Häufige Fragen

Welche Mietnebenkosten muss ich als Mieter zahlen?

Laut der deutschen Betriebskostenverordnung gehören die folgenden Mietnebenkosten dazu:

1. die laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks, zu welchen die Grundsteuer gehört

2. die Kosten der Wasserversorgung, zu welchen unter anderem der Wasserverbrauch und die Grundgebühren gehören

3. die Kosten der Entwässerung, zu welchen unter anderem die Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung gehören

4. die Kosten für den Betrieb der Heizungsanlage und Abgasanlage, zu welchen unter anderem die verbrauchten Brennstoffe (zum Beispiel Gas) und Wartung gehören

5. die Kosten der Warmwasserversorgungsanlage, hierzu gehören unter anderem das Wasser selbst sowie die Kosten, um das Wasser zu erhitzen

6. die Kosten einer Anlage, die Heizung und Wasserversorgung vereint, sowie deren Brennstoffe und Wartung

7. die Kosten für den Betrieb eines Aufzugs

8. die Kosten für die Müllbeseitigung und Straßenreinigung

9. die Kosten für die Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung

10. die Kosten für die Gartenpflege und nicht öffentlichen Wege

11. die Kosten für die Beleuchtung von Fluren, Kellern und anderen Gemeinschaftsflächen

12. die Kosten für die Schornsteinreinigung

13. die Kosten für Versicherungen, zum Beispiel gegen Feuer-, Sturm-, Wasserschäden oder Schäden an Fenstern oder dem Aufzug

14. die Kosten für den Hausmeister

15. die Kosten für den Betrieb der Gemeinschaftsantennenanlage

16. die Kosten für den Betrieb des Wäscheraums

17. die Kosten für sonstige Betriebskosten (wenn sie im Mietvertrag benannt und vereinbart sind)

Welche Mietnebenkosten muss ich als Mieter nicht zahlen?

Laut Betriebskostenverordnung müssen Sie als Mieter Folgendes nicht zahlen:

1. Kosten für die Verwaltung des Gebäudes

2. Kosten für Instandsetzung und Instandhaltung

Was ist ein Verteilerschlüssel und wozu dient er?

Ein Verteilerschlüssel ist eine Regelung, wie die Mietnebenkosten eines Gebäudes, zum Beispiel die Heizkosten, fair auf die
einzelnen Mieter verteilt werden. Wenn diese Regelungen nicht im Mietvertrag festgehalten sind, kommen gesetzliche Regelungen zur
Anwendung. Nebenkosten können z. B. verbrauchsabhängig (tatsächlicher Verbrauch), nach Anzahl der Quadratmeter (Wohnungsgröße) oder
Personenzahl verteilt werden.

Wie kann ich als Mieter die einzelnen Mietnebenkosten überprüfen?

Wenn einem als Mieter die Kosten der einzelnen Positionen in der Mietnebenkostenabrechnung etwas zu hoch erscheinen oder nicht nachvollziehbar sind, hat man das Recht auf Einsicht in die einzelnen Belege und Rechnungen des Vermieters, hierzu gehören Rechnungsbelege und Gebührenbescheide. Will man als Mieter dieses Recht der Einsicht nutzen, kann man die Nachzahlung der Nebenkosten verweigern, bis man die Einsicht beim Vermieter bekommt. Der Vermieter muss lediglich einen Aktenordner mit den Belegen vorlegen, welche der Mieter abfotografieren kann. Auch die Anfertigung Notizen ist gestattet.

Kopien dieser Belege muss der Vermieter dem Mieter nicht zur Verfügung stellen. Eine Ausnahme ist aber gegeben, wenn man dem Mieter die Einsicht nicht zumuten kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Einsichtnahme für den Mieter am Wohnort nicht möglich ist oder wenn beide Parteien heillos zerstritten sind. In diesen Fällen kann der Vermieter 0,25 € bis 0,50 € pro Kopie von dem Mieter verlangen.

Wie lange dauert es, bis ich ein Ergebnis von MINEKO bekomme?

Unser Ziel ist, Ihre Nebenkostenabrechnung innerhalb weniger Tage zu prüfen und Ihnen das Ergebnis zukommen zu lassen. Voraussetzung dafür ist, dass uns alle nötigen Dokumente vorliegen und Ihre Zahlung bei uns eingegangen ist. Sobald das der Fall ist, beginnen wir mit der Prüfung. Der 48-Stunden-Service gilt, wenn der Auftragseingang von Montag bis Donnerstag stattgefunden hat. Haben Sie uns den Auftrag an einem Freitag oder Samstag, einem Sonn- oder Feiertag erteilt, kann es bis zu vier Tage dauern, bis Ihnen das Ergebnis vorliegt. Auch ein besonders hohes Prüfungsaufkommen kann die Auslieferung verzögern. Näheres finden Sie in unseren AGB.

Welche Unterlagen braucht MINEKO von mir?

Zur schnellen Prüfung Ihrer Nebenkostenabrechnung benötigen wir folgende Unterlagen:

  1. die vollständige Nebenkostenabrechnung (inkl. Heizkostenabrechnung)
  2. Ihren Mietvertrag
  3. eventuelle Zusatzvereinbarungen mit Ihrem Vermieter

Wir prüfen wir Ihre Heizkostenabrechung gemäß der Heizkostenverordnung und Ihre Nebenkostenabrechnung gemäß Nebenkosten- und Betriebskostenverordnung (NKVO und BetrKV) sowie auf Basis der individuellen Vereinbarungen mit Ihrem Vermieter.
Unsere Mitarbeiter werden Sie bei Rückfragen kontaktieren, um eine bestmögliche Prüfung Ihrer Abrechnung zu gewährleisten.

Wie gestaltet sich die Kommunikation mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung?

Sollte Ihre Nebenkostenabrechnung falsch sein, erhalten Sie zusätzlich zu Ihrer Nebenkostenabrechnung ein Widerspruchsschreiben im Entwurf. Das Schreiben ist bereits auf Ihren Fall zugeschnitten, ist an Ihren Vermieter adressiert und enthält eine rechtlich fundierte Begründung der Fehler Ihrer Abrechnung. Sie müssen das Schreiben nur noch geringfügig anpassen – u. U. reicht es, das aktuelle Datum einzutragen. Mit Hilfe des Widerspruchsschreibens können Sie Einspruch gegen Ihre Nebenkostenabrechnung einlegen. Der Vermieter erhält so die Möglichkeit, Ihre Abrechnung zu korrigieren. Auf Wunsch erstellen und verschicken wir auch ein außergerichtliches Mahnschreiben.