert, wenn plötzlich die Polizei auftaucht und die Feierlichkeiten unterbindet? Mit welchen Folgen muss man rechnen?

Das sagt das Mietrecht

In der Gesetzgebung ist kein Recht auf Party vorgesehen. Im Gegenteil: Die Vorschriften des Mietrechts zu Feiern in Mietwohnungen sprechen eine klare Sprache. Von 22 bis sechs Uhr gilt die Nachtruhe und das ohne Ausnahme. Dementsprechend müssen etwaige Feierlichkeiten im Garten oder auf dem Balkon ab zehn Uhr in die Wohnung verlegt werden, wobei Zimmerlautstärke einzuhalten ist. Der Irrtum, dass man einmal im Monat eine Party veranstalten darf, basiert wahrscheinlich auf einem Urteil des Bremer Amtsgerichts aus den 50er Jahren, welches entschieden hatte, dass Nachbarn zumutbare Beeinträchtigungen durch gelegentliche Feiern akzeptieren müssen. Allerdings rechtfertigt das nicht eine Missachtung der Ruhestörung.

Folgen bei Verstößen gegen die Nachtruhe

Wenn die Party nach 22 Uhr lautstark in der Mietwohnung fortgesetzt wird, muss der Mieter im schlimmsten Fall mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Sollten die Nachbarn die Polizei rufen, müssen die Ordnungshüter jedoch zuallererst verhältnismäßig handeln. Daher wird zunächst das Gespräch gesucht mit der Bitte, die Lautstärke durch Musik und Gäste zu reduzieren. Meist bleiben die Beamten allerdings in Nähe, da in der Praxis die Party nach ihrem Besuch oftmals einfach fortgesetzt wird. Wenn die Polizisten mehrmals die Wohnung wegen des Partylärms aufsuchen müssen, können sie sowohl die Musikanlage beschlagnahmen als auch lärmende Gäste der Wohnung verweisen. In dem Fall ist meist eine Anzeige wegen nächtlicher Ruhestörung fällig, die eine saftige Geldbuße zur Folge haben kann.

Feiern ohne Streitigkeiten

Zwar sind die rechtlichen Bestimmungen eindeutig, dennoch kann man Party und Frieden unter Nachbarn unter einen Hut bringen. Wer eine Feier plant, sollte mit den Nachbarn persönlich reden und diese am besten mit einladen. Meist lassen sich so Konflikte im Vorfeld vermeiden. Ein einfacher Aushang reicht aber nicht aus, da man auf diese Weise kein Einverständnis einholt.

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