Gartenpflege in der Nebenkostenabrechnung

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Haushaltsnahe Dienstleistung kennen viele steuerpflichtige Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der Einkommensteuererklärung. Derartige Dienstleistungen werden in drei Kategorien unterteilt: Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen. Je nach Gruppierung errechnet sich eine eventuelle Steuerermäßigung. Für haushaltsnahe Dienstleistungen wird nicht auf eine Person aus dem privaten Haushalt zurückgegriffen, sondern ein externes Dienstleistungsunternehmen oder ein Freiberufler beauftragt.

Beispiele für haushaltsnahe Dienstleistungen:

  • Wohnungspflege/-reinigung
  • Gartenpflege
  • Kinderbetreuung
  • Betreuungs- und Pflegedienste

Personenbezogene Dienstleistungen wie zum Beispiel Nagelmaniküre oder ein Frisörtermin fallen nicht unter die Kategorie haushaltsnah. Dies gilt auch dann nicht, wenn sie im Haushalt des Steuerpflichtigen ausgeführt werden.

Haushaltsnahe Dienstleistungen in der Einkommensteuererklärung

Unter Vorlage entsprechender Rechnungen und Nachweise können auf Antrag beim zuständigen Finanzamt bis zu 20 Prozent der Lohnsteuer, die das externe Unternehmen bzw. der Freiberufler von dem Steuerpflichtigen erhält, von der zu zahlenden Steuer des Steuerpflichtigen abgezogen werden. Die Höchstwerte liegen für Mini-Jobber auf 450-Euro-Basis bei maximal 510 Euro, für Vollzeitangestellte sind dies maximal 4.000 € und für Handwerker maximal 1.200 €. Das bedeutet eine 20-prozentige Minderung der zu zahlenden Steuersumme und somit ein Ersparnis für den Steuerzahler. Voraussetzung hierfür ist die Zahlung via Bank und das Vorliegen entsprechender Rechnungen. Mit der Banküberweisung soll der Schwarzarbeit vorgegriffen werden, daher werden Barzahlungen seitens der Finanzämter nicht anerkannt. Veranlagungszeitpunkt ist grundsätzlich das Jahr, in dem die Rechnung gezahlt wurde. Weiterhin ist zwingend erforderlich, dass die Dienstleistung in der eigenen Wohnung bzw. Eigenheim des Steuerpflichtigen oder dessen Grundstück erfolgt.

Welche Kosten der haushaltsnahen Dienstleistung darf man in der Einkommensteuererklärung geltend machen?

Wenn nach der Ausführung der haushaltsnahen Dienstleistung eine Rechnung des Fremdunternehmens bzw. Freiberuflers eingereicht wird, sollte neben der grundsätzlichen Prüfung der Rechnung kontrolliert werden, ob die Kosten für Arbeitslohn, Fahrtkosten oder Maschinenkosten detailliert und separat aufgeführt wurden. Ausschließlich die vorgenannten Kostenarten dürfen in der Einkommensteuererklärung steuermindernd angegeben werden. Keine Auswirkungen auf die Steuerschmälerung haben zum Beispiel folgende Kosten: Materialkosten, Kosten für Warenlieferungen, Verwaltungsgebühren oder Müllabfuhrgebühren.

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Betriebskostenabrechnung

Um die Steuerermäßigung in Anspruch nehmen zu können, müssen Steuerpflichtige nicht unbedingt selbst der Auftraggeber der haushaltsnahen Dienstleistungen sein. So kann auch der Vermieter Dienstleistungen beauftragt haben, die der Mieter in der Nebenkostenabrechnung zahlt. Diese Kosten kann der Mieter steuermindernd geltend machen.