Man unterschreibt Kündigung

Kündigung des Mietvertrages

Es gibt viele Gründe sein Mietverhältnis zu kündigen. Unabhängig von den Beweggründen stellt sich stets die Frage wie eine Kündigung aussehen und was man dabei als Mieter oder Vermieter beachten muss. Wir klären häufig gestellte Fragen auf.

Welche Fristen gilt es zu beachten?

Als Mieter muss bei unbefristeten Mietverträgen grundsätzlich eine Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden. Diese Frist gilt unabhängig von der Dauer des Mietverhältnisses. Kündigt hingegen der Vermieter, dann gelten je nach Dauer des Mietverhältnisses gestaffelte Kündigungsfristen: Bei Mietverträgen bis zu fünf Jahren beträgt die Kündigungsfrist drei Monate, nach mehr als fünf Jahren beträgt die Frist ein halbes Jahr und nach acht Jahren erhöht sich die Frist auf neun Monate.

Wie muss eine ordentliche Kündigung aussehen?

Eine Kündigung muss stets schriftlich zugehen. Es ist darauf zu achten, dass alle Mietparteien die Kündigung unterschreiben. Als Mieter ist es nicht nötig, seine Kündigung zu begründen, das Schreiben muss lediglich unmissverständlich als Kündigung zu verstehen sein. Möchte man als Vermieter einen Mietvertrag kündigen, so muss diese jedoch mit einer Begründung versehen werden.

Wann darf ein Vermieter kündigen?

Eine Kündigung durch den Vermieter ist nur dann möglich, wenn ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses besteht. Dies ist häufig der Fall, wenn der Mieter seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommt (wie beispielsweise bei Mietrückstand oder bei schweren Verstößen gegen die Hausordnung). Auch wenn Eigenbedarf an dem Wohnraum besteht oder eine Kernsanierung aus wirtschaftlichen Gründen unbedingt notwendig ist, kann der Vermieter kündigen. Andere Gründe sind denkbar, sie müssen jedoch ähnlich schwerwiegend sein wie die genannten Beispiele.

Wann kann ich als Mieter einer Kündigung widersprechen?

Auch wenn der Vermieter einen berechtigten Grund zur Kündigung vorweisen kann, kann der Mieter der Kündigung widersprechen. Dies ist bei sogenannten Härtefällen zutreffend. Ein Härtefall liegt beispielsweise dann vor, wenn keine Ersatzwohnung unter zumutbaren Bedingungen beschafft werden kann. Des Weiteren liegt ein Härtefall vor, wenn der betroffene Mieter schwer erkrankt ist oder bereits in einem hohen Alter ist.

Welche Ausnahmen gilt es bei Kündigungen des Mietvertrages zu beachten?

Bei Mietverträgen, die auf Zeit geschlossen wurden, kann vor Ablauf dieser Zeit in der Regel nicht ordentlich gekündigt werden. Aufgrund dieses Ausschlusses des Kündigungsrechts können Zeitmietverträge nur dann vorzeitig aufgelöst werden, wenn triftige Gründe dafür vorliegen. Dies kann der Fall sein, wenn zum Beispiel aufgrund anstehenden Nachwuchses die Wohnung zu klein wird.