Mietwohnung in Berlin – wer will das bezahlen?!

In Berlin, einer der beliebtesten deutschen Städte, steigen die Mieten seit Jahren, im Schnitt um 60% zwischen 2008 und 2018. Ebenfalls seit Jahren steigt Berlins Einwohnerzahl, 40.000 Menschen verschlägt es pro Jahr in die deutsche Hauptstadt. Von denen brauchen natürlich alle eine Wohnung. Nur leider ist der Mietmarkt völlig überlastet. Von den insgesamt 1,9 Millionen Wohnungen der Stadt sind 1,6 Millionen Mietobjekte. Der Leerstand beträgt knapp 2 Prozent, also nur rund 16.000 Wohnungen. Bei einer derartigen Nachfrage ist die Mietsteigerung vorprogrammiert, was viele Berliner hart trifft. Denn 86 Prozent der Berliner sind Mieter!

Altbau-Berlin

Wer mieten will muss Geld haben!

Wer in Berlin eine Wohnung finden will, muss sich auf einiges gefasst machen. Von Massenbesichtigungen bis hin zu Schmiergeldern für Vermieter, um sicher zu stellen, dass man die Wohnung auch wirklich bekommt.

Innerhalb der letzten 10 Jahre haben sich die Mieten in Berlin verdoppelt, von durchschnittlich 5,20 Euro auf 9,50 Euro je Quadratmeter. In manchen Szene-Stadtteilen sind die Mieten in astronomische Höhen geschnellt. So sind zum Beispiel in Neukölln die Preise um 143 Prozent in nur 10 Jahren gestiegen.

Seit 2007 haben sich die Mieten in früher als unattraktiv geltenden Stadtteilen immens verteuert: in Britz um 87 Prozent, im Altbaugebiet Tiergarten um 97,7 Prozent und im Plattenbauparadies Marzahn sogar um satte 115 Prozent! Zum Vergleich: Die Reallöhne sind im selben Zeitraum nur um 15 Prozent gestiegen. 46 Prozent ihres Einkommens geben Berliner im Schnitt für das Wohnen aus.

Die vermeintlichen Gewinner der Gentrifizierung

Die modernen Neubauten, die innerhalb der letzten Jahre vor allem in den Bezirken Mitte und Prenzlauer Berg gebaut wurden, glänzen zwar mit geringen Nebenkosten, sind aber für den Durchschnittsverdiener unmöglich bezahlbar.

Waren vor 10 Jahren Stadtteile wie Friedrichshain und Kreuzberg noch erschwinglich, steigen hier die Lebenshaltungskosten auch für Geringverdienende in hohem Maße.

Die Verlierer der Gentrifzierung – eine Studie belegt es!

Wenn man bis zu 46 Prozent seines Einkommens für seinen Wohnraum aufbringen muss, bleibt nicht viel für Anderes: Urlaube, technische Anschaffungen und Hobbys werden zu Luxus oder können nicht finanziert werden.

Vor allem Einkommensschwache wie Studenten und Rentenbezieher leiden akut unter diesem Umstand. Auch wenn Studenten durch die Anhebung der Steuerfreibeträge besser verdienen können, reicht dies mit den üblichen Nebenjobs kaum für bezahlbaren Wohnraum.

Gerade für Familien mit niedrigem Einkommen ist die Lage dramatisch. Es ist kaum noch möglich bezahlbaren und angemessenen Wohnraum in und um die Hauptstadt zu finden.

Laut einer Studie der Berliner Humboldt-Universität verstärkt sich die Kluft zwischen Arm und Reich durch steigende Mieten. Da man das Einkommen nicht immer steigern kann und die Mieten ganz sicher nicht sinken werden, blicken die Mieter deutschlandweit in keine rosige Zukunft.

Mit der Kaltmiete steigen die Nebenkosten

Nicht nur die Mieten steigen, sondern seit Jahren auch die Nebenkosten. Der Bund der Steuerzahler (BdST) stellte fest, dass im Vergleich mit allen Landeshauptstädten die Berliner die höchsten Wohnnebenkosten zahlen. Das sind durchschnittlich 2,77 Euro pro Quadratmeter. Dafür sind unter anderem Heiz- und Warmwasserkosten verantwortlich, die im Osten generell höher liegen als im Westen Deutschlands. Dies ist auch auf klimatische Einflüsse, aber ebenso auf die Preise von Öl, Gas und Fernwärme zurückzuführen. Nach Schätzungen sollen in den kommenden Jahren die Kosten für Öl und Gas um rund zehn Prozent steigen, für Fernwärme um rund zwei Prozent. Dies sollte bei der Wohnungswahl mitbeachtet werden. Denn vor allem Altbauwohnungen mit hohen Decken verursachen hohe Heizkosten.

Um die Energiekosten zu senken, haben viele Hauseigentümer Berlins in den letzten Jahren Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt: unter anderem zur Dämmung oder Verbesserung der Wärmeversorgung. So wurden häufig alte Kohleheizungen ersetzt oder alte Fenster für eine bessere Isolierung durch Mehrfachverglasung ausgetauscht. Das spart zwar Heizkosten, bedeutet aber meistens auch ein Anstieg der Kaltmiete.

Die zusätzliche Belastung durch wachsende Nebenkosten, vor allem in Kombination mit steigenden Mieten, führt dazu, dass selbst alteingesessene Anwohner mit einer relativ geringen Kaltmiete sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten können. Durch diese Verdrängung bleibt nur der Umzug in das Berliner Umland, was mittlerweile auch dort zu einer starken Preissteigerung führt.

Nebenkosten bieten Einsparpotential

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