Instandhaltungskosten

Instandhaltungskosten sind alle Kosten, die zum Erhalt der Mietsache notwendig sind, und die bei Beseitigung von Schäden anfallen, die nicht schuldhaft vom Mieter verursacht worden sind.
Bei den Instandhaltungskosten handelt es sich keinesfalls um Betriebskosten und deshalb dürfen sie nicht in die Betriebskostenabrechnung mit aufgenommen werden.
Instandhaltungskosten grenzen sich insofern von den Schönheitsreparaturen ab, als dass sie nicht per Mietvertragsklausel auf den Mieter umgelegt werden können. Zudem betreffen sie auch die Ausbesserung und Instandhaltung des ganzen Gebäudes und nicht nur innerhalb der Wohnung.

Es gibt zwei Arten von Instandhaltungskosten:

  • Fremdinstandhaltungskosten: Kosten der Instandhaltung, die durch Dritte durchgeführt wurden
  • Eigeninstandhaltungskosten: durch den Vermieter selbst ausgeführte Instandhaltungsmaßnahmen

Eine Ausnahme für eine Übernahme der Instandhaltungskosten würde sich ergeben, wenn der Mieter die Wohnung freiwillig und auf eigene Kosten ausbaut (z.B. Einbau einer neuen Heizungsanlage), hierbei ist natürlich unbedingt die vorherige Erlaubnis des Vermieters einzuholen.
Bei normalen Instandhaltungsmaßnahmen steht es dem Vermieter frei, wie er diese dann durchführt und wen er dazu beauftragt, solange es dem Erhalt des ordnungs- und vertragsgemäßen Zustandes dient.
Kommt der Vermieter seiner Instandhaltungspflicht nicht nach, kann der Mieter eine Mietminderung, Schadensersatz oder eine Kündigung durchsetzen.